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Kochen auf dem Holzherd - neue Entwicklungen für eine alte Technik

(31.8.2005) Die Glutos Metalltechnik GmbH aus dem sächsischen Crimmitschau bei Zwickau hat eine Baureihe neuer Küchenherde entwickelt - und zwar Holzherde, die sehr niedrige Emissions-Werte aufweist. Zusätzlich werden die Herde auch in einer Variante angeboten, die raumluftunabhängig arbeitet. Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) unterstützte die Entwicklungsarbeiten im Auftrag des Bundesverbraucherschutzministeriums.

In ländlichen, waldreichen Gegenden ist das Kochen auf dem Holzherd auch heute noch nicht ganz unüblich. Doch nicht nur dort, wo der Brennstoff leicht verfügbar und für Selbstversorger auch besonders günstig ist, wird die traditionelle, bewährte Wärmequelle weiterhin genutzt. Auch umweltbewusste Haushalte und für Menschen, die Wert auf das besondere Etwas in ihrer Küche legen, ziehen moderne Holzherde in Betracht. Nichts strahlt soviel Behaglichkeit in einer Wohnküche aus, wie ein Holzherd, bei dem man das Flammenspiel durch ein Sichtfester beobachten kann, während gleichzeitig auf der Herdplatte das Essen kocht.

Berücksichtigt man zudem die jüngsten Preissteigerungen bei den konventionellen Energieträgern, die sich aller Voraussicht nach noch verstärken werden, dann könnte sich das Heizen und Kochen mit dem Energieträger Holz sehr schnell als eine Investition in eine krisensichere und wirtschaftlich unabhängigere Zukunft erweisen. Holz ist ein heimischer Brennstoff, der immer wieder nachwächst und von daher geringeren Preisschwankungen unterliegt. Aktuell werden in Deutschland nur rund zwei Drittel des jährlichen Holzzuwachses aus unseren Wäldern genutzt.

In einem von der FNR geförderten Projekt hat die Glutos Metalltechnik GmbH nun eine Reihe neuer Herde entwickelt, die sich durch eine besonders schadstoffarme Verbrennung auszeichnen. Grundsätzlich ist das Heizen mit Holz umweltfreundlich, weil kein zusätzliches klimaschädliches CO₂ frei wird. Denn Bäume binden wie alle Pflanzen während ihres Wachstums Kohlendioxid, das nur in dieser Menge bei der Verbrennung wieder an die Atmosphäre abgegeben wird. Bei einem Verbrennungsprozess müssen jedoch auch andere Emissionen berücksichtigt werden, zum Beispiel die von Kohlenmonoxid, Kohlenwasserstoffen und Staub. Die Höhe der Emissionen lässt sich durch die Qualität des Brennstoffs beeinflussen, aber auch durch die Technik des Herdes. Die neue Glutos-Herdbaureihe erreicht bei allen drei Schadstoffgruppen besonders niedrige Werte, die strenge Grenzwerte wie zum Beispiel des Österreichischen Feuerungsanlagen-Gesetzes einhalten können.

Eine weitere Besonderheit der Glutos-Herde: Sie können sich mit Hilfe eines Zusatzmoduls mit Verbrennungsluft von außen versorgen und so raumluftunabhängig arbeiten. Damit sind sie auch für Passivhäuser oder sanierte Gebäude geeignet, in denen die Frischluftzufuhr in den Innenräumen aufgrund besser abgedichteter Fenster und Türen deutlich geringer ist als in Altbauten.

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