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WEF: Global Risks Report 2026 veröffentlicht

(15.1.2026) Extremwettereignisse und der Verlust von Biodiversität und Ökosystemen, können sich zu den größten globalen Risiken der kommenden zehn Jahre entwickeln. So das Ergebnis des aktuellen „Global Risks Report 2026” des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Bild: WEF 

Jährlich führt das Weltwirtschaftsforum eine Umfrage zur Wahrnehmung globaler Risiken unter mehr als 1.300 Experten aus Unternehmen, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft durch. Unsicherheit ist das bestimmende Thema der globalen Risikoaussichten im Jahr 2026. Zudem sahen 50% der Befragten die kurzfristige globale Perspektive in den nächsten 2 Jahren negativ und 57 % erwarten einen starken Anstieg der Risiken in den nächsten 10 Jahren, nur 1 % erwarten Ruhe.

2026 bleibt die weltweite Biodiversitätskrise das zweitgrößte Langfrist-Risiko: Nur biologisch vielfältige Ökosysteme sind resilient genug, um die für uns Menschen unverzichtbaren „Ökosystem­leistungen” dauerhaft bereitzustellen. Dazu gehören z.B. Trinkwasser, Atemluft, fruchtbare Böden, Pflanzenbestäubung – aber auch die Klimaregulierung und der Schutz vor Hitzewellen und Über­schwem­mungen. Eine intakte, vielfältige Natur kann Extremwetter verhindern und dessen Folgen dämpfen. Doch die Vielfalt von Pflanzen, Tieren und Ökosystemen ist stark rückläufig.

Quelle: WEF, Global Risks Reports 2025 und 2026, Grafik: KfW 

Auch mit Blick auf die kommenden zwei Jahre gehören Extremwetter und Biodiversitätsverlust zu den schwerwiegendsten Risiken (von insgesamt 33 untersuchten), doch kurzfristig dominieren technologische und politische Risiken: Desinformation, gesellschaftliche Polarisierung – und nach einem sprunghaften Anstieg die geoökonomische Konfrontation.

„Eine neue Wettbewerbsordnung nimmt Gestalt an, da die Großmächte versuchen, ihre Interessensgruppen zu sichern. Diese sich verändernde Landschaft, in der die Zusammenarbeit deutlich anders aussieht als gestern, spiegelt eine pragmatische Realität wider: kollaborative Ansätze und der Geist des Dialogs bleiben unerlässlich”, sagte Børge Brende, Präsident und CEO des Weltwirtschaftsforums.

„Der Global Risks Report bietet ein Frühwarnsystem, da das Zeitalter des Wettbewerbs die globalen Risiken - von der geoökonomischen Konfrontation über unkontrollierte Technologie bis hin zur steigenden Verschuldung - verschärft und unsere kollektive Fähigkeit, sie zu bewältigen, verändert. Aber keines dieser Risiken muss auch eintreten”, so Saadia Zahidi, Geschäftsführerin des Weltwirtschaftsforums. „Die in dem Bericht hervorgehobenen Herausforderungen unterstreichen sowohl das Ausmaß der potenziellen Gefahren, mit denen wir konfrontiert sind, als auch unsere gemeinsame Verantwortung, die Zukunft zu gestalten.”

Der Global Risks Report 2026 steht zum kostenlosen PDF-Download unter weforum.org zur Verfügung.

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