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Effizienter Rand­verbund für denkmal­geschützte Fenster

(22.1.2026) In Zürich wurde die historische Schulanlage Lavater aus den Jahren 1896/97 umfassend instandgesetzt und für den Ganztagsbetrieb erweitert. Ein zentrales Thema war die denkmal­gerechte Überarbeitung der originalen Verbundfenster, die mit der Isolierverglasung und dem Abstandhalter Swisspacer Ultimate technisch aufgerüstet wurden.

Instandsetzung und Erweiterung fügen sich sensibel ins historische Ensemble und stärken dessen gestalterische Wirkung. (Bild: Swisspacer) 

Mit der Instandsetzung und Erweiterung der Schulanlage Lavater wurde ein bedeutender Vertreter der Zürcher Schulhausarchitektur des späten 19. Jahrhunderts für eine zukünftige Nutzung als Ganztagsschule ertüchtigt. Die Gebäude aus den Jahren 1896/97, entworfen von Stadtbaumeister Gustav Gull, standen im Mittelpunkt eines Sanierungsprozesses, der historische Substanz, funktionale Anforderungen und energetische Zielsetzungen miteinander verknüpfte. Ein Schwerpunkt lag auf der Überarbeitung der originalen Fenster, die durch die Holzmanufaktur Swiss AG, Partnerfirma der Holzmanufaktur Rottweil, denkmalgerecht erneuert wurden.

Architektur und Nutzungskonzept

Das städtische Sanierungs- und Erweiterungskonzept, entwickelt von Neff Neumann Architekten aus Zürich, sah die Umstellung auf einen zeitgemäßen Tagesschulbetrieb mit zwölf Sekundarklassen vor. Die ehemalige Einfachturnhalle wurde zum Forum Lavater umgebaut, das heute als lichtdurchfluteter Verpflegungs- und Mehrzweckbereich dient. Unter dem Pausenplatz entstand zudem eine unterirdische Doppelsporthalle, die außerhalb des Unterrichts auch für den Vereinssport zur Verfügung steht.

Im historischen Hauptgebäude konnten Barrierefreiheit, Akustik und Belichtung verbessert werden, ohne die ursprüngliche Raumstruktur aufzugeben. Die raumprägende Mittelzone mit Erschließungs- und Sanitärräumen wurde gestalterisch überarbeitet. Keramische Wandflächen greifen historische Elemente der Erbauungszeit auf. Neue raumhohe Verglasungen in Holzrahmen erhöhen die natürliche Belichtung der Korridor- und Gruppenräume und ermöglichen flexible Nutzungen im Sinne der ursprünglichen Raumlogik.

Die Arkade und der asymmetrisch gesetzte Risalit setzen den architektonischen Auftakt zur Schulanlage Lavater. (Bild: Swisspacer) 

Außenraum und städtebauliche Einbindung

Der Pausenplatz wird weiterhin durch die historischen Schulgebäude und eine baumbestandene Umfassungsmauer definiert. Drei unterschiedlich hohe Betondächer ergänzen die Anlage und setzen einen zurückhaltenden Kontrast zu den markanten Fassadenstrukturen. Die Freianlagengestaltung folgt einem ökologischen Leitbild mit hitzemindernden Maßnahmen, biodiversitätsfördernden Strukturen und einer Öffnung des Areals für die Quartierbevölkerung.

Durch zurückhaltende Eingriffe und neue Verglasungskonzepte wurde die ursprüngliche Raumqualität gestärkt und natürliches Licht neu inszeniert. (Bild: Swisspacer) 

Energieversorgung und technische Infrastruktur

Die energetische Ausstattung des Ensembles basiert auf erneuerbaren Quellen. Auf dem Flachdach wurde eine Photovoltaikanlage installiert, die gemeinsam mit einer geothermisch betriebenen Wärmepumpe den Energiebedarf deckt. Das historische Lüftungssystem der Schulzimmer kann nach der Reaktivierung mechanisch über die originalen Ventilationszüge betrieben werden.

Sanierung der historischen Fenster

Die denkmalgerechte Fenstersanierung bildet einen wesentlichen Teil der energetischen Ertüchtigung der Gebäudehülle. Die originalen Verbundfenster der Sandsteinfassade wurden konstruktiv erhalten und technisch modernisiert. Das historische Innenglas blieb bestehen, während außen eine neue Isolierverglasung mit Planiclear- und Eclaz One-Beschichtung eingebaut wurde. Die Verglasung erreicht einen Ug-Wert von 1,4 W/m²K.

Zu den Anforderungen zählten eine präzise Anpassung der Fenster an die historischen Rahmenprofile und eine logistisch anspruchsvolle Montage. Für die Einbringung der größeren Scheibenformate wurden Kran- und Spezialtransportsysteme eingesetzt, insbesondere bei den oberen Fassadenbereichen.

Restaurierte historische Rahmen treffen auf zeitgemäße Isolierverglasung mit Swisspacer Abstandhaltern im Randverbund. (Bild: Swisspacer) 

Im Randverbund kommt der Warme-Kante-Abstandhalter Swisspacer Ultimate zum Einsatz. Er trägt zur Minimierung von Wärmebrücken und zur Erreichung eines energieeffizienten Gesamtaufbaus bei. Dirk Obser, Projektleiter bei der Holzmanufaktur Rottweil, erläutert: „Bei einem Projekt wie Lavater, das sowohl unter denkmalpflegerischen als auch energetischen Vorgaben steht, war uns wichtig, einen Abstandhalter zu wählen, der beides leisten kann: technologische Performance und gestalterische Zurückhaltung. Der Swisspacer Ultimate überzeugte uns durch seine sehr guten Psi-Werte, das matte, ruhige Erscheinungsbild und die zurückhaltende technische Perforierung”.

Die Umsetzung zeigt, wie sich energetische Anforderungen und Denkmalschutzanforderungen miteinander verbinden lassen. Die Kombination aus historischer Fensterkonstruktion und moderner Isoliertechnik ermöglicht eine deutliche Verbesserung der Energieeffizienz bei Erhalt der ursprünglichen Gestaltqualität.

Weitere Informationen können per E-Mail an Swisspacer angefordert werden.

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