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Tarkett veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht

(15.5.2022) Tarkett, weltweit agierender Hersteller von Bodenbelägen und Sportböden, hat seinen Corporate Social & Environmental Responsibility-(CSR-)Report für 2021 vorgelegt. Er gilt zugleich als außerfinanzielle Leistungserklärung. Der Bericht wurde von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geprüft und erläutert neben den bisherigen Leistungen im Bereich Nachhaltigkeit auch die neuen ehrgeizigen Klimaziele des Unternehmens.

2021 Corporate Social & Environmental Responsibility Report - Seite 15 

Klimafahrplan 2030 zur Reduzierung der Treibhausgase

Vor Kurzem hat Tarkett seinen Klimafahrplan bis zum Jahr 2030 vorgelegt. Er umfasst die gesamte Wertschöpfungskette und hat zum Ziel, die Treibhausgasemissionen um 30% zu reduzieren. Dazu zählen sowohl die unternehmenseigenen Emissionen (Geltungsbereich 1) als auch die Abgase, die im Zusammenhang mit der eingekauften Energie stehen (Geltungsbereich 2), sowie indirekte Emissionen der Wertschöpfungskette, die zum Beispiel von Lieferanten oder Endkunden verursacht werden (Geltungsbereich 3).

„In den letzten zwei Jahren haben wir unsere Treibhausgasemissionen bereits um 27 Prozent gesenkt. Mit der Verabschiedung des Klimafahrplans wollen wir jetzt noch einen Schritt weitergehen. Um die Ziele zu erreichen, werden wir verstärkt auf Zusammenarbeiten in den Bereichen Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz setzen und bewusst Entscheidungen zugunsten der Menschen und des Planeten treffen. Im Einklang mit unserem Ökosystem wollen wir einen aktiven Beitrag für die Umsetzung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung leisten, und es ist wichtig, dass wir diese Reise gemeinsam mit unseren Kunden antreten“, erklärt Fabrice Barthélemy, CEO von Tarkett.

2021 Corporate Social & Environmental Responsibility Report - Seite 16 

Neben dem Anspruch, eine Vorreiterrolle in der Kreislaufwirtschaft einzunehmen, konzentriert sich das Unternehmen auf die Verwendung von Materialien, die „das menschliche Wohlbefinden und die Gesundheit fördern“ sollen. Zudem nimmt Tarkett seine soziale Verantwortung ernst, schützt und entwickelt seine Teams weiter, legt Wert auf Vielfalt und Integration und unterstützt lokale Gemeinschaften.

Rücknahme- und Recyclingprogramm für Bodenbeläge

Mit ReStart, seinem Rücknahme- und Recyclingprogramm, kann Tarkett bereits auf stetig wachsende Mengen bei der Umwandlung ausgedienter Bodenbeläge und wiederverwerteter Materialien in neuen Böden zurückschauen. Das Programm trägt dazu bei, sowohl Abfälle als auch den CO₂-Abdruck zu reduzieren, den Bedarf an neuen Rohstoffen gering zu halten und Deponien sowie Müllverbrennung zu vermeiden.

In den letzten elf Jahren hat Tarkett eigenen Angaben zufolge im Rahmen von ReStart in acht Recyclingzentren in Europa, Nordamerika und Brasilien so viele Bodenbeläge gesammelt, wie sie dem Gewicht von elf Eiffeltürmen entsprechen - nämlich rund 112.000 Tonnen.

Das neue, klimapositive, Tarkett-Linoleum kann als weltweit erstes Linoleum nach Gebrauch vollständig recycelt werden. Mit jedem recycelten Quadratmeter werden rund 5,4 Kilogramm CO₂ eq eingespart. (Foto © Tarkett) 

Insbesondere das Teppich-Recyclingzentrum im holländischen Waalwijk, das Vinyl-Recyclingzentrum im schwedischen Ronneby und das Linoleum-Recyclingzentrum im italienischen Narni haben dem Vernehmen nach große Fortschritte erzielt: An den drei ReStart-Projektstandorten wurden 69% mehr gebrauchte Bodenbeläge und Verschnitt eingesammelt als im Jahr 2019.

