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Multiroom-Konzepte in der Unterhaltungstechnik bieten dem "Simple Life" Entfaltungsmöglichkeiten

(27.11.2003) Kultivierte Simplizität statt überfrachteter Elektrowelten: Das Wohnkonzept der Zukunft ist möglicherweise auch verbunden mit einer Absage an die Akzeptanz alles beherrschender Technik. Innerhalb der eigenen vier Wände wird in Zeiten erhöhter Mobilität und Komplexität für viele Arbeitsnomaden (und zahlreiche andere Personengruppen) simple Schlichtheit angesagt sein. Vor diesem Hintergrund sind audiovisuelle Multiroom-Systeme trotz aller technischen Raffinesse bestechend unkompliziert und auch in ästhetischer Hinsicht durchaus keine Notlösung.

Visionen vom Wohnen: Von der Zentralheizung bis zur Waschmaschine ist alles vernetzt. Der Kühlschrank registriert, wenn Produkte zur Neige gehen und bestellt selbstständig. Im Wohnzimmer genügt ein Wort oder auch nur ein diskreter Wink - die Musikanlage verpasst ihren Einsatz nie... Utopische Fantasterei? Wohl nicht mehr lange. Science-Fiction wird alltagstauglich. Doch die Wohnung der Zukunft begeistert nicht nur Technik-Freaks. Sie zieht vor allem moderne Minimalisten in ihren Bann, die wissen, dass Innovationen letztlich den Sinn haben, unser Leben schöner zu machen, nicht zu verkomplizieren. Wohnästhetik, Ergonomie, Klarheit und Lebensstil gelten als entscheidende Kriterien bei der Innenraumgestaltung.

Das vernetzte Hightech-Haus: Lifestyle der Zukunft?

Technisch steht der vollständigen Vernetzung des Zuhauses nicht viel im Wege. Im hightech-artig ausgerüsteten "Futurelife" Haus in Hühnenberg im Schweizer Kanton Zug probt eine Familie seit fast zwei Jahren den Science-Fiction-Alltag. Doch während viele mit Spannung und einem gewissen Voyeurismus das Leben in diesem Prototyp-Haus verfolgen, wird eine futuristische Ausstattung mit Steuerungsanlagen, Monitoren und Terminals zugleich als Beeinträchtigung der Wohnästhetik empfunden. Die technisierte Welt aus Schaltern, Kabeln und Geräten ist nicht kompatibel mit den Lebensansprüchen der meisten Menschen. In verschiedenen Hersteller-Studien befragte Konsumenten fanden die Rundum-Vernetzung jedenfalls mehrheitlich uninteressant und bestenfalls überflüssig. Zu Roboter-artig und vielleicht auch ein bisschen unheimlich erschien vielen dieses Hightech-Umfeld.

Die Ansprüche, mit denen sich die Gestalter neuer Wohnwelten konfrontiert sehen, haben nur bedingt mit Technik-Hype zu tun: Wir werden unser Zuhause, so die Prognose der Trendforscher, künftig noch sorgfältiger auf Wohlfühl- und Sicherheitskompetenz ausrichten. Dabei werden Funktionalität und Merkantilität eine herausragende Rolle spielen. Für die architektonische Umsetzung sind kreative Köpfe gefragt, denen die Gradwanderung zwischen feinsinniger Wohnkultur und zunehmender Technisierung gelingt.

Wohlfühlambiente contra Hightech?

Dennoch ist die Idee der Vernetzung nicht nur sinnvoll, sondern kann sogar erfolgreich vermarktet werden - sofern die Anwendungen dem Kunden einen erkennbaren Nutzen bringen. Interessante Möglichkeiten ergeben sich zum Beispiel im Bereich der Heimelektronik. Denn hier mangelt es nur zu oft an sinnvollen Konzepten. Man stelle sich ein typisches Einfamilienhaus vor: Im Wohnzimmer steht in der Regel der edle Designer-Fernseher mit 32''-Real-Flat-Bildröhre im Breitbildformat, natürlich inklusive Video und DVD-Player. Ergänzt durch eine imposante HiFi-Anlage, selbstverständlich mit Dolby Surround, passender Rundumbeschallung und eleganten Lautsprechern. Im Schlafzimmer verzichtet man zugunsten des Wohlfühlambientes hingegen lieber auf die Hightech-Ausstattung. Auch das Bad soll Wellness-Oase sein und bietet keinen Raum für lästigen Kabelwirrwarr und eine Vielzahl elektrischer Geräte. Audiovisuelle Konzepte, die die ganze Wohnung umfassen, stellen somit einen erkennbaren Mehrwert für Kunden dar, die von ihrem Architekten auch bezüglich Heimelektronik eine ebenso technisch hochwertige wie ästhetisch anspruchsvolle Lösung erwarten.

