GaLaBau 2026: Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und Fachkräftesicherung im Fokus
(19.2.2026) Die Fachmesse GaLaBau stellt für 2026 drei zentrale Zukunftsthemen in den Vordergrund: Nachhaltigkeit, Klimaanpassung und die Sicherung qualifizierter Fachkräfte. Im September werden auf der Veranstaltung unter anderem Ideen und Produkte für klimaresiliente Stadtgestaltung, emissionsarme Maschinentechnik sowie praxisorientierte Konzepte zur Nachwuchsförderung gezeigt. Zu den angekündigten Highlights zählen der Grün-Blaue Pfad, die E-Mobility Area und der Landschaftsgärtner-Cup.
Nachhaltigkeit und Klimaanpassung
„Unsere grünen Projekte werden als naturbasierte Lösungen für ein besseres Klima, mehr Biodiversität und öffentliche Gesundheit geschätzt”, so Egbert Roozen, Generalsekretär der europäischen Vereinigung des Garten-, Landschafts- und Sportplatzbaus (ELCA).
Auf der Messe werden Ansätze präsentiert, die zeigen, wie grüne Infrastruktur zur Abmilderung von Hitze, zur besseren Regenwasserbewirtschaftung und zur Stärkung städtischer Ökosysteme beitragen kann. Der Grün-Blaue Pfad macht diese Zusammenhänge anschaulich; die E-Mobility Area demonstriert darüber hinaus, wie elektrische Arbeitsgeräte und Fahrzeuge helfen, Emissionen im Bereich Garten- und Landschaftsbau zu reduzieren.
Innovative Ansätze auf kommunaler Ebene gefragt
„Wir erleben in Städten und Gemeinden ganz konkret, wie wichtig hitzereduzierende Freiräume, durchdachte Regenwasserkonzepte und widerstandsfähige Pflanzenverwendungen werden”, erklärt Dirk Böcker, Geschäftsführer des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL).
Prof. Stephan Lenzen, Präsident des Bunds Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) fasst wie folgt zusammen: „Das Gebot der Stunde: grün-blaue-bunte Infrastrukturen. Blau steht für das Wassermanagement in Zeiten zunehmender Hitze und Trockenheit, grün für Vegetation, Biodiversität und ökologische Funktionen. Bunt ergänzt diese Perspektive um die soziale Dimension der Diversität.”
Damit kommt der GaLaBau-Branche eine Schlüsselrolle im Umgang mit den Folgen des Klimawandels zu – verbunden mit Chancen ebenso wie Verantwortung. Gleichzeitig sehen sich zahlreiche Städte und Gemeinden erheblichen finanziellem Druck gegenüber. Nach Einschätzung von Stephan Lenzen sind daher vor allem auf kommunaler Ebene innovative Konzepte und klare Prioritäten in der Planung erforderlich, um zukunftsweisende Vorhaben auch mit beschränkten Mitteln umsetzen zu können.
Fachkräftemangel: Die zweite große Baustelle
Die Branche sieht neben Klimafragen den Fachkräftemangel als zweite große Herausforderung: Viele Betriebe in Europa berichten über Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu gewinnen - besonders in den Bereichen Bauleitung und Projektmanagement. Ursachen werden in zunehmender Projektkomplexität, einem Imageproblem bei jungen Menschen sowie in begrenzten politischen Spielräumen für Fachkräftezuwanderung gesehen. Vor diesem Hintergrund fordern Branchenvertreter strukturelle Maßnahmen zur Nachwuchsgewinnung und verstärkte Angebote zur beruflichen Weiterbildung.
Ausbildung und Fachkräftegewinnung als Schlüssel für die Zukunft
Für Egbert Roozen ist klar: „Die berufliche Ausbildung innerhalb der EU – Union of Skills – ist 2026 ein Schwerpunktthema für die ELCA. Eine unserer Initiativen im kommenden Jahr ist die Gründung eines europäischen Netzwerks von Zentren für berufliche Exzellenz in unserem Sektor, um den europäischen Austausch über berufliche Bildung und lebenslanges Lernen zu fördern.”
Auch auf die GaLaBau 2026 werden Hoffnungen gesetzt. Diese bietet einen Rahmen die Potenziale des Berufes Landschaftsgärtners an einem Ort zu vermitteln. Parallel dazu bieten Formate wie der Landschaftsgärtner-Cup eine Bühne, um jungen Menschen die Vielfalt, Verantwortung und Zukunftsperspektiven des Berufsbildes praktisch erlebbar zu machen.
Die GaLaBau 2026 als Trendsetter
Isabel Grundner, Veranstaltungsleitung der GaLaBau, fasst die Bedeutung der GaLaBau zusammen: „Die jüngsten Extremwetterereignisse – von Hitzeperioden bis Starkregen – stellen Städte und Gemeinden vor enorme Herausforderungen. Deutschlands Städte müssen grüner werden, trotz begrenzter Flächen. Parallel dazu bleibt die Gewinnung und Bindung von Nachwuchskräften eine zentrale Aufgabe. Innovation und Weiterentwicklung sind gefragt – umso wichtiger ist es, der Branche Plattformen wie die GaLaBau in Nürnberg zu bieten, um sich zu informieren, auszutauschen und am Puls der Zeit zu bleiben.”
Die GaLaBau findet vom 15. bis 18. September 2026 in Nürnberg statt.
siehe auch für zusätzliche Informationen:
ausgewählte weitere Meldungen:
- bdla zur zukunftsgerichteten Weiterentwicklung des Baugesetzbuches (20.1.2026)
- Regenwassermanagement mit BIRCOrainblock (15.1.2026)
- WEF: Global Risks Report 2026 veröffentlicht (15.1.2026)
- Die GaLaBau mit neuem Führungsteam: Isabel Grundner übernimmt die Veranstaltungsleitung (2.10.2025)
siehe zudem:
- GaLaBau, Aussenbeläge im Outdoor-Magazin zudem Stadtplanung und Architektur auf Baulinks
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