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Umsatzzuwächse der Torbranche im zweistelligen Bereich

Friedrich Klopotek, Geschäftsführer des BVT - Verband Tore im Fachverband IVEST e.VFriedrich Klopotek
  

(15.8.2011; R+T-Vorbericht) Die Torbranche befindet sich offenbar im Aufwind: Nach einem wirtschaftlich schwierigen Jahr wird für 2011 und 2012 ein deutlicher Wachstumsschub erwartet. Die offiziellen Daten für das erste Halbjahr belegen einen Umsatzanstieg von 15 Prozent. „Verantwortlich dafür ist das gute Inlandsgeschäft mit investitionsfreudigen Abnehmerbranchen, beispielsweise der Automobilindustrie, dem Maschinenbau sowie der Elektro- und Chemieindustrie und zunehmend auch der Bauwirtschaft", erläutert Friedrich Klopotek, Geschäftsführer des BVT - Verband Tore: „Aber auch der Export trägt maßgeblich zum Aufschwung bei. Für das gesamte Jahr 2011 rechnen wir mit einer Produktions- und Umsatzsteigerung von zehn bis zwölf Prozent!" Zur R+T 2012, die vom 28. Februar bis 2. März in Stuttgart veranstaltet wird, will die Branche wieder an das Rekordjahr 2008 anknüpfen. Sie setzt dabei auch auf Impulse der Weltleitmesse für Rollladen, Tore und Sonnenschutz mit ihren vielen Fachbesuchern aus dem In- und Ausland auf der Messe Stuttgart..

Die Zuversicht spiegelt sich auch in einer Konjunkturbefragung des BVT - Verband Tore vom April wider:

  • 69 Prozent der Hersteller, Zulieferer und Fachhändler rechneten demnach mit steigenden Auftragseingängen.
  • 31 Prozent gingen von einer gleichbleibenden Nachfrage aus.
  • Für die folgenden sechs Monate setzten sogar 78 Prozent der Befragten auf steigende Umsätze.
BVT-Vorsitzende Dr. Claus SchwenzerDr. Claus Schwenzer
  

„Besser kann man den Branchenoptimismus nicht dokumentieren", freut der BVT-Vorsitzende Dr. Claus Schwenzer. Geschäftsführer Klopotek nennt für den erfolgreichen Neustart der Branche nach den Krisenjahren wesentliche Gründe: „Mit ihrer einzigartigen Zulieferindustrie, der Firmenvielfalt, ihrer Innovationskraft und Marktdurchdringung in Europa, dem Nahem Osten, in Vorderasien und Nordamerika hat die deutsche Torbranche einmal mehr unter Beweis gestellt, dass sie selbst extreme Markteinbußen in kurzer Zeit wieder ausgleichen kann."

Maßgeschneiderte Lösungen und einfache Montage

FAAC Geschäftsführer Thomas Vogel sieht die Branche ebenfalls auf einem guten Weg. Der Markt verlange zunehmend nach maßgeschneiderten Lösungen und im Bereich Torautomation gewinne einfaches und schnelles Installieren immer größere Bedeutung. Als Hersteller von automatischen Torantrieben will die FAAC GmbH diese beiden Strömungen mit der 24 Volt Technik sowie mit hydraulischen Antrieben und individuell programmierbaren Steuerungen bedienen. „Im Geschäftsfeld Parken und Zutritt lässt sich eine starke Tendenz zu flexibel nutzbaren, architektonisch wertvollen Zufahrtsregelungen erkennen", so Thomas Vogel. Mit dem automatischen Verkehrspoller der J-Klasse habe man ein Produkt entwickelt, das sowohl hohen Designansprüchen als auch der zuverlässigen Zufahrtskontrolle gerecht werde:


Auch Schrankenlösungen bleiben nach Vogels Erfahrung im Trend. Auf der Messe in Stuttgart will das Unternehmen die neue Generation der 24 Volt Schranken vorstellen.

Branche trifft sich auf der R+T

„Während der R+T treffen wir die meisten unserer Kunden. Für die GfA ist die Messe Plattform und Diskussionsforum. Wir intensivieren dort unsere Kundenbeziehungen", sagt Oliver Kosberg, der für die Messe verantwortliche Vertriebsmitarbeiter der GfA - Gesellschaft für Antriebstechnik GmbH & Co. KG. Der Markt verlange verstärkt nach Antrieben, die möglichst einfach zu bedienen und zu installieren seien. Ein Fokus liege für die GfA deshalb auf der konsequenten Weiterentwicklung der Steuerungs- und Antriebstechnik. Auch hohe Öffnungs- und Schließgeschwindigkeiten sowie der schonende Betrieb seien Zukunftstrends. Elektromaten mit Frequenzumrichter seien deshalb eine zukunftsorientierte Lösung für den Markt; sie seien kinderleicht in Betrieb zu nehmen und zu bedienen. Bei der Installation müssten keine komplizierten Parameter eingestellt werden, sie seien steckbar und mit allen GfA-Standardsteuerungen verwendbar.

Tore als wichtige Schnittstelle im Produktionsprozess

Beim Torspezialisten Efaflex freut man sich über die gute Auftragslage in 2011. Im Vergleich zum Vorjahr liege das Inlandsplus bei weit über 20 Prozent und auch der Export brumme. „Zurzeit wird der durch die Wirtschaftskrise bedingte Investitionsstau abgebaut", erläutert Christopher Seysen, Geschäftsführer der Efaflex Tor- und Sicherheitssysteme GmbH & Co. KG. Und auch er sieht bei Torsystemen den Trend, zunehmend auf die Energieeinsparung zu achten. Daraus folge der erfreuliche Effekt, dass Tore heute nicht mehr als Schlusspunkt bei der Hallenplanung betrachtet würden. „Das Tor ist mittlerweile eine wichtige Schnittstelle im Produktionsprozess. Im Hinblick auf einen sicheren Materialfluss und hohe Energieeffizienz zerstören schlechte Tore Konzepte, bei denen sonst Nachhaltigkeit im Vordergrund steht. Toren kommt deshalb als zentralen Bestandteilen einer Industriehalle ein hoher Stellenwert zu. Sie werden frühzeitig in den Planungsprozess mit einbezogen."

Energieeffizienz und Wärmedämmung sind Zukunftstrends

Teckentrup, einer der größten Hersteller von Tür- und Torsystemen in Europa, sieht bei Energieeffizienz und Wärmedämmung ebenfalls den Zukunftstrend. „Wir verbessern derzeit intensiv den Kälte- und Wärmeschutz von Toren, insbesondere für Lager, Hallen und Kühlhäuser. Aber auch beim Eigenheim spielt das Thema eine wichtige Rolle - speziell dann, wenn die Garage in das Haus integriert ist", unterstreicht Meinolf Funkenmeier, Geschäftsführer der Teckentrup GmbH & Co. KG. So erreiche das neue Industrie-Sectionaltor SW 80 beispielsweise einen U-Wert von 0,58 W/m²K bei einer Torgröße von 5 mal 5 Meter. Das Tor sei konzipiert, um Hallen vor Wärmeverlusten zu schützen, in denen eine konstante Temperatur gefordert ist (siehe auch Beitrag "Neues Sektionaltor mit 50% besserer Dämmwirkung von Teckentrup" vom 13.7.2010). Überhaupt stehe das Thema Nachhaltigkeit bei Teckentrup hoch im Kurs und spiegle sich auch in Lebenszyklus-Betrachtungen der Produkte wider: „Von der Produktion ihrer Bestandteile bis zum Recycling, müssen Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt neben sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten berücksichtigt werden", erläutert Funkenmeier.

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