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Brandrisiken in sozialen Einrichtungen weiterhin hoch

(13.2.2026) Die aktuelle Brandstatistik 2025 des bvfa – Bundesverband Technischer Brandschutz e.V. zeigt: Trotz rückläufiger Opferzahlen bleibt das Brandrisiko in Krankenhäusern sowie Pflege- und Senioreneinrichtungen in Deutschland auf einem kritischen Niveau. Nach Angaben des Verbandes ist der unzureichende Einsatz automatischer Löschanlagen weiterhin ein zentraler Risikofaktor.

Die Brandhäufigkeit in Krankenhäusern sowie in Pflege- und Seniorenheimen ist auch im Jahr 2025 unverändert hoch. (Bild: Bvfa) 

Nahezu alle Todesopfer befanden sich im unmittelbaren Bereich der Brandentstehung. In vielen Einrichtungen fehlt dort ein wirksamer technischer Schutz. Brandmeldeanlagen können Brände zwar früh erkennen, sie verhindern jedoch nicht deren Ausbreitung.

Zahlen zur Brandlage 2025

Der bvfa erfasste im Jahr 2025 bundesweit:

  • 116 Brände in Krankenhäusern mit 4 Todesopfern und 129 Verletzten
  • 149 Brände in Pflege- und Senioreneinrichtungen sowie im betreuten Wohnen mit 11 Todesopfern und 278 Verletzten
  • 84 Brände in Wohnheimen und Sozialunterkünften mit 4 Todesopfern und 139 Verletzten

Obwohl insbesondere in Pflegeeinrichtungen ein Rückgang gegenüber 2024 zu verzeichnen ist, bleibt das Risiko für Bewohner, vor allem mit eingeschränkter Mobilität, hoch.

Schnelle Brandausbreitung ohne Löschtechnik

Als häufigste Ursachen wurden erneut Brandstiftung (rund 50 %) sowie technische Defekte an elektrischen Anlagen (etwa 30 %) festgestellt. Brände entstehen häufig in Patientenzimmern oder Aufenthaltsbereichen und können sich dort innerhalb weniger Minuten zu lebensbedrohlichen Situationen entwickeln.

Ein Brand in der Geriatrie des Hamburger Marienkrankenhauses im Juni 2025 mit drei Todesopfern verdeutlicht dies. Trotz vorhandener Brandmeldeanlage und schnellem Einsatz der Feuerwehr konnte die Ausbreitung von Feuer und Rauch nicht rechtzeitig gestoppt werden.

Wirksamkeit automatischer Löschanlagen

Automatische Sprinkleranlagen greifen unmittelbar am Entstehungsort ein und begrenzen Brände in der Regel mit ein bis zwei ausgelösten Sprinklern. Sie reduzieren die Rauchentwicklung, verschaffen Zeit für Evakuierungen und entlasten Einsatzkräfte. Internationale Studien bestätigen die Wirksamkeit dieser Systeme, insbesondere in Einrichtungen mit schutzbedürftigen Personen.

Steigender Handlungsbedarf

Mit dem erwarteten Anstieg der Zahl älterer und pflegebedürftiger Menschen wächst auch der Bedarf an wirksamen Brandschutzkonzepten. „Der vorbeugende Brandschutz in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen muss konsequent auf aktive Löschtechnik setzen”, fordert bvfa-Geschäftsführer Dr. Wolfram Krause. „Gerade im Neubau gibt es heute keine fachliche Rechtfertigung mehr, auf Sprinkleranlagen zu verzichten.”

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