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Heiße Sache: Heimischer Schwitzkasten findet immer mehr Anhänger

(25.9.2001) Rund 20 Millionen regelmäßige Saunagänger gibt es laut Statistik in Deutschland. Und immer mehr schwitzen am liebsten in den eigenen vier Wänden. Ein heimischer "Schwitzkasten" braucht nicht viel Platz und kostet auch kein Vermögen – vor allem, wenn man ihn selbst baut. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat die wichtigsten Tipps und Infos für Heim-Saunierer zusammengestellt.

Das Beste zuerst: Für die Heimsauna gibt es keine baurechtlichen Vorschriften. Und: Für den Einbau muss man kein Super-Handwerker sein. Viele Saunahersteller bieten komplette Sets an, die leicht zu montieren sind. Die Preise reichen von ca. 4.000 bis 18.000 Mark. Als Standort innerhalb des Hauses eignen sich im Prinzip alle Räume einschließlich Dachboden:

  • Selbst eine nur 4 m² große Kabine bietet bis zu vier Personen relativ bequem Platz.
  • Für den Abkühl-/ Kaltwasserbereich sind etwa 2 m² einzuplanen, um ihn mit Schwallbrause und/ oder Kneipp-Gießschlauch und Fußwärmkübel ausstatten zu können.
  • Als Frischluftbereich genügt im Zweifel ein Fenster, das sich weit öffnen lässt.

Auch bei einer Minisauna sollte man darauf achten,

  • dass man ausgestreckt liegen kann.
  • Um aufrecht sitzen zu können, sollte der Abstand von der obersten Sitzbank bis zur Decke mindestens einen Meter betragen.

Das Holz der kanadischen Hemlock-Tanne oder der nordischen Fichte gilt als das geeignetste Baumaterial. Für den Bodenbelag genügt ein Glattstrich-Zement. Die Zuluft kann dem Vorraum entnommen, die Abluftöffnung muss zwischen Fußboden und Unterkante der obersten Liege positioniert werden.

Strombetriebenes Herz

Der Ofen ist das Herz der Sauna. Während die Finnen, die Erfinder des Saunierens, ihre Öfen gern noch traditionell mit Holz beheizen, kommt hierzulande die Wärme überwiegend aus der Steckdose. Es versteht sich von selbst, dass die Elektroinstallation Sache des Fachmanns ist. Jede Saunakabine muss über zwei voneinander getrennte Schaltkreise verfügen. Ein Schaltkreis steuert die Saunatemperatur, der andere verhindert Überhitzung, indem sich bei Erreichen der Höchsttemperatur (140 °C unter der Decke) die gesamte Stromzufuhr sofort abschaltet. Je nach Größe der Kabine hat der Ofen eine Heizleistung zwischen 3 und 9 kW. Zu jedem Ofen gehört ein Schutzgitter, auch der Steinkorb ist Standard. Ein Aufguss erhöht kurzfristig die Luftfeuchtigkeit der trockenen, 85 bis 100 °C heißen Luft. Wer's softer mag, entscheidet sich für ein Sanarium, das Temperaturen von 46 bis 60 °C erzeugt. Sanarien werden häufig als Kombi-Öfen angeboten, mit denen man auch das normale Saunaklima genießen kann.

Isolierung muss sein

Der Energieverbrauch einer Vier-Personen-Sauna schlägt pro Betriebsstunde mit etwa einer Mark zu Buche - vorausgesetzt, die Wärmedämmung stimmt. Auch Wände und besonders Decken im Saunavorraum müssen isoliert werden, z.B. mit mindestens 30 mm starkem Styrodur mit aufkaschierter Alufolie als Dampfsperre. Die Wände aller Markensaunen bestehen aus einem mehrschichtig aufgebauten Ständerwerk: Zwischen Innenauskleidung und der Wärmedämmschicht ist eine Diffusionssperre eingebaut. Bei der Saunatür sorgt ein doppelter Falz für die notwendige Dichtigkeit, eine spezielle Isolierung des Fußbodens ist dagegen nicht erforderlich.

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