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Glas lasern, anstatt es zu bedrucken, zu ätzen oder zu sandstrahlen

(2.8.2016) Gläser können auf ganz unterschiedliche Art und Weise mit Mustern und Dekoren versehen werden. Weit verbreitet sind Druck-, Ätz- oder Sandstrahlverfah­ren, mit denen sich Glas mattieren und gestalten lässt. Eine interessante Alternative dazu ist die Laser-Bearbeitung, die es erlaubt, Flachgläser individuell und äußerst viel­seitig zu gestalten - gerade auch in Klein- und Kleinstserien.


alles Fotos © Hoog & Sohn/CLIMAplusSECURIT-Partner

Beim Lasern erzeugt der Laserstrahl auf der Glasoberfläche sehr kleine Schmelzglas­perlen. Durch ihre gezielte Anordnung können feinste Strukturen und unterschiedlich transparente bzw. matte Flächen erzielt werden. Derart behandelte Glasflächen gel­ten als weniger empfindlich für Fingerabdrücke und Verschmutzungen als z.B. Glasflä­chen, die mittels Sandstrahlung oder Ätzung aufgeraut wurden. Zudem kann begeh­bares Glas mit Hilfe des patentierte Lasergrip-Verfahrens mit rutschhemmenden Eigen­schaften versehen werden.

Die Oberflächenbearbeitung erfolgt hauptsächlich mittels CO₂-Laser und soll sich auf allen am Markt verfügbaren Flachglasprodukten ohne Einschränkung anwenden lassen - auch auf beschichteten. Für das Lasern sprechen zudem die Präzision, sichere Ar­beitsabläufe und die thermisch erzeugte Oberflächenbeschaffenheit. Zudem entfällt die Entsorgung der zum Teil umwelt- und gesundheitsschädigenden Stoffe, die bei anderen Verfahren zurückbleiben.

Grafiken durch Entschichtung

Außer durch Mattieren können Dekore auch durch Entschich­tung generiert werden. Dazu werden mit dem Oberflächenla­ser Lacke, Spiegelschichten, eingebrannte oder noch nicht eingebrannte Emaille, Low E-Schichten oder auch leitfähige Schichten abgetragen. So lässt sich gleichsam der lithografi­sche Siebdruck ersetzen. Das Verfahren ermöglicht eine fle­xible und wirt­schaftliche Produktion bedruckter Gläser bei wechselnden Designs und großen sowie kleinen Stückzahlen. Auch Bemusterungen können auf diese Weise schnell durch­geführt werden, weil keine Zwischenschritte erforderlich sind.

Über den Standard hinausgedacht

Eine raffinierte Variante ist Laserglas, das über die Glaskanten beleuchtet wird. So lassen sich gezielt Akzente bei der Raum­gestaltung setzen. Laserglas mit LED-Beleuchtung kann auch zu Dreifach-Isolierglas aufgebaut werden und ist mit der gela­serten Scheibe in der Mitte auch in der Fassade einsetzbar. Interessante Wirkungen im Innenbereich erzielen Spiegel mit LED-Beleuchtung, die rückseitig gelasert wurden.

Gelasertes Glas kann auch zu Verbund- oder Verbund-Sicherheitsglas weiterverarbei­tet werden und eignet sich damit auch als frei stehende Trennwand.

Weitere Informationen zu Laserglas können per E-Mail an Hoog & Sohn angefordert werden.

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