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Markt für Bodenbeläge und Parkett profitierte 2020 von Wohnungsbau und Renovierung

(30.5.2021) Wirtschaftliche Verwerfungen waren 2020 bei Bodenbelägen und Parkett „nur“ im Nicht-Wohnbau zu spüren. Der Wohnungsmarkt wuchs indessen signifikant rascher als 2019 - nicht zuletzt, weil erkennbar mehr renoviert wurde als in den Jahren davor: Insgesamt erhöhten sich 2020 die Herstellererlöse laut aktueller Daten von Branchenradar.com um 1,9% gegenüber dem Vorjahr auf rund 2,80 Mrd. Euro.

Zuwächse gab es konsequenterweise nur in jenen Warengruppen, die vorrangig im Wohnbereich verwendet werden. Am stärksten expandierte der Markt für Parkett. Die Herstellerumsätze stiegen hier um 7,1%, in der Produktgruppe Landhausdielen sogar um mehr als 10%.

Signifikante Zuwächse gab es auch bei Laminat (+2,3% gegenüber 2019) sowie bei Designbelägen und Vinylparkett (+2,7%), die beide vom Trend zu Holzböden bzw. Holzoptik profitierten.

Elastische und textile Bodenbeläge litten indessen unter der schwachen Nachfrage aus dem Nicht-Wohnbau. Der Markt für klassische elastische Bodenbeläge (ohne Designbeläge und Vinylparkett) entwickelte sich nur seitwärts, bei textilen Bodenbelägen sanken die Erlöse um 2,3%.

Perspektivisch rechnet Branchenradar.com mit einer zunehmenden Marktdynamik, wenngleich diese mehr aus steigenden Preisen als aus einer Ausweitung der Nachfrage resultieren dürfte. Denn die Rohstoffpreise zogen in den letzten Monaten enorm an, so dass bereits im laufenden Jahr mit einem Preisauftrieb von mehr als drei Prozent zu rechnen ist, der sich im kommenden Jahr vermutlich auf vier Prozent erhöht.

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