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Schüco Brandschutztüren steigern im „FOUR Frankfurt” Sicherheit und Ästhetik

(23.1.2026) Das Quartierensemble „FOUR Frankfurt” gestaltet das Erscheinungsbild der Frankfurter Innenstadt neu. Mit dem Projekt soll das Bankenviertel als urbaner Ort reaktiviert werden. Zu diesem Zweck wurde ein multifunktionaler Gebäudekomplex aus vier Hochhäusern errichtet. Beim Brandschutz kooperierten die Architekten der ARGE von UNS und HPP mit Schüco.

Mit dem FOUR Frankfurt entstand mitten in der City der Banker ein multifunktionales urbanes neues Stadtquartier. Es öffnet sich nach allen Seiten hin zur Stadt. (Bild: HGEsch) 

Für Ben van Berkel, Gründer von UNStudio, sei der Auftrag ein Geschenk gewesen, denn „als Architekt erhält man nicht oft die Möglichkeit, einen Entwurf für einen Standort mit so viel ungenutztem Potenzial zu entwickeln”.

Das ehemalige Areal der Deutschen Bank war in vier Realteile gegliedert. Auf insgesamt 16.141 m² entstanden 213.000 m² BGF. Das zusammenhängende Sockelgeschoss sowie die vier aufgesetzten Hochpunkte mit einer Höhe von bis zu 233 m bieten Raum für knapp 600 Wohnungen, repräsentative Büroetagen, ein Lifestyle- sowie ein Longstay-Hotel, eine Kindertagesstätte und einen Mix aus Einzelhandelsangeboten. Ebenfalls integriert sind Nahversorgung und Gastronomie, darunter eine Foodhall. Das Ensemble öffnet sich zur Innenstadt in alle Richtungen und verknüpft das Areal mit den angrenzenden Quartieren.

Zusammenarbeit mit Schüco beim Thema Brandschutz

Eine planerische Herausforderung bestand in der Trennung der Brandschutzabschnitte, die möglichst unauffällig sowie barrierefrei auszubilden waren. Die vielseitigen Anforderungen des Projekts FOUR Frankfurt sowie zu erwartende, häufige Nutzungsänderungen erforderten darüber hinaus besonders flexible und multifunktionale Lösungen. Die Architekten als Planungsgesellschaften von UNS+HPP und hhpberlin sowie der Bauherr Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft entschieden sich im Bereich Brandschutz für eine enge Kooperation mit der Firma Schüco.

Die Komplexität des Ensembles in Verbindung mit seiner offen gestalteten Architektur stellte an den Brandschutz höchste Anforderungen. (Bild: HGEsch) 

Alle Brandschutzabtrennungen im Projekt mussten in ihrer Gesamtkonstruktion brandschutztechnisch geprüft werden. So ist eine Einbausituation wie „rechts Trockenbau, links Anschluss an eine Betonwand” brandschutztechnisch nicht mit einer beidseitigen Anbindung an eine Betonwand gleichzusetzen. Gegebenenfalls sind hierfür gesonderte brandschutztechnische Prüfungen erforderlich. Um den Bauablauf durch solche Prozesse nicht unnötig zu verzögern, unterzieht Schüco die gängigsten Einbausituationen allen erforderlichen brandschutztechnischen Prüfungen. Für die im FOUR eingesetzten multifunktionalen Brand- und Rauchschutztüren FireStop ADS 90 FR 30 und FR 90 lagen daher bereits die meisten Nachweise vor.

Vieles kann vorab erledigt werden

Bei umfangreich einsetzbaren Produkten wie FireStop können jedoch nicht alle Einbausituationen und Ausführungsvarianten im Vorfeld brandschutztechnisch geprüft werden. In solchen Fällen erweist sich das Architekten-Beratungsteam von Schüco als hilfreich: „Bei Großprojekten sind wir oft schon sehr früh mit den Planungsbeteiligten in engem Kontakt”, erläutert Jochen Kluge, Projektmanager Sicherheit bei Schüco. „Teilweise haben wir dann bereits fertig detaillierte Pläne auf dem Tisch und wenn brandschutztechnisch etwas zu prüfen ist, legen wir schon los – auch ohne kostendeckende Auftragserteilung.”

Neben der Beratungskompetenz war auch das falzoffene Profil der FireStop ein Entscheidungsgrund, ergänzt Frank Burkhardt von der Firma RFE Rauch- und Feuerschutz-Elemente, die die Brandschutztüren gefertigt hat: „Die Türen sind auch nach Montage und Inbetriebnahme noch umrüstbar.”

Die Brand- und Rauchschutztüren Schüco FireStop ADS 90 FR 30 und FR 90 waren für das Architekturkonzept wie maßgeschneidert. (Bild: HGEsch) 

FireStop ADS 90 FR 30 / FR 90

In Frankfurt kamen die FireStop ADS 90 FR 30 / FR 90 zum Einsatz. ADS steht für „Aluminium Door Systems”. Die Anlagen können mit FR 30 oder FR 90 (Fire Resistance) ausgestattet werden. Die jeweilige Schutzdauer von 30 beziehungsweise 90 Minuten erfüllt die Vorgaben gemäß EI.

Mit einer Bautiefe der thermisch getrennten Profile von nur 90 mm sowie Ansichtsbreiten von 127 mm, fügen sich die Türanlagen nahtlos in die Architektur ein. Im Standard werden sie schwellenlos ausgeführt. Die Profile der Türflügel sind auf Gehrung geschnitten; Oberlichter und Seitenteile werden in der Regel stumpf gestoßen und über T-Verbinder unsichtbar miteinander verbunden. Auf diese Weise lassen sich auch komplette Brandschutzwände realisieren.

Die falzoffene Geometrie ermöglicht den problemlosen, auch nachträglichen Einbau von integrierten Schließern, verdeckt liegenden Türbändern sowie Beschlägen und Schlössern ohne vorheriges Fräsen der Profile. Gleiches gilt für ein nachträgliches Einziehen von Kabeln.

Bautafel

Weitere Informationen können per E-Mail an Schüco International KG angefordert werden.

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