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Private Haushalte bleiben Laminat und Parkettböden treu, textilen Bodenbelägen droht der Austausch

(20.6.2021) Privatleute, die in Deutschland textile Bodenbeläge nutzen, liebäugeln sehr häufig mit anderen Optionen. Insgesamt bekundeten bei einer repräsentativen Befragung von Interconnection Consulting 45,7% der Teilnehmer die Bereitschaft für einen neuen Bodenbelag anstatt des textilen Belags. Ganz anders ist die Situation bei Laminat und Parkettböden.

In besagter Interconnection-Umfrage wurden 1.000 Eigenheimbesitzer (Wohnung und Haus) in Deutschland befragt. Nur rund jeder Vierte ist demnach bereit seine Laminat- oder Parkettböden zu wechseln. Mit nur mit rund 20% ist die Wechselbereitschaft im Keramik/Fliesen-Segment am niedrigsten; hier ist allerdings auch der Aufwand bzw. das Schmutzaufkommen am höchsten.

Wohnzimmer ist Parkettland

Je nach Raumnutzung kommen unterschiedliche Bodenbeläge verstärkt zum Einsatz. Keramik bzw. Fliesen sind mit einem Anteil von 85,7% der meistverwendete Bodenbelag in Deutschland. Das lässt sich darauf zurückführen, dass in Küche, Badezimmer und Flur Keramik bzw. Fliesen mit Abstand am häufigsten genutzt werden.

Im Wohnzimmer regiert mit einem Anteil von 31,1% der Parkett- bzw. Holzboden. Auch die Wechselbereitschaft hält sich hier in Grenzen und liegt nur bei rund 20%. „Der Hauptgrund für Eigenheimbesitzer ihren Parkettboden nicht zu wechseln ist das hochwertige Material ihres Bodenbelags“, erklärt Dr. Frederik Lehner, Geschäftsführer von Interconnection Consulting.

Im Arbeitszimmer, Schlaf- und Kinderzimmer ist Laminat der meistverwendete Bodenbelag. Wenn es um das Image von Laminatböden geht, dann zeigt sich, dass Modernität und Nachhaltigkeit auch noch in der heutigen Zeit ein Gegensatzpaar bilden können. So wird Laminat von den Befragten zwar als modern, aber nicht als besonders nachhaltig eingestuft. Insgesamt verwenden über 60 Prozent der Eigenheimbesitzer Laminat als Bodenbelag.

Markenpotential wird nicht ausgeschöpft

Die Studie zeigt, dass zwei vollkommen konträre Käuferschichten mit einem Gesamtanteil von über 50% dominant sind:

  • Einerseits sind das die Rabattjäger, die man mit Rabatten und billigen Preisen zum Kauf animieren kann.
  • Am anderen Ende der Skala finden sich die Hochpreisaffinen, die niedrige Preise überhaupt nicht wollen, aber mit Qualitätskriterien (Innovation, Haptik etc.) und einem großartigen Einkaufserlebnis angezogen werden können.

Den gesamten Markt anzusprechen, ist daher für viele Hersteller unmöglich. „Normalerweise sind in solchen Märkten auch Marken stark, die für Hochpreisaffine ein gutes Produkt haben, das ist aber in diesem Markt nicht der Fall. Die Markenbekanntheit ist äußerst gering und das Potenzial von Marken wird kaum ausgenutzt“, erklärt Dr. Lehner. So ist der Markenkäufer mit 13,5% das kleinste Käufersegment.

 Falls ein Kauf von Bodenbelägen ansteht, dann informieren sich die Deutschen hauptsächlich auf den Herstellerwebseiten (52,3%). Erst danach folgen Offline-Medien, Herstellerprospekte und Prospekte des Handels. Aber auch Social-Media wird immer bedeutender. Von denen, die es nutzen wird Facebook als wichtigste Informationsquelle empfunden. Die Anzahl der Nutzer ist jedoch mit 11% noch überschaubar.

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