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Raumakustik frühzeitig planen: messbare Qualität statt nachträglicher Korrekturen

(11.2.2026) Offene Grundrisse und flexible Nutzungen stellen neue Anforderungen an die Raumakustik. Wird sie bereits im Entwurf berücksichtigt, lassen sich Materialwahl, Raumgliederung und Nutzung gezielt planen. Die Baur Akustik GmbH will Planer und Einrichter mit einer Analyse, die auf normgerechten Messungen und digitaler Auswertung basiert, unterstützen. Das Ziel soll eine belastbare Entscheidungsgrundlage für Materialwahl, Flächengliederung und Raumkonzept bereits in frühen Planungsphasen sein.

Der Raumakustikplaner macht sichtbar, wie Wand-, Decken- oder freistehende Elemente wirken und welche Kombinationen geeignet sind (Foto: Woopies) 

Nachhallzeitmessung nach DIN EN ISO 3382-2

Die Nachhallzeitmessung nach DIN EN ISO 3382-2 bildet häufig den Ausgangspunkt der akustischen Bewertung. Sie zeigt, wie sich ein Raum im relevanten Frequenzbereich verhält und ob die Zielwerte für die vorgesehene Nutzung erreicht werden. Das strukturierte Messverfahren eignet sich insbesondere für Besprechungsräume, Unterrichtsräume, Büros oder Gruppenbereiche.

Die Messung erfolgt in der Regel innerhalb kurzer Zeit. Erste Einschätzungen können direkt vor Ort besprochen werden.

Die Nachhallzeitmessung bildet häufig den Ausgangspunkt der akustischen Bewertung. (Foto: Woopies) 

Digitale Auswertung im Raumakustikplaner

Die erfassten Messdaten werden anschließend im Raumakustikplaner (RAP) ausgewertet. Das digitale Tool berechnet, welche Absorptionsflächen erforderlich sind, in welchen Frequenzbereichen Defizite bestehen und wie Maßnahmen sinnvoll im Raum positioniert werden können.

Der RAP macht sichtbar, wie Wand-, Decken- oder freistehende Elemente wirken und welche Kombinationen geeignet sind, um die angestrebten Zielwerte zu erreichen. Akustische Anforderungen lassen sich so frühzeitig in Materialwahl, Oberflächen, Möblierung und Raumgliederung integrieren.

Die Kombination aus Messung und digitaler Auswertung schafft ein Vorgehen, das sich in Entwurf, Umbau und Bestandsertüchtigung integrieren lässt. (Foto: Woopies) 

Erweiterte Messverfahren bei komplexen Raumstrukturen

Räume mit besonderen Geometrien oder hohen Nutzungsanforderungen, etwa größere Bürostrukturen, Sondernutzungen oder komplexe Bestandsbauten, erfordern in Einzelfällen ein erweitertes Messverfahren. Hier arbeitet Baur Akustik mit Raumingenieur-Experten zusammen. Präzisionsmessungen mit erhöhter Punktdichte und spezialisierten Schallquellen ermöglichen eine differenzierte akustische Bewertung, wenn die räumlichen Gegebenheiten dies erfordern.

Akustische Qualität als planbarer Faktor

Die Kombination aus Messung und digitaler Auswertung schafft ein Vorgehen, das sich in Entwurf, Umbau und Bestandsertüchtigung integrieren lässt. Die Bewertung erfolgt durch geschulte Mitarbeitende, die regelmäßig fortgebildet werden. Akustische Qualität wird damit nicht zu einem nachträglichen Eingriff, sondern zu einem planbaren Bestandteil der Raumgestaltung.

Weitere Informationen können per E-Mail an Baur Akustik angefordert werden.

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