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dena-Gebäudereport 2026: Klimaziele im Gebäudesektor weiter verfehlt

(11.2.2026) Der dena-Gebäudereport 2026 zeigt, dass der Gebäudesektor weiterhin über dem vorgesehenen Emissionspfad liegt und die Klimaziele erneut nicht erreicht werden. Eine Reduktion der Emissionen auf 65 Mio. Tonnen CO₂ bis 2030 sei aber grundsätzlich möglich, erfordert jedoch dauerhaft verlässliche und kontinuierliche Maßnahmen.

Cover dena-Gebäudereport 2026 (Bild: dena) 

Mit dem Gebäudereport 2026 legt die Deutsche Energie-Agentur (dena) ein umfassendes Nachschlagewerk zum Klimaschutz im Gebäudebestand vor. Die Auswertung macht deutlichen Handlungsbedarf sichtbar: Mehr als 5 Mio. Heizungen sind älter als 30 Jahre, der Anteil erneuerbarer Energien bleibt gering und der Markthochlauf von Wärmepumpen verläuft langsamer als erforderlich. Während der Markt für Stromspeicher 2025 weiter wuchs, verlor der Ausbau von Dach-Photovoltaik an Dynamik.

Entwicklung der Beheizungsstruktur des Wohnungsbestandes (Grafik: bdew) 

Corinna Enders, Vorsitzende der dena-Geschäftsführung: „Die Gebäudewende bietet die Chance, Klimaschutz mit Wirtschaftswachstum zu verbinden. Deutschland kann die Klimaziele im Gebäudesektor mit marktbasierten Instrumenten erreichen: Durch Vereinfachung und Bürokratieabbau, stabile Rahmenbedingungen und kontinuierliche Förderung. Die Bauwirtschaft sowie die Heizungs- und Gebäudeenergiebranche sind dabei ein volkswirtschaftlicher Motor. Das ist gerade in Zeiten schwacher Konjunktur enorm wichtig, besonders auch für die regionale Wertschöpfung im Handwerk.”

Bedeutung für Beschäftigung und Konjunktur

Der Gebäudesektor sichert rund 3,7 Mio. Arbeitsplätze in Handwerk, Industrie und Handel und ist damit ein zentraler Beschäftigungsfaktor in Deutschland. Gleichzeitig ging die Neubautätigkeit 2024 deutlich zurück. Beim Bauüberhang – genehmigte, aber noch nicht fertiggestellte Wohnungen – zeigt sich jedoch eine erste Entspannung: Nach dem Höchststand von rund 858.000 Einheiten im Jahr 2022 sank die Zahl 2024 auf etwa 738.000.

Entwicklung von Wohneinheiten in Wohngebäuden nach Baugenehmigung, -fertigstellung und -überhang (Grafik: Destatis) 

Hoher Sanierungsbedarf im Bestand

Das Marktpotenzial im Gebäudebestand bleibt hoch. Die Zahl der geförderten Energieberatungen stieg 2024 im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 % auf 163.872 Wohn- und Nichtwohngebäude. Energetische Sanierungen gewinnen damit weiter an Bedeutung und können sowohl die Wärmewende beschleunigen als auch konjunkturelle Impulse setzen.

Photovoltaik und Speicher

Der Zubau von Dach-Photovoltaik ging 2025 deutlich zurück. Bis September wurden 6,2 GW neu installiert – weiterhin ein hohes Niveau, jedoch unter den Werten der Rekordjahre 2023 und 2024. Der Markt für Solarstromspeicher entwickelte sich dagegen dynamisch: Bis September wurden rund 3 GW-Peak neu installiert, womit die gesamte Speicherleistung auf etwa 15,6 GW anstieg.

Entwicklung des Anteils der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch. (Grafik: UBA) 

Wärmepumpen im Bestand

Der Anteil von Wärmepumpen im Gebäudebestand hat sich seit 2019 nahezu verdoppelt und lag 2024 bei 4,3 %. Während Wärmepumpen im Neubau weit verbreitet sind, besteht im Bestand weiterhin ein großer Nachholbedarf. Langfristig betrachtet weist kein anderes Heizungssystem ein vergleichbar starkes prozentuales Wachstum auf.

Der gesamte dena-Gebäudereport 2026 steht unter dena.de/infocenter/dena-gebaeudereport-2026 kostenfrei zum PDF-Download bereit.

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