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Energetische Sanierung im Bestand: Historische Mühle wird KfW-40-Haus

(11.2.2026) Die energetische Sanierung bestehender Gebäude zählt in Deutschland zu den zentralen Herausforderungen: Von rund 34 Mio. Wohnungen gelten etwa 24 Mio. als sanierungsbedürftig. Dass auch sehr alte Gebäude energetisch auf einen hohen Standard gebracht werden können, zeigt ein Projekt im Mittelrheintal bei Boppard. Dort wurde eine historische Mühle mit Unterstützung von Schütz Energy Systems zu einem KfW-40-Haus umgebaut.

Die historische Mühle im Mittelrheintal wird zum kfW-40-Haus: Neben der klassischen Fußbodenheizung im Erdgeschoss hat Schütz Energy Systems auch Wandheizungsmodule montiert. (Foto: Schütz GmbH & Co. KgaA) 

Der Umbau begann Mitte 2024. Zu Beginn verfügte das Gebäude weder über einen Strom- noch über einen Wasseranschluss. Die beiden außerhalb der Ortschaft gelegenen Gebäude sollten künftig als Wohnhäuser genutzt werden. Ziel war die energetische Sanierung auf KfW-40-Niveau. Als Wärmeerzeuger wurde eine Luft-Wasser-Wärmepumpe gewählt, die auch bei Vorlauftemperaturen unter 30 °C effizient arbeitet. Sie wurde mit Flächenheizsystemen kombiniert, um ein energiesparendes Gesamtkonzept zu realisieren.

Eingebaute Wandmodule: Bei diesem System erfolgt die Dämmung bauseits. (Foto: Schütz GmbH & Co. KgaA) 

Wand- und Fußbodenheizung kombiniert

Im Wohnhaus installierte Schütz vorkonfektionierte Wandheizungsmodule. Dabei ist das Heizrohr mit Wärmeleitmodulen direkt auf einer Gipsfaserplatte befestigt. Die Dämmung erfolgt bauseits. Die Module wurden an die bestehende Trockenbaukonstruktion montiert und über Presskupplungen verbunden. Ergänzend wurde im Erdgeschoss eine Fußbodenheizung mit Tacker-System integriert.

„Das Ergebnis ist ein energetisch anspruchsvolles Vorzeigeprojekt, das historischen Charakter bewahrt und gleichzeitig hohe Effizienz-Standards erfüllt.”, so Christian Schlosser, Geschäftsführer Schütz Energy Systems.

Die verzinkten Metallschienen dienen als Montage- und Befestigungselemente für die Heizungsrohre. Sie werden direkt auf der Wand montiert und bilden die Unterkonstruktion für die anschließende Beplankung mit den Gipsplatten. (Foto: Schütz GmbH & Co. KGaA) 

Lösungen für den Bestand

Viele Bestandsgebäude stellen besondere Anforderungen an die Sanierung. Flächenheizungen bieten hier Vorteile, da sie ohne sichtbare Heizkörper auskommen und eine flexible Raumgestaltung ermöglichen. Sie können in Boden, Wand oder Decke integriert werden und sorgen durch Strahlungswärme für gleichmäßigen Komfort.

Für Gebäude mit begrenzter Aufbauhöhe stehen verschiedene Systeme zur Verfügung. So kann das gelochte Klettvlies PER direkt auf dem vorhandenen Boden verlegt werden. Die Heizrohre werden mit Klett-Technik befestigt und mit einer dünnen Vergussmasse überdeckt, wodurch sich eine zusätzliche Aufbauhöhe von nur 17 mm ergibt. Alternativ lassen sich mit dem Schütz Frässystem Heizrohrkanäle nahezu staubfrei in den bestehenden Estrich einbringen.

R50 System (oben links), Trockenbausystem (oben rechts), Frässystem für Bestandsestriche (unten links) und das gelochte Klettvlies PER für eine platzsparende Sanierung (unten rechts). (Foto: Schütz GmbH & Co. KGaA) 

Das Dünnschicht-System R50 basiert auf der Nockentechnik und kann auf allen tragfähigen Untergründen verarbeitet werden. Es verfügt über eine integrierte Trittschall- und Wärmedämmung. Auch das Trockenbausystem von Schütz enthält eine Wärmedämmung und kommt ohne Estrichtrocknungszeiten aus. Aufgrund des geringen Gewichts eignet es sich insbesondere für Gebäude mit Holzbalkendecken.

Generell lassen sich Flächenheizsysteme gut mit Wärmepumpen kombinieren. Durch die niedrigen Arbeitstemperaturen sind sie energieeffizient und tragen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Betriebskosten bei.

Weitere Informationen können per E-Mail an Schütz Energy Systems angefordert werden.

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