Zusätzlich zu den Erfolgen des ReStart-Programms handelt es sich bei 15% der Rohstoffe (ca. 147.000 Tonnen) die Tarkett verwendet, um recycelte Materialien. Bis 2030 sollen daraus 30% werden.

Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks

Zwölf Tarkett-Produktionsstätten in zehn Ländern beziehen bereits zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien. Demgegenüber steht der Gesamtenergieverbrauch, der aktuell zu 38% aus regenerativen Energiequellen stammt.

Tarkett produziert an insgesamt 34 Standorten in 19 Ländern. Im Vergleich zu 2010 wurden die gesamten Treibhausgasemissionen, die durch eingekauften Strom, Dampfverbrauch und Brennstoffverbrennung entstehen, um 44 Prozent reduziert. Das entspricht in etwa den jährlichen Treibhausgasemissionen von rund 21.000 Europäern .

Heizanlagen, die mit fossilen Brennstoffen arbeiten, wurden durch elektrische oder mit Biomasse betriebene Systeme ersetzt. Zum Beispiel hat das brasilianische Werk in Jacareí seine Heißpresse von Erdgas auf Strom umgestellt, um die Treibhausgasemissionen zu reduzieren. Damit bezieht Jacareí jetzt zu 100% erneuerbare Energie aus Wasserkraft, Sonne und Wind.

Aktuelle Beispiele für die CSR-Leistung

In Schweden und Belgien hat Tarkett mit IKEA zusammengearbeitet und die gebrauchten Bodenbeläge aus den Einkaufszentren in Stockholm und Arlon gesammelt, um sie anschließend zu recyceln. Dabei kamen insgesamt über 14.500 m² Material zusammen, das in der Recyclinganlage im schwedischen Ronneby verarbeitet wurde.

Tarkett ist laut eigenen Angaben der einzige Teppichhersteller in Europa, der dank des Teppich-Recyclingzentrums im niederländischen Waalwijk dazu in der Lage ist, seine Teppichfliesen in Kooperation mit seinem Lieferanten Aquafil vollständig zu recyceln. Das Recyceln von einem Quadratmeter gebrauchten EcoBase-Teppichabfällen soll 10 kg CO₂ einsparen.

Tarkett ist in der Lage, seine Teppichfliesen in Kooperation mit seinem Lieferanten Aquafil vollständig zu recyceln. (Foto © Tarkett) 

In Europa macht sich Tarkett für erneuerbare Füllschichten bei Kunstrasen stark. Auf dem Fußballplatz von Den Haag wurde beispielsweise das PureMix-Füllmaterial eingesetzt, das aus einer Mischung aus zerkleinerten Olivenkernen und Naturkork besteht. Bei der Erneuerung des Kunstrasens auf dem Trainingsgelände der Fußballschule Red Star im französischen Saint-Ouen fanden ebenfalls recycelte und erneuerbare Materialien Verwendung: Hier kam eine Kombination aus Sand, der aus altem Kunstrasen gewonnen wurde, und PureSelect, einer Füllung aus zerkleinerten Olivenkernen, zum Einsatz.

Die ProMax HydroFlex Sport-Füllungslösung von Tarkett wird in Deutschland hergestellt und besteht in Europa zu 30% aus recyceltem Polyethylen, das von ausgedienten Kunstrasenfeldern stammt.

In den USA hat Tarkett recyceltes Post-Use-PVB in den Designboden Ethos Modular mit Omnicoat Technology integriert. Dabei handelt es sich um eine hochwertige Bodenlösung mit weicher Oberfläche, die aus gesunden und sicheren Materialien hergestellt wird, u.a. aus 33% recyceltem Post-Consumer-Kunststoff. Von 2004 bis 2021 hat der Bodenbelagshersteller hierfür etwa 37.000 Tonnen PVB-Folien von rund 36 Mio. Windschutzscheiben wiederverwertet.

Im Rahmen des Tarkett Cares-Programms und zur Unterstützung lokaler Gemeinschaften wurden die Teams des Unternehmens in über 700 Initiativen eingebunden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben dabei 3.300 Tage ehrenamtlich gearbeitet und im Zeitraum von 2017 bis 2021 über eine Million Euro an Produktspenden erhalten.

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