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BMVBW: Investitionen im Wohnungswesen auf Bestand konzentrieren

(17.6.2004) "In den Städten und Regionen, die bereits heute mit zurückgehenden Einwohnerzahlen konfrontiert sind, ist die Konzentration der Investitionen auf den vorhandenen Bestand eine stadtentwicklungspolitische Notwendigkeit", sagte Tilo Braune, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, am Mittwoch anlässlich der Jahrestagung des Deutschen Verbandes für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung in Essen. Unter Berücksichtigung des Bevölkerungsrückgangs müsse der Wohnstandort in der Stadt besondere Aufmerksamkeit erfahren.

In Deutschland gebe es regional sehr unterschiedliche Entwicklungen des Wohnungsmarktes. Regionen mit Wohnungsmarktengpässen auf der einen und stagnierender oder sogar schrumpfender Nachfrage auf der anderen Seite. "Wir brauchen beim Wohnungsmarkt in den Städten ein Netz von Maßnahmen, keinen Flickenteppich", sagte Braune. Diese zunehmende Regionalisierung stelle die Wohnungspolitik vor neue Herausforderungen. Es bedürfe einer besonderen Fokussierung auf den Bestand und den Wohnstandort in der Stadt. Braune stellte fünf Ziele in den Vordergrund:

  • Wohneigentum in der Stadt auch für mittlere Einkommensschichten
  • städtische Wohnqualität für Familien
  • sozial stabile Nachbarschaften in allen Marktsegmenten
  • Stadtumbaustrategien in enger Verzahnung von Städtebau und Wohnungswirtschaft
  • Beschleunigung der Recyclingprozesse im Gebäude- und Siedlungsflächenbestand

Primär würden vor allem Investitionen benötigt. Im städtebaulichen Bereich seien das Förderprogramme der Städtebauförderung, so Braune. Ein Euro, den der Bund und das Land gemeinsam für die Städtebauförderung aufbrächten, würde eine Investitionssumme von bis zu acht Euro nach sich ziehen. Durch die Bundesfinanzhilfen zur Städtebauförderung in Ostdeutschland in den Jahren 1990 bis 2001 in Höhe von rund drei Milliarden Euro sei Investitionsvolumen von rund 24 Milliarden Euro angestoßen worden.

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