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Langzeitprüfung bestätigt Leistungsfähigkeit von Triflex ProPark

(25.2.2026) Das rissüberbrückende Oberflächenschutzsystem Triflex ProPark wurde in einer Langzeituntersuchung auf seine Beständigkeit gegenüber negativem Wasserdruck geprüft. Das Institut für Material- und Bauforschung der Hochschule München führte die Untersuchung im Auftrag von Triflex durch.

Das rissüberbrückende Abdichtungssystem wurde gezielt auf seine Beständigkeit gegenüber dauerhaft anstehendem negativem Wasserdruck untersucht. (Bild: Triflex) 

Untersucht wurden die Aufbauvarianten 1 bis 3 des Systems gemäß den Anforderungen der Oberflächenschutzklassen OS 10 nach RiLi-SIB sowie OS 11 a/b gemäß TR Instandhaltung von Betonbauwerken.

Ziel der Prüfung war die Bewertung der Leistungsfähigkeit unter kombinierter Beanspruchung durch variierende Rissbreiten und dauerhaft rückseitig anstehenden Wasserdruck. Die Versuche erfolgten an Stahlbetonprüfkörpern mit zwei Betonstahlstäben von 6 mm Durchmesser und einer Betondeckung von 35 mm.

„Oftmals spielt bei der Planung rissüberbrückender OS-Systeme auf erdberührten Bauteilen die Eignung gegenüber negativem Wasserdruck eine entscheidende Rolle. Dies ist keine untergeordnete Anforderung, sondern kann bei falscher Annahme durch den sachkundigen Planer zu erheblichen Mängeln bis hin zum Totalausfall des Systems führen. Mit dieser Untersuchung wollen wir klare Ergebnisse auf Grundlage definierter Prüfbedingungen liefern”, erklärt Sebastian Lücke, Leiter Segmentmanagement Parkhaus bei Triflex.

Mehr als 210 Tage lang wurde das System unter realistischen Bauteilbedingungen ständig mit negativem Wasserdruck belastet. (Bild: Triflex) 

Versuchsaufbau

Nach der Applikation der Systemaufbauten, bestehend aus Triflex Pox Primer 116+ als Sperr- und Haftgrundierung, der vliesarmierten Abdichtungsebene Triflex ProPark sowie den Aufbauvarianten 1 bis 3, wurde in den Prüfkörpern ein definierter mittiger Biegeriss erzeugt.

Die Beaufschlagung mit Druckwasser erfolgte über seitlich angeordnete Bohrpacker, die den Riss kreuzten. Der Wasserdruck wurde schrittweise von 100 kPa auf bis zu 200 kPa erhöht, entsprechend einer Wassersäule von 20 m. Parallel dazu wurde die Rissbreite von 0,10 mm in 0,05-mm-Schritten bis auf maximal 0,60 mm eingestellt.

Die Prüfung erstreckte sich über 210 Tage unter konstanten Laborbedingungen von 20°C und einer relativen Luftfeuchte von 50 bis 65 %.

Auch bei dauerhaftem Rückseitendruck von 200 kPa blieb Triflex ProPark vollständig wasserdicht. (Bild: Triflex) 

Ergebnisse der Langzeitprüfung

Während des gesamten Prüfzeitraums trat bei keiner der untersuchten Varianten Wasser durch, auch nicht bei maximaler Druckwasserbeanspruchung von 200 kPa und einer Rissbreite von 0,60 mm. Systemrelevante Schäden wie Blasenbildung, Hohllagen oder Ablösungen wurden nicht festgestellt.

Nach Abschluss der Druckwasserprüfung wurden Haftzugprüfungen durchgeführt. Dabei wurden mittlere Abreißfestigkeiten von 2,15 N/mm² im Bereich der Rissränder und 2,33 N/mm² in ungestörten Referenzbereichen gemessen. Das Versagen erfolgte überwiegend adhäsiv an der Grenzfläche zwischen Beton und Grundierung, teilweise kohäsiv im Beton. Dies weist auf einen weiterhin bestehenden Haftverbund des Oberflächenschutzsystems hin.

Einordnung der Ergebnisse

„Die Ergebnisse liefern einen wichtigen Beitrag zur Planungssicherheit”, betont Sebastian Lücke. „Mit den Resultaten dieser unabhängigen und langfristig angelegten Prüfungen schaffen wir für Bauherren bzw. sachkundige Planer eine zusätzliche Sicherheitsebene. Diese wird in Gebieten relevant sein, die einen hohem Grundwasserstand aufweisen wie z.B. München, Berlin oder Hamburg. Im Neubau und in der Sanierung können so Tiefgaragenbodenplatten oder erdberührte Rampenzufahrten wirtschaftlicher ausgelegt werden. Die Untersuchungen zeigen, dass Triflex ProPark auch unter kombinierten Randbedingungen aus negativem Wasserdruck und variabler Rissbewegung zuverlässig funktioniert.”

Weitere Informationen können per E-Mail an Triflex angefordert werden.

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