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Rekordtief bei Arbeitsunfällen 2014 - aber immer noch 103.731

(10.8.2015) „Im Jahr 2014 wurden bundesweit 103.731 Arbeitsunfälle auf den Baustel­len registriert“, berichtete Klaus-Richard Bergmann, Hauptgeschäftsführer der Berufs­genossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU), am 3. August 2015 in Berlin. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang um 1,4%. Um 16,6% ist die Quote der Arbeitsunfälle je 1.000 Vollarbeiter in den letzten zehn Jahren gesunken: 2005 verzeichnete die Bau­wirtschaft noch fast 20.000 Arbeitsunfälle mehr als 2014. Die Abnahme der Unfälle er­klärte Bergmann vor allem mit einer verbesserten Organisation des Arbeitsschutzes in vielen Betrieben.

Foto: BG BAU (Bild vergrößern)

Der positive Trend spiegelt sich auch bei den tödlichen Arbeitsunfällen wider: 81 Men­schen kamen im Jahr 2014 bei der Arbeit ums Leben, 32 weniger als noch vor zehn Jahren. Stark abgenommen hat auch die Zahl der neuen Arbeitsunfallrenten, in denen sich besonders schwere Arbeitsunfälle ausdrücken, die zu dauernden gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen: 2.314 neue Arbeitsunfallrenten verzeichnete die BG BAU im Jahr 2014, das waren 148 weniger als im Vorjahr und 32 Prozent weniger als noch vor zehn Jahren.

Dennoch ist das Unfallrisiko in der Bauwirtschaft höher als in vielen anderen Branchen der gewerblichen Wirtschaft. Hauptsächliche Unfallereignisse waren laut BG BAU ...

  • Stürze oder Abstürze, etwa von Leitern, Gerüsten oder Dächern sowie
  • der Kontrollverlust über Maschinen, Fahrzeuge und Werkzeuge.

Zudem geschehen auch viele Unfälle durch Stolpern und Stürzen sowie durch kippen­de Teile oder herabfallende Gegenstände.

„Sinkende Unfallzahlen bedeuten vor allem weniger menschliches Leid, denn jeder ein­zelne Unfall ist einer zu viel und tragisch für die Betroffenen und ihre Angehörigen“, resümierte Bergmann. Außerdem seien weniger Unfälle ein Beitrag zur Kostenentlas­tung der Mitgliedsunternehmen: Unfälle ziehen hohe finanzielle Aufwendungen nach sich, durch Behandlungskosten, krankheitsbedingte Lohnfortzahlungen und den not­wendigen Einsatz von zusätzlichem Personal. „Deshalb ist die systematische Ermitt­lung der Unfallursachen ein Schwerpunkt der Präventionsarbeit der BG BAU, um mög­lichst viele Unfälle mit zielgerichteten Aktivitäten von vornherein verhindern zu kön­nen“, betonte Bergmann.

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