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Hochwertiger Innenausbau mit flächenbündigen Eber Designtüren ohne Zarge

(15.11.2012) Anstatt verputzter Wände unterteilen hochglanzpolierte Schrankwände mit integrierten Türen den Grundriss einer außergewöhnlichen Villa in Landsberg am Lech. Gemeinsam mit der Firma Holzraum konzipierte Eber Designtüren eine edle In­nenausstattung mit durchdachten Details und handwerklicher Maßarbeit.


So offen und transparent sich die Gartenseite präsentiert, so verschlossen gibt sich die Front zur Wohnstraße - was jedoch die Planer des beauftragten Büros Kehrbaum Architekten durch die hinterleuchtete Profilglasfassade geschickt zu verpacken wuss­ten. Klare Kanten, horizontale Fluchten, formale Strenge und eine ausgesprochen puristische Materialwahl - überwiegend Glas, Beton und Naturstein - prägen die Archi­tektur der Villa, die gegenüber der verspielten Nachbarbebauung einen bewusst unter­kühlten Kontrapunkt setzt.


Dieser distanzierende Eindruck setzt sich bis ins Innere des Gebäudes fort und gipfelt schließlich in weiß lackierten und hochglanzpolierten Möbeloberflächen, die geradezu antiseptisch anmuten: Es kostet eine gewisse Überwindung, Hand an die glänzenden, klinisch reinen Türen und Schränke anzulegen, deren millimeterschmale Fugen und exakte Flächenbündigkeit von handwerklicher Perfektion zeugen (Bild rechts unten).

Schrankwände statt verputztes Mauerwerk

Welchen Anteil der Innenausbau an dem von A bis Z durchge­stylten Ambiente hat, war bereits in der Rohbauphase zu erah­nen (Bild): Nur wenige massive Innenwände unterteilten den Grundriss, lediglich einige Stützen zeugten von statischen Not­wendigkeiten und markierten Fixpunkten für die Trockenbau­konstruktionen und raumhohen Schrankwände. Die beauftragte Firma Eber Designtüren aus Nördlingen sah sich angesichts des mehr als 50 Seiten umfassenden Leistungsverzeichnisses her­ausgefordert: Nicht nur die Materialien für die Schränke und Türen waren genau definiert, auch zu deren Aufbau, Konstruk­tion und Oberflächenbeschaffenheit gab es klare Vorgaben seitens der Planer. Die Forderung nach Schrankwänden mit flächenbündig integrierten Pivottüren ohne Zargen bedingte ein besonders exaktes Aufmaß, eine durchdachte Detaillierung und das vorherige Beden­ken jeglicher Störfaktoren bei der Montage aufpolierter Holzwerk­stoffplatten.


Sowohl der sichtbare Korpus als auch das nicht sichtbare Innenleben der Schrank­wände und Einbauschränke setzt sich aus 20 mm dicken, melaminharzbeschichteten MDF- bzw. HPL-Platten zusammen. Die rückseitigen Raumtrennwände sind als klas­sische Ständerkonstruktion ausgebildet mit einer Grundbeplankung aus GK-Platten und einer Deckbeplankung aus Holzwerkstoffen analog zu den Fronten. Die Anschlüsse an Wand, Fußboden und Decke kaschiert eine etwa 12 mm schmale Schattenfuge.

Die Oberflächenqualität der Schrankfronten ist von Geschoss zu Geschoss verschie­den:

  • Im Keller beschränkte man sich auf mattweiße HPL-Schichtstoffplatten,
  • im Erdgeschoss finden sich stattdessen weiß lackierte und anschließend hoch­glanzpolierte MDF-Platten.
  • Aufgrund des deutlichen Mehrpreises entschied sich die Bauherrschaft, im Ober­geschoss auf das Polieren der weiß lackierten HPL-Platten zu verzichten.

Auch das lange Bücherregal im Obergeschoss aus MDF-Platten ist "lediglich" weiß la­ckiert. Die sichtbaren Schrank- und Türflächen sind entweder mit einem seidenmatten DD-Lack oder einem hochglanzpolierten Polyesterlack jeweils in RAL 9003 behandelt worden:


Türdesign vom Feinsten

Bemerkenswert sind die vielen kleinen Details, die als Tüpfelchen auf dem "i" das Be­sondere bei einem hochwertigen Innenausbau ausmachen. So auch bei der Villa in Landsberg am Lech: Die zargenlosen Türen lagern jeweils auf einem Stahldorn auf, der am Boden in einen Türschließer mündet. Dessen Edelstahlabdeckung wurde entfernt und stattdessen eine Abdeckung aus dem Bodenbelag eingepasst. An manchen Türen ist diese Abdeckung sogar zweigeteilt: innen Fliesen, außen Parkett. Zur Decke hin drehen sich die Stahldorne in einem lediglich sechs Millimeter hohen, gekapselten Industrie-Kugellager.

Für die Montage der Innenausbauteile durfte weder in die Decke noch in den Fußbo­den gebohrt werden, weil ansonsten womöglich die Installationsleitungen für Fußbo­denheizung und Bauteilaktivierung in der Decke irreversibel beschädigt worden wären. Dies erforderte gleich mehrfach ausgeklügelte Hilfs- und Sonderkonstruktionen.

Ein besonderes Detail sind auch die Z-Griffmuscheln an den Türen, die sich dem Diktat der Flächenbündigkeit auf ästhe­tische Weise unterordnen. Die Schranktüren hingegen öffnen sich mit einem "push-to-open"-Beschlag, um bei der einheitlich gestalteten Front die Schrank- und Zimmertüren voneinander unterscheiden zu können.

Um bei der Endmontage kein Risiko einzugehen, wurden alle Innenausbauteile, denen eine hochglanzpolierte Oberfläche zugedacht war, vor dem Lackieren und Polieren vor Ort einge­passt, quasi probemontiert, wieder ausgebaut und zur Spe­ziallackiererei gefahren. So konnte man angesichts der gerin­gen Toleranzen und schmalen Fugen sicher sein, dass in der hektischen Endphase keine Bauteile nachgearbeitet oder er­setzt werden mssten.

Qualität hat ihren Preis

Die im Rohbau sichtbaren Stützen sind nun ebenso wie sämtliche Installationen hinter Schrankwänden und Bekleidungen verschwunden. Insgesamt 14 geschosshohe Innen­türen, eine raumhohe Außentür (T30), eine sturzhohe Innentür (T90) sowie zwei Stahlzargentüren (T30) und rund 50 laufende Meter an Schrankwänden wurden ver­baut. Das Auftragsvolumen für die Türen entsprach in etwa dem Gegenwert einer Limousine der oberen Mittelklasse. Anstatt der Schrankwände, Bekleidungen, Möbel und Regale hätte sich die Familie einen weiteren Sportwagen der Extraklasse in die Garage stellen können. Kein Pappenstiel für die Ausstattung eines Wohnhauses ...

Weitere Informationen zu flächenbündigen Türen können per E-Mail an Eber Design-Türen angefordert werden.

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