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Global Green Space Report 2013: Zunehmendes Ungleichgewicht zwischen „Grau“ und „Grün“


  

(14.4.2013) Da es weltweit immer mehr Menschen in Groß­städte zieht, wird zunehmend weniger Zeit in Wäldern und Parks verbracht. Laut der Ergebnisse des Global Green Space Reports, einer Studie der Husqvarna Group, die in neun Län­dern durchgeführt wurde, sind 36% der Befragten unzufrie­den damit, wie häufig und lange sie Zeit in Grünanlagen ver­bringen. Rund 50% der Befragten glauben sogar, dass Zeit im Grünen zum Pflichtprogramm in Schulen gehören sollte. Abbau von Stress und Sorgen, aber auch Umweltziele wie verringerte Luftverschmutzung sind nur zwei von vielen Gründen, warum das zunehmende Ungleichgewicht zwischen „Grau“ und „Grün“ adressiert werden muss.

Die Husqvarna Group, der weltweit größte Hersteller von Motorgeräten für Forstwirt­schaft, Landschaftspflege und Garten, hat in neun Ländern eine Studie durchgeführt, um herauszufinden, welchen Bezug Menschen zu Wäldern, Parkanlagen und Gärten haben. Die Ergebnisse der Studie sind im „Global Green Space Report 2013“ zusam­mengefasst. Befragt wurden insgesamt 4,500 Personen in Deutschland, Schweden, China, Russland, USA, Kanada, Australien, Polen und Frankreich. In Deutschland nah­men 530 Menschen an der Umfrage teil.

Grünflächen wichtiger als Sex, Geld und Religion

Die Überzeugung, dass Grünflächen wie Wälder, Parkanlagen und Gärten sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken, teilen 91% der Befragten unabhängig von ihrer Her­kunft. 81% glauben sogar, dass Grünflächen Stress und Sorgen reduzieren. Laut den Umfrageergebnissen sind Aufenthalte im Grünen sogar wichtiger für das Wohlbefinden als Beruf, Sexualleben, Geld oder Religion. Einzig die familiäre Situation hat für die Be­fragten einen größeren Einfluss auf das Wohlbefinden als die Zeit im Freien - so auch für 81% der befragten Deutschen.


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Doch obwohl unter den Befragten Einigkeit über den positiven Einfluss von Grünflächen herrscht, zieht es weltweit immer weniger Menschen hinaus ins Grüne. Insgesamt ver­bringen in sechs von neun Ländern die Menschen weniger Zeit in Wäldern und Parks als noch vor fünf Jahren. Dabei gibt es zwischen den einzelnen Ländern beträchtliche Unterschiede:

  • Während beispielsweise in Russland die Dauer von Aufenthalten im Grünen in den letzten fünf Jahren am stärksten abgenommen hat,
  • verbringen die Befragten in China mehr Zeit in Wäldern, Parkanlagen und Gär­ten.
  • In Deutschland hat sich bei über der Hälfte der Umfrageteilnehmer in den letz­ten fünf Jahren nichts verändert an der Aufenthaltsdauer in Grünflächen.

Weite Wege und hohe Arbeitsbelastung hindern am Gang ins Grüne

Die Ursachen dafür, dass die Anzahl der Aufenthalte im Grünen in den letzten fünf Jahren stark gesunken ist, sind in erster Linie die große Entfernung zu Grünanlagen, dicht gefolgt von Zeitmangel aufgrund der langen Arbeitszeiten. Als dritthäufigsten Grund nannten die Befragten den fehlenden Zugang zu einem Auto. Fast ein Drittel der Deutschen gibt als Grund die hohe Arbeitsbelastung an.

Eine Frage von Familien und Generationen

Eine Gruppe, die in der Studie besonders heraussticht, sind Eltern mit Kindern unter acht Jahren. Sie verbringen - unabhängig vom Herkunftsland - im Vergleich zu ande­ren Gruppen mit Abstand die meiste Zeit in Wäldern und Parks. Dennoch geben 65% aller befragten Eltern an, dass ihre eigenen Kinder deutlich weniger Zeit im Wald ver­bringen als sie selbst in ihrer Kindheit. Laut Studie sind rund 52% der Eltern in den letzten drei Monaten nie oder nur einmal mit ihren Kindern in den Wald gegangen. Die­se „Kluft der Generation“ wird noch deutlicher, wenn man die Anzahl der Parkbesuche näher betrachtet: 55% der befragten Eltern geben an, dass ihre Kinder weniger Zeit in Parks verbringen als sie selbst in ihrer Kindheit und rund 35% gehen mit ihren Kin­dern nie oder sehr selten in den Park.

Gleichzeitig ist die große Mehrheit aller Befragten (76%) jedoch der Ansicht, dass Kinder deutlich mehr Zeit im Grünen verbringen sollten. Das wünschen sich auch zwei Drittel der Deutschen, wobei die Hälfte aller befragten Deutschen mit ihren Kindern höchstens einmal pro Quartal oder gar nicht in öffentliche Parks geht.

Der beste Weg um mehr Zeit im Grünen zu verbringen

Rund 68% der polnischen Befragten erachten es als sinnvoll, zusätzliche Schulstunden in den Stundenplan aufzunehmen, in denen Schülerinnen und Schüler Zeit im Freien verbringen. In Frankreich dagegen sind die Befragten der Meinung, dass hier die Ver­antwortung der Politiker gefragt ist. Und in den USA denken die Befragten, dass es das Engagement jedes Einzelnen bedarf, wenn mehr Zugang zur Natur geschaffen werden soll. Überwältigende 42% der Deutschen sind der Meinung, dass die Zivilge­sellschaft dafür verantwortlich ist, den Zugang zu Grünflächen zu gewährleisten.

Im Allgemeinen gibt es in allen Ländern den großen Wunsch Zeit, Wissen und Geld zu investieren, um die Anzahl der allgemein zugänglichen Grünflächen zu erhöhen. Auch hier ist der Wunsch bei Eltern kleiner Kinder am stärksten: 62% der befragten Eltern sind bereit, einen Teil ihrer Freizeit in die Erhaltung von Grünflächen zu investieren, 39% würden ihr Wissen einbringen und 35% würden Geld spenden, um eine grünere Umwelt zu schaffen. 49% aller deutschen Befragten würden für die Pflege öffentlicher Grünflächen ihre Freizeit aufbringen.

Der Global Green Space Report der Husqvarna Group

Insgesamt wurden im Rahmen des Global Green Space Report der Husqvarna Group 4.676 Interviews in neun Ländern durchgeführt, davon 530 in Deutschland. Als Befra­gungsmethode wurde der Online-Fragebogen eingesetzt, der per E-Mail an die Teil­nehmer verschickt wurde. Als Zielgruppe wurde für jedes Land die breite Öffentlich­keit ab 18 Jahren ausgewählt. Die Umfrage wurde im Zeitraum vom 9. bis 22. Novem­ber 2012 durchgeführt.

„Mit unseren Marken Husqvarna, Gardena und McCulloch stellen wir Produkte her, mit denen sich Grünflächen wie Wälder, Parkanlagen und Gärten leichter pflegen lassen. Für uns ist es sehr wichtig, die Einstellung der Menschen zur Natur, zu verstehen und nachzuvollziehen, warum sie immer weniger Zeit im Grünen verbringen. Im diesjährigen Bericht zeichnet sich ein zunehmendes Ungleichgewicht zwischen 'Grün' und 'Grau' im Leben der Befragten ab, aber wir sehen auch, dass viele der Befragten dieses Verhal­ten ändern möchten“, sagt Heribert Wettels von Husqvarna Deutschland.

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