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1.000 m² Lehmputz für wohngesunden Innenausbau in Furth im Wald

(12.2.2026) In Furth im Wald wurde ein Einfamilienhaus mit rund 400 m² Wohnfläche  konsequent mit ökologischen Baustoffen ausgebaut. Zum Einsatz kamen rund 15 Tonnen des neu entwickelten Lehmputz sowie Ziegel- und Systemlösungen von Leipfinger-Bader. Das Gebäude erreicht nun den KfW-40-Standard.

Bei dem Einfamilienhaus in Furth im Wald kam der Universal- und Grundputz von Leipfinger-Bader im gesamten Innenbereich zum Einsatz. (Bild: Leipfinger-Bader / Rolf Sturm) 

Ökologischer Neubau mit KfW-40-Standard

In Eigenplanung errichtete Bauherr Andreas Kiefl ein Wohngebäude mit insgesamt rund 400 m² Wohnfläche auf zwei Etagen sowie einer 75 m² großen Garage. Ergänzt wird das Raumangebot durch eine großzügige Dachterrasse mit freiem Blick ins Umland. Die Dachgestaltung erfolgte mit einer Attika. Im Innenraum ist sichtbares sibirisches Lärchenholz verbaut, das mit integrierten LED-Strahlern akzentuiert wird.

Leipfinger-Bader in Gebäudehülle und Innenausbau

Neben dem Mauerziegel Silvacor in einer Wandstärke von 42,5 cm wurden Leichtbau-Rollladenkästen mit integriertem Lüftungssystem sowie ein neu entwickelter Lehm-Universal- und Grundputz von Leipfinger-Bader verarbeitet.

Die Verarbeitung des Lehmputzes erwies sich als unkompliziert und reibungslos. Zum Einsatz kam handelsübliches Baustellenequipment. (Bild: Leipfinger-Bader / Rolf Sturm) 

Lehmputz nach DIN 18947 auf rund 1.000 m²

Kern des wohngesunden Innenausbaus ist der Einsatz von Lehmputz. Insgesamt wurden rund 15 Tonnen Lehmputzmörtel verarbeitet und etwa 1.000 m² Wandfläche beschichtet. Zum Einsatz kam ein Lehmputzmörtel nach DIN 18947 – LPM 0/4 m – S II – 2,0. Der Putz besteht aus Natur-Baulehm sowie gemischtkörnigem, gewaschenem oder gebrochenem Sand.

Der Lehmputz wirkt feuchtigkeitsregulierend, dampfdiffusionsfähig sowie wärmespeichernd und wärmeregulierend. Darüber hinaus ist das Material holzkonservierend und trägt zur Stabilisierung des Raumklimas bei. Geschäftsführer Thomas Bader:
„Uns ist es wichtig, zu betonen, dass wir unsere Lehmbaustoffe, wie etwa den Lehmputz, quasi aus eigener Kraft und auf hohem Niveau weiterentwickeln, industrialisieren und so für die breite Masse zugänglich machen. Dazu gehört natürlich auch eine optimierte Zusammensetzung und Verarbeitbarkeit auf der Baustelle. Denn am Ende zählt, wie das Produkt in der Praxis performt.”

Schichtaufbau: Der Lehmputz wird direkt auf das Ziegelmauerwerk aufgetragen, die weiteren Schichten folgen. (Bild: Leipfinger-Bader) 

Verarbeitung mit handelsüblicher Technik

Für die Verarbeitung des Lehmputzes musste der Untergrund bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dieser sollte fest, sauber, frei von filmbildenden Trennmitteln, ausreichend rau, saugfähig, tragfähig und trocken sein, da der Lehmputz ausschließlich mechanisch haftet. Die benötigte Wassermenge wurde auf der Baustelle individuell an Untergrund, Auftragsstärke und Verarbeitungsart angepasst.

Je nach Untergrund variieren zudem die erforderlichen Trocknungszeiten. Zur Rissvermeidung wird grundsätzlich die Einlage eines Armierungsgewebes empfohlen. Bei bestimmten Untergründen kann es erforderlich sein, den Trocknungsprozess technisch zu unterstützen. Für die Ausführung konnten gängige Putzmaschinen und handelsübliches Baustellenequipment genutzt und somit die Arbeiten ohne Unterbrechungen im Bauablauf abgeschlossen werden.

Ziegelmauerwerk als geeigneter Untergrund

Als Untergrund für den Lehmputz diente der Silvacor-Mauerziegel von Leipfinger-Bader. Dieser ist mit 100 % sortenreinen Nadelholzfasern gefüllt. In diesem Aufbau ist eine vollständige Austrocknung der ersten Putzschicht nicht zwingend erforderlich, sodass die zweite Schicht schneller aufgetragen werden kann.

Langfristig profitieren die Bauherren von einem massiven Ziegelmauerwerk, das ohne zusätzliches WDVS den energetischen Standard eines KfW-40-Hauses erreicht.

Die Rollladenkästen in Leichtbauausführung mit integriertem Lüftungssystem von Leipfinger-Bader sind hochwärme- und schallgedämmt und eignen sich für den Einsatz im Energieeffizienzhaus 40. (Bild: Leipfinger-Bader) 

Rollladenkästen mit integriertem Lüftungssystem

Ebenfalls von Leipfinger-Bader stammen die eingesetzten Rollladenkästen in Leichtbauausführung. Diese sind hochwärme- und schallgedämmt, selbsttragend und bestehen aus hochverdichtetem, geschlossenzelligem EPS. Sie eignen sich für den Einsatz in Energieeffizienzhäusern der Standards 40 und 40plus.

In die Kästen ist ein Lüftungssystem integriert, das die Zu- und Abluft sicherstellt und von außen nicht sichtbar ist. Durch konstruktive Maßnahmen zur Schall- und Geräuschdämmung werden Luftströmungs- und Lüftungsgeräusche minimiert.

Wohngesundes Raumklima durch Naturbaustoffe

Die Entscheidung für einen Innenausbau mit Lehm traf die Bauherren bewusst. Lehm trägt zur Regulierung der Luftfeuchte bei, neutralisiert Luftschadstoffe und Gerüche und ist immun gegen Schimmelbildung. Lehm ist unbegrenzt verfügbar und wird regional in kleinen Gruben abgebaut, wodurch kurze Transportwege realisiert werden können.

Weitere Informationen können per E-Mail an Leipfinger-Bader angefordert werden.

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