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Handbuch Innenarchitektur 2009/2010

(5.7.2009) Das jetzt neu erschienene Handbuch Innenarchitektur des Bundes Deutscher Innenarchitekten (BDIA) gliedert sich wie sein Vorgänger in drei Teile:

  • Nach der Einleitung werden auf 80 farbig bebilderten Seiten ausgewählte Bauten und Objekte vorgestellt.
  • Danach folgt ein zwanzigseitiger Teil mit Fachbeiträgen und
  • abschließend ein umfangreiches Adressenverzeichnis, das u.a. die Mitgliedern des BDIA umfasst.

Im Farbteil des Handbuches werden 22 aktuelle, von einer Jury ausgewählte Innenarchitektur-Projekte jeweils mit mehreren professionellen Fotos und Plänen dokumentiert. Sie zeigen einen repräsentativen Überblick über das derzeitige Wirken von Innenarchitekten und decken eine große Spannbreite ab. Diese reicht vom Jüdischen Kulturmuseum Augsburg, dem Manufactum Warenhaus in München und mehreren Shops sowie Stores über neue und renovierte Wohnungen und Häuser bis zum Gäste-WC mit ausgefallenem Raumkonzept.

Die Fachbeiträge widmen sich zwei Themenkreisen:

  • dem Generationenwohnen und
  • Farbe in der Innenarchitektur.

Wohnen im Alter: Gruppenzwang oder Einsamkeit?

Zum Thema Generationenwohnen werden zwei ganz unterschiedliche Ansätze vorgestellt, die zum Nachdenken und Diskutieren anregen. Einerseits kommt der Trendforscher Harry Gatterer zu dem Schluss, dass immer mehr Menschen "lieber gemeinsam als einsam" in WGs, Generationenhäusern und anderen gemeinschaftlichen Wohnformen leben wollen. Andererseits beschreiben eine Bauherrin im Rentenalter und ihr Architekt die Gegenposition dazu. Danach ist ein altersgerechtes Haus mit Platz für eine ggf. notwendig werdende Pflegeperson und dem Vorteil eines individuelleren, selbst bestimmten Lebens für manche passender als ein mit mehr oder weniger Gruppenzwang verbundenes Gemeinschaftswohnen.

Langeweile und auf Nummer-Sicher-gehen?

Zum Thema Farbe gibt es mehrere Texte, die alle die Bedeutung von Farbe in Verbindung mit Materialen, Verarbeitungsformen und Licht behandeln und darauf hinweisen, dass man Farbe nicht nur einfach sieht, sondern z.B. auch mit Gerüchen und Geschmacksrichtungen verbindet. Zu den Texten gibt es auch eine tabellarische Übersicht zu den vielfältigen Wirkungen verschiedener Farben und eine Checkliste zur Innenraum-Farbplanung. Alle Autoren werben für mehr Farbe, wobei der Text von Prof. Axel Venn durch seinen provokanten Stil hervorsticht und allein deshalb nicht auf ungeteilte Zustimmung stoßen dürfte. Er plädiert nicht nur für mehr Farbe, sondern beklagt auch in drastischen Worten, dass Weiß weiterhin Favoritenstatus habe und Kult sei und sich die "Langweiler-Gesellschaft ... ihrer Nummer-Sicher-Gehen-Motive" rühme. Er wagt auch die Prognose, dass "alle Puristerei ... in zwei, drei Jahren vorbei sein wird" und sich eine "unübersehbare Vergeltung an stahl-, beton-, stein- und aluminiumgefärbter Funktionalität" abzeichnet.

Mit den Fachbeiträgen, den ausgewählten Projekten und dem umfangreichen Adressteil bietet auch das diesjährige offizielle Handbuch des BDIA Denkanstöße und viele Informationen für (Innen)Architekten, Bauherren und alle innenarchitektonisch Interessierte.

Der Herausgeber

Der Bund Deutscher Innenarchitekten BDIA ist der Berufsverband der Innenarchitekten in Deutschland. Er fördert und festigt den Berufsstand und die Berufsausübung der Innenarchitekten. Dabei setzt er sich als Berufsvertretung seiner Mitglieder für deren Belange in der Öffentlichkeit und gegenüber Wirtschaft und Politik ein - auch europaweit und international.

Die bibliographischen Angaben zum Buch:

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