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dena-Studie: Energetische Gebäudesanierung hält, was sie verspricht


  

(1.4.2013) Bei energetischen Sanierungen stimmen die Resul­tate in der Regel auch mit der Planung überein - das besagt eine neue Studie der Deutschen Energie-Agentur GmbH (de­na). Untersucht wurde der Energieverbrauch von 63 hochef­fizient sanierten Wohngebäuden, bei denen eine Energieein­sparung von durchschnittlich 80 Prozent angestrebt worden war. Die Studie versteht sich als eine systematische und wis­senschaftlich fundierte Grundlage in der bisher nur von Einzel­beispielen dominierten Diskussion über das Energiesparpoten­zial energetischer Sanierungen. Sie zeige außerdem, dass die energetische Gebäudesanierung  wesentlich zur Reduzierung von Treibhausgasen und Energiekosten beitrage.

Die Studie beruht auf dem dena-Modellvorhaben Effizienzhäuser, in dessen Rahmen seit 2003 mehr als 350 Wohngebäude hocheffizient saniert werden. Für die Auswer­tung wurden die Energieverbrauchsdaten der fertiggestellten und bereits über meh­rere Heizperioden bewohnten Gebäude erhoben und analysiert. Es wurde untersucht, ob der geplante energetische Standard in der Praxis erreicht wird und wie groß die tatsächliche Einsparung beim Energieverbrauch ist. Das Ergebnis: Im Mittel konnte der Energieverbrauch von 223 auf 54 Kilowattstunden pro Quadratmeter im Jahr re­duziert werden. Diese Einsparung von 76 Prozent ist in Beziehung zu setzen zu den geplanten, vorab berechneten 80 Prozent Energieeinsparung.

Vereinzelt konnten aber auch Ausreißer nach oben und unten beobachtet werden. Die Ursachen dafür können vielfältig sein und sollen in einer weiterführenden Auswer­tung untersucht werden. Ein möglicher Ansatzpunkt hierfür ist zum Beispiel das Nut­zerverhalten. Manchmal tritt nach energetischen Sanierungen ein so genannter Re­bound-Effekt ein: Die Bewohner heizen mehr als früher, weil sie nach der Sanierung nicht mehr das Gefühl haben, Energie sparen zu müssen.

Alle Angaben der Studie beziehen sich auf Endenergie und werden entsprechend der Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV) auf die Nutzfläche bezogen. Um das tatsächliche Einsparpotenzial realistisch abschätzen zu können, wurde ein Bedarfs-Verbrauchsabgleich durchgeführt. Dabei wurden größere Leerstände in den Gebäu­den sowie das Nutzerverhalten beim Lüften und der bevorzugten Raumtemperatur im Ergebnis berücksichtigt. Es wurden 52 Mehr- und 11 Ein- und Zweifamilienhäuser untersucht.

Die Verbrauchsstudie wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtent­wicklung (BMVBS) unterstützt und steht mit einer Zusammenfassung unter zukunft-haus.info/sanierungsstudie zum Herunterladen bereit.

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