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EZB erhöht Leitzinsen auf 4%

(9.6.2007) Erwartungsgemäß hat die Europäische Zentralbank (EZB) in der Sitzung am Mittwoch die Leitzinsen auf 4% angehoben. Damit trägt sie der starken wirtschaftlichen Entwicklung in Euroland Rechnung, die sich unter anderem in den Verbesserungen am Arbeitsmarkt und einer weiterhin starken Exportkonjunktur eindrucksvoll zeigt. Insbesondere Deutschland ist von einer spürbaren Aufwärtsstimmung geprägt, die sich im Verbrauchervertrauen spiegelt, das nicht zuletzt auch durch entsprechende Lohnabschlüsse gestützt wird. Das bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass die Notenbanker die Inflation genau im Blick haben werden und Fachleute davon ausgehen, dass bis zum Jahresende eine weitere Anhebung der Leitzinsen auf 4,5% folgen wird. Für die USA sieht man bei Interhyp dagegen weiterhin keine Signale, die auf eine Anpassung durch die US-Notenbank (FED) hindeuten.

Das Zinsniveau für Baugeld hat sich damit mittlerweile deutlich von den Bestständen im Herbst 2005 wegentwickelt (siehe z.B. Beitrag "Ölpreis lässt Bauzinsen auf neue Tiefststände fallen" vom 4.9.2007). Andererseits sind Zinssätze von knapp 4,7% effektiv für zehnjährige Annuitätendarlehen nach wie vor relativ günstig. Denn im Durchschnitt der letzten 20 Jahre haben Annuitätendarlehen mit zehnjähriger Laufzeit bei deutschen Banken fast 7% effektiv gekostet.

Kunden, die bauen oder kaufen wollen, rät Interhyp deshalb, sich das Zinsniveau möglichst langfristig - also für 15 oder auch 20 Jahre - zu sichern. So verschafft man sich hohe Planungssicherheit auf attraktivem Niveau, hat aber durch die Ausstiegsoption nach zehn Jahren dennoch ein gutes Maß an Flexibilität, sollte es notwendig werden. Wegen der gestiegenen Zinsen auf Fremdwährungsdarlehen auszuweichen, die auf den ersten Blick sehr günstig erscheinen, ist für den Eigennutzer mit durchschnittlichem Einkommen und Vermögen dagegen nicht ratsam: Die Risiken sind durch variable Zinsen und Währungsschwankungen einfach zu wenig kalkulierbar, als dass man seine Immobilie darauf bauen sollte. Immobilienbesitzer mit Anschlussfinanzierungsbedarf sollten ebenfalls versuchen, sich das aktuelle Zinsniveau möglichst weit in die Zukunft zu sichern, um sich gegen deutlich teurere Prolongationen abzusichern. Forward-Darlehen bieten heute die Möglichkeit, die Zinsen bis zu 60 Monate im Voraus zu fixieren.

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