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VDI setzt auf Digitalisierung der Baubranche


  

(8.2.2015; BAU-Bericht) Building Information Modeling (BIM) heißt bereits seit mehreren Jahren das Hype-Wort der Bau­branche. Auf Basis eines digitalen Modells werden dabei Pla­nung und Ausführung bis hin zur Nutzung und Bewirtschaf­tung eines Bauwerkes aufgebaut, simuliert und bewertet. „In Deutschland gibt es aber noch einige Hürden zu überwinden, um die Akzeptanz des BIM soweit zu stärken, dass die Umset­zung in der Praxis über die Anwendung in Musterprojekten hi­naus erfolgt“, stellte Peter Steinhagen, Vorsitzender des VDI-Fachbeirats Bautechnik, im Rahmen der BAU in München fest.


Prof. Rasso Steinmann, Vorsitzender des VDI-Koordinierungskreises BIM, und
Peter Steinhagen, Vorsitzender des VDI-Fachbeirats Bautechnik (Bild: C. Kerkhoff / VDI)

Zur Erinnerung: In einem BIM-Modell können neben geometrischen Informationen (3D-Modell) weitere Komponenten wie Termine, Kosten und Dachdaten, die zum Be­treiben der Gebäude benötigt werden, in das Modell eingepflegt und von allen Pro­jektbeteiligten genutzt werden. Alle relevanten Gebäudedaten werden idealerweise mit Hilfe spezifischer Softwarelösungen digital erfasst, kombiniert und vernetzt. Sie ermöglichen darüber hinaus eine Produktivitätssteigerung des Planungs- und Baupro­zesses sowie des Facility-Managements hinsichtlich Kosten, Terminen und Qualität. „Bereits in naher Zukunft wird der Einsatz von BIM, gerade bei größeren Bauprojek­ten, eine Selbstverständlichkeit sein“, ist sich Steinhagen sicher. Daraus resultieren drastische Veränderungen für alle am Bau Beteiligten – denn richtig eingesetzt wer­den viele kostenrelevante Entscheidungen, auch für das Facility Management bereits in der Entwurfsphase getroffen. Damit wird BIM zum Thema für alle an Planung, Bau und Betrieb beteiligten Personen.

Schaffung eines nationalen normativen Rahmens

2013 wurde im VDI der Koordinierungskreis Building Information Modeling ins Leben ge­rufen. Ziel seiner Arbeit, ist die Initiierung und Begleitung von Richtlinienprojekten zur Schaffung des normativen Rahmens für die Anwendung von BIM sowie Empfehlungen an die Politik auszusprechen. „In Deutschland ist das Thema BIM im internationalen Vergleich noch eher untergeordnet“, sagte Prof. Rasso Steinmann, Vorsitzender des VDI-Koordinierungskreises, in München. „Zwar sind die Werkzeuge und das Wissen vorhanden, die Nutzung von BIM wird allerdings dadurch erschwert, dass beispielswei­se Begriffe nicht eindeutig definiert oder unterschiedlich verwendet werden, das Da­tenmanagement und die Datenrechte nicht transparent sind, Schnittstellen nicht be­schrieben sind und Zuständigkeiten nicht geklärt sind.“

Die Schaffung von VDI-Richtlinien sieht Steinmann als entscheidenden Schritt, um dem Thema BIM zum Durchbruch zu verhelfen. Nur mit anerkannten Standards haben sowohl Auftragnehmer als auch Auftraggeber die nötige Sicherheit, um BIM erfolgreich und letztendlich für alle Beteiligten auch gewinnbringend einzusetzen.

Die Arbeiten an den ersten VDI-Richtlinienprojekten zu BIM haben bereits begonnen. Mit der Verabschiedung der Richtlinienentwürfe durch die entsprechenden Gremien soll teilweise „schon“ 2016 gerechnet werden können.

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