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Wie zum Beispiel beim dänischen HiFi- und TV-Hersteller Bang & Olufsen. Ganz ohne Mediengetöse hat die Design-Schmiede schon in den frühen 80-er Jahren die Heimvernetzung etabliert. Damit demonstrieren die Dänen einmal mehr, dass sich gutes Design nicht nur durch ein schönes Äußeres, sondern auch durch Intelligenz von der breiten Masse abhebt. Sämtliche Bang & Olufsen Systeme zeichnen sich nicht nur durch eine edel-schlichte Erscheinung, sondern auch durch eine schlüssige Bedienung aus, die bei allen Produkten sehr ähnlich ist. Damit ist die Basis geschaffen, unterschiedliche Geräte mit einer einzigen, übersichtlichen Fernbedienung zu handhaben - was auch heute oft noch keine Selbstverständlichkeit ist - und raumübergreifend zu bedienen. Dieses mittlerweile von den Dänen patentierte BeoLink-System erlaubt es dem Benutzer, seine Bang & Olufsen-Geräte im ganzen Haus audiovisuell zu vernetzen, das heißt, in jedem gewünschten Raum Ton und Bild in derselben hohen Qualität zu genießen. Ohne dass dabei die Ansprüche an Wohnästhetik und Lebensstil zu kurz kämen. So ermöglicht BeoLink den Genuss erlesenster Klangtechnologien in jedem Raum - auch dort, wo man zum Beispiel aus optischen Gründen weder TV-Gerät noch Stereoanlage stehen haben möchte.

Diskretion der Vernetzung

Das Prinzip von BeoLink ist so raffiniert wie unkompliziert: Die "Zentralraum-Anlage" mit TV, Video und HiFi-Anlage dient als Steuerzentrale und kann von allen - per Kabel - vernetzten Nebenräumen aus angesteuert werden. Das heißt, ein diskretes Lautsprecher-Modul genügt, um auch in der Küche, im Hobbyraum oder im Bad "mitzuhören". Ohne den optischen Gesamteindruck des Raumes störend zu beeinflussen. Weil die Geräte von Bang & Olufsen alle dieselbe (Code-)Sprache sprechen, lässt sich der Fernsehton ebenso aus den HiFi-Boxen locken wie die CD-Musik aus den TV-Lautsprechern. Und zwar ganz einfach per Fernbedienung. Mit ihr kann der Benutzer jedes Gerät einschalten, umschalten, lauter oder leiser machen. Inzwischen bezieht BeoLink "artfremde" Anwendungen mit ein und erlaubt zum Beispiel auch, mit der Fernbedienung das Licht zu dimmen. Sogar der PC kann ins Link-Netz einbezogen werden. So lassen sich MP3-Sounddateien über den Rechner in allen vernetzten Räumen anhören. Mit nur einer Fernbedienung. Für MP3-Fans bieten die Dänen mit dem "BeoPlayer" (www.beoplayer.com) sogar eine kostenlose Organizer-Software für die persönliche Musiksammlung.

  • Interior Design à la Bang & Olufsen

Das BeoLink-System sieht sich keineswegs als Extrafeature für Technologie-Freaks, sondern als eigentliches "Interior Design" und sollte, so wäre es den Dänen lieb, bereits bei einem Neubau oder einer Renovierung konzipiert werden. Doch für Musikgenuss im ganzen Haus kann man sein Heim auch peu à peu vernetzen. Denn es gehört zur Philosophie von Bang & Olufsen, zeitlose Systeme zu schaffen, die auch noch nach Jahren oder Jahrzehnten nichts an Attraktivität eingebüßt haben. Deshalb sind viele ältere Komponenten BeoLink-fähig oder können auf Wunsch entsprechend nachgerüstet werden. Denn "zeitlos" bedeutet für die Dänen keineswegs, nicht mit der Zeit zu gehen. Und hat schon überhaupt nichts mit geschmackloser Technomania zu tun.


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