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Spieglein, Spiegel, Spiegelschrank, Mirrorwall ..

(12.8.2008) Eigentlich wollte Herbert Schultes Filmemacher werden und "Geschichten erzählen". Doch wie so oft entwickelte sich alles anders. Heute erzählt der Münchner Geschichten einer ganz besonderen Art - Designgeschichten von minimalistischer Klarheit. Erstmals tritt er jetzt auch für Duravit an und hat ein Spiegelwandsystem namens Mirrorwall entworfen.

Das Gesundheitsbewusstsein der Menschen nimmt zu, permanent entwickeln sich neue Bewegungs-, Wellness- und Gesundheitstrends, die dem Wunsch, auf den eigenen Körper zu achten, immer neue Impulse setzen. In den eigenen vier Wänden ist das Bad dafür der beste Ort. Die Spiegelwand der Ballet- und Fitnessstudios war deshalb die erste Inspiration Schultes' für das neue Produkt. Die zweite Inspiration entstand aus dem Wunsch, die architektonische Raumqualität qualitativ zu erhöhen. Er wollte die Wand nicht durch das Montieren von einzelnen Teilen wie Waschbecken, Spiegel, Stauraum oder Leuchte optisch "zergliedern", sondern all diese Funktionen zu einer puristischen Einheit zusammenfassen. Quintessenz dieses Designs sollte die visuelle Einfachheit sein, die dem Menschen einen gleichsam neutralen Hintergrund bietet, vor dem er sich und seine Körperwirkung optimal entfalten kann.

Minimalistische Ästhetik aus drei Komponenten

Schultes gelang es, alle Funktionen in genau drei Komponenten zu bündeln:

  • Eine komplette Spiegelwand als Hintergrundbild,
  • davor ein keramischer Monoblock und eine Holzkonsole,
  • die die weiße Keramik waagrecht durchzieht.

Auf der Konsole ruht das keramische Becken, das - an der Rückseite glasiert - auch im Spiegel eine perfekte Ansicht zeigt:


Unter der Konsole setzt ein Unterschrank mit keramischer Front den Monoblock fort (siehe nächstes Foto unten rechts sowie diese Bilder [1] und [2]). Die Front ist 80 mm tief und wird in einem Stück gegossen - eine beachtliche Leistung von den keramischen Technikern von Duravit.

Rundherum umfasst ein stabiler Aluminiumrahmen das gesamte Ensemble. Damit ist das architektonische Bild komplett und steht bereits fertig "eingerahmt" da. Als Ganzes kann Mirrorwall vier Breiten von 1200 bis 1700 mm einnehmen sowie eine Breite von zwei Metern, die als Einzel- oder Doppellösung gestaltet werden kann. Das Ergebnis: ein Spiegelwand-System, das sowohl in großen wie auch in kleinen Bädern die gestalterische Qualität des Raumes unterstützt.

Das verborgene "Spiegelkabinett"

Die Ästhetik ist gesichert, doch wie verträgt sich dieser Minimalismus mit dem tagtäglichen Gebrauch? Zarte Fugen verraten es: hinter der Spiegelwand verbergen sich geheime Räume. Über dem Waschbecken z.B. sind zwei Türen zu entdecken. Sie lassen sich zur Seite hin aufschwenken und bilden als "Flügel" gemeinsam mit einem an der hinteren Wand erscheinenden Spiegel ein praktisches "Spiegelkabinett".

Im Inneren sind drei Leuchten flächenbündig integriert und in übersichtlichen Boxen aus Kirschbaum, direkt an den Flügeln befestigt, ist alles griffbereit, was man zur täglichen Pflege im Bad benötigt. Zusätzlich zum Kabinett sind noch Seitenschränke verborgen, die nicht nur Steckdosen beherbergen, sondern weiteren wertvollen Stauraum bieten. Ein Handtuchhalter vorne oder an der Seite der Konsole bringt schließlich auch die Handtücher in griffbereite Position. Apropos: Der Unterschrank ist so bemessen, dass dort ein ganzer Stapel davon verstaut werden kann. Dank dieser Detailplanung kommen Ästhetik und Funktion gleichberechtigt zum Zuge.

Doch das "happy end" von Schultes' Designgeschichte heißt optimale Entfaltung der Körperwirkung. Was fehlt?

Optimale Beleuchtung für optimale Körperwirkung

Sind im Raum bereits ausreichend Lichtquellen vorhanden, bedarf es nur noch einer perfekten Ausleuchtung des Mirrorwall-Bereichs. Das ist ein Fall für Variante eins, die Aufsatzleuchte. Sie setzt den Fokus auf das Gesicht und leuchtet es mit ca. 500 Lux aus, ohne zu blenden. Die Entwicklung, die das möglich macht, ist eine Abschirmung der Lichtquelle durch ein reflektierendes "Lampensegel". Dank seiner speziellen Geometrie und Struktur bricht das Segel die Lichtstrahlen in einem kalkulierten Winkel und lenkt sie zielgenau um:


Den Löwenanteil der Leuchtkraft reflektiert sie auf das Gesicht, das schattenlos und ohne zu blenden in Szene gesetzt wird. Und damit über der Mirrorwall kein "dunkles Loch" entsteht, beleuchtet sie auch den Deckenbereich. In dieser Variante mit Aufsatzleuchte kann Mirrorwall bei beengten Platzverhältnissen auch direkt an die Wand angebunden werden.

Magische Aura aus Licht und Farbe

Ist der Raum jedoch nicht ausreichend beleuchtet, schafft Mirrorwall mit Variante zwei eine optimale Wirkung. In diesem Fall ist direkteres Licht auf Mensch und Raum gefragt. Zwei drehbar gelagerte Lichtsäulen links und rechts vom Spiegel leuchten das gesamte Spiegelbild gleichmäßig aus und strahlen zusätzlich Helligkeit in den Raum ab (siehe dieses Bild sowie noch einmal Eingangsbild oben). Der Körper wird so mit einer kompletten Ausleuchtung zelebriert. Gleichzeitig erhöht sich die Beleuchtungsqualität im gesamten Raum. Zwei Leuchtkörper, zwei spezifische Qualitäten, doch eines haben die beiden gemeinsam: Ein sanfter Touch mit der Fingerkuppe auf eine kleine LED genügt, um die Lichtquelle in Gang zu bringen.

Optional zaubert ein zweiter "Touch" eine Lichtinszenierung der besonderen Art hervor. Das schlichte weiße Szenario verwandelt sich unvermittelt in einen Farbenrausch. Zweiseitig umlaufende Lichtbänder auf LED-Basis strahlen auf die umliegenden Decken- und Wandflächen und verbreiten beruhigendes Blau, anregendes Rot, aufmunterndes Grün, sanftes Gelb wie Kerzenschein oder ein Wechselspiel der Farben über zwei Programme.


Weißes Funktions- und farbiges Emotionslicht stehen damit in Wechselbeziehung. Gesteuert wird der Wechsel mit Hilfe einer eigenen Lichtsteuerung. Alle Funktionen können auch über handelsübliche Tastschalter eingestellt werden. Genauso ist eine Bedienung über Funk, mit den Funkschaltern der führenden Hersteller, möglich. Schließlich kann Mirrorwall auch in Gebäudebus-Systeme (binary unit systems) eingebunden werden. Eine Synchronisierung mit dem Beleuchtungskonzept des Duravit-Badmöbelprogramms e-mood ist über Funksendeeinheit dann ebenfalls optional möglich.

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