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Wie wird ein Altbau (auch) zum Niedrigenergiehaus?

(21.1.2006) Wer ein älteres Haus besitzt und hohen Energiekosten einen Riegel vorschieben möchte, der kann dies laut Auskunft des Bundesverbandes der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) mit gezielten Modernisierungsmaßnahmen erreichen. Eine Untersuchung des Instituts Wohnen und Umwelt (IWU) zeigt auf, wo in bestehenden Gebäuden Energie verloren geht und wie durch systematische Sanierung bis zu 69 Prozent eingespart werden können.

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Die Experten betrachteten ein für die Jahre 1979 bis 1983 typisches freistehendes Einfamilienhaus mit 196 Quadratmetern Wohnfläche. Seit Errichtung des Gebäudes wurden keine energetischen Sanierungen durchgeführt. Entsprechend ist der Energiebedarf des Gebäudes hoch: 185 Kilowattstunden müssen jährlich pro Quadratmeter für Heizung und Warmwasserbereitung eingesetzt werden. Der Hauptgrund dafür liegt an veralteter Heiztechnik, die, anders als beispielsweise Erdgas-Brennwertgeräte mit moderner Regelung, nur mit konstanten Temperaturen Wärme erzeugt. Insgesamt gehen dadurch 29 Prozent Energie verloren. Unzureichende Dämmung der Außenwände bringt weitere 19 Prozent Energieverlust, einfache Isolierverglasung und Fensterlüftung jeweils 17 Prozent.

Durch eine umfangreiche energetische Sanierung lässt sich der Verbrauch um 69 Prozent auf 57 Kilowattstunden pro Jahr und Quadratmeter senken. Die Experten des IWU setzen folgendes Modell bei ihrer Berechnung an: Heizung und Warmwasserversorgung mit Erdgas-Brennwertgerät und Solarwärmeanlage. Zusätzlich werden Dach, Außenwand und Kellerdecke gedämmt. Neue Wärmeschutzverglasung und eine Abluftanlage machen das bestehende Gebäude insgesamt zu einem Niedrigenergiehaus.

Laut Auskunft des BGW ist es sinnvoll, die Sanierungen so zu planen, dass zuerst die größten Energieverluste beseitigt werden. Ein alter Kessel verheizt auch in einer besser gedämmten Gebäudehülle unmäßig viel Energie, da er sich dem veränderten Wärmebedarf nicht anpassen kann. Eine neue Erdgasheizung hingegen kann flexibel auf veränderte Anforderungen reagieren. Veraltete Heizkessel stehen in etwa zwei Millionen Haushalten.

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