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DAM Ausstellung: „Die Stadt ist der Sport - Städte in Bewegung”

(20.2.2026) Sport, Bewegung und körperliche Aktivität sind zentrale Bestandteile des sozialen Lebens in Städten. Fußball im Park, Street-Workout auf öffentlichen Plätzen oder Joggen, Walken und Radfahren im Quartier finden zunehmend im öffentlichen Raum statt.

Die Ausstellung „Die Stadt ist der Sport – Städte in Bewegung” im Deutsches Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main stellt zwölf europäische Projekte vor, die Sport und Bewegung in unterschiedlicher Weise in den Stadtraum integrieren. Gezeigt werden unter anderem ein innerstädtisches Fußballfeld, multifunktionale Flussuferparks sowie Schulhöfe, die sich für das umliegende Quartier öffnen. Die in den vergangenen 15 Jahren realisierten Projekte reichen von umfassenden Neugestaltungen über Umnutzungen bis hin zu kleineren gestalterischen Eingriffen im Bestand.

Bekkelagsbadet, Oslo (Bild: Tove Lauluten) 

Die Ausstellung ist interaktiv angelegt: Besucher können verschiedene Bewegungsangebote vor Ort nutzen, darunter einen Mattenbereich, eine Crocket-Station und eine Kegelbahn. Ergänzend finden Workshops und Sportveranstaltungen in Kooperation mit dem Sportkreis Frankfurt statt.

Der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, Mike Josef, betont: „Gerade in unseren aktuell herausfordernden Zeiten zählt der gesellschaftliche Zusammenhalt. Sport verbindet. Und auch die Kultur schafft Orte des Austauschs. Mit der Ausstellung „Die Stadt ist der Sport“ im Deutschen Architekturmuseum kooperieren diese beiden gesellschaftlich hochrelevanten Säulen direkt miteinander. Und nehmen dabei die Stadt als Lebensraum in den Fokus. Herausragend gestaltete Projekte wie Superkilen in Kopenhagen zeigen wie gewinnbringend der Sport für den urbanen Raum sein kann und wie so lebendige, vielfältige, bunte Orte für alle Menschen entstehen können.”

Andrea Jürges, stellvertretende Direktorin des DAM, ergänzt: „Unsere Kooperation mit dem Sportkreis – die im öffentlichen Stadtraum schon seit mehreren Jahren besteht – bereichert nun auch die Ausstellung im Museum mit Veranstaltungen unterschiedlicher Sportarten. Wir freuen uns auf unser Auditorium als Sportarena.”

Roland Frischkorn, Vorsitzender des Sportkreis Frankfurt, sagt: „Sport verbindet Menschen über Alters-, Leistungs- und Herkunftsgrenzen hinweg. Sport ist das Rückgrat unserer Gesellschaft. Sport schafft Integration und vermittelt Werte wie Respekt, Fairness und Teamgeist. Die Ausstellung im Deutschen Architekturmuseum bietet mit den Bewegungsstationen Angebote für alle.”

Projekte der Ausstellung

Nachfolgend werden exemplarisch 3 Projekte vorgestellt.

Superkilen

Kopenhagen, Dänemark, 2012

Superkilen befindet sich im multikulturell geprägten Stadtteil Nørrebro. Auf einer ehemaligen Bahnbrache entstand ein öffentlicher Freiraum mit Sport-, Spiel- und Aufenthaltsflächen. Eine durchgehende Fahrradverbindung verknüpft den „Roten Platz“, den „Schwarzen Markt“ und den „Grünen Platz“, die jeweils unterschiedliche Nutzungen ermöglichen.

Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Basketballfeld, ein Thai-Boxring, eine Quarterpipe sowie zahlreiche Objekte aus verschiedenen kulturellen Kontexten. Diese wurden im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens von Anwohnerinnen und Anwohnern ausgewählt. Die Anlage wird für vielfältige Bewegungs- und Freizeitaktivitäten genutzt.

Superkilen, Kopenhagen (Bild: Iwan Baan) 

Hafenpark

Frankfurt am Main, Deutschland, 2015

Der Hafenpark im Osten Frankfurts ist als Sport- und Spielpark konzipiert und bildet den Übergang zwischen Mainufer und städtischem Grüngürtel. Die programmatische Ausrichtung als Bewegungspark basiert auf einer Befragung der Stadtbevölkerung.

Zentrales Element ist ein „Sportband”, das unterschiedliche Angebote bündelt, darunter ein großflächiger Skate- und Bikepark, Ballspielfelder sowie Fitnessbereiche. Ergänzend wurden Grün- und Aufenthaltszonen mit Blickbeziehungen zur Skyline und zur Europäischen Zentralbank geschaffen. Das Projekt verdeutlicht, wie großmaßstäbliche Sportinfrastruktur in eine öffentliche Parklandschaft integriert werden kann.

Hafenpark Frankfurt (Bild: Nikolai Benner) 

The Urban Sport Zone (Sportheldenbuurt)

Amsterdam, Niederlande, 2020

Das Wohngebiet „Sportheldenbuurt” auf Zeeburgereiland im Osten von Amsterdam umfasst rund 2.500 Wohnungen und drei Schulen. Zentrale Anlage ist die Urban Sport Zone mit Fitnessparcours, Spiel- und Sportflächen sowie der größten Skateanlage der Niederlande. Die Anlage richtet sich an unterschiedliche Nutzergruppen wie Skater, BMX-Fahrer, Scooter- und Inline-Skater – vom Anfänger- bis zum Fortgeschrittenenniveau.

Sportheldenbuurt Urban Sport Zone, Amsterdam (Bild: Skate-on) 

Der Park entstand im Rahmen eines Beteiligungsprozesses. Ein wesentliches Anliegen war die Einbindung der Sportflächen in eine grüne Umgebung. Ergänzend wurden Sitz- und Spielangebote für Nicht-Skater geschaffen sowie Wegeführungen so gestaltet, dass Konflikte zwischen unterschiedlichen Nutzungen reduziert werden.

Ausstellungseröffnung:

  • Freitag, 20. Februar 2026, 19 Uhr

Öffentliche Führungen:

  • Samstags und sonntags, 15 Uhr

DAM Öffnungszeiten:

  • Di/Do–So 11–18 Uhr, Mi 11–20 Uhr, Mo geschlossen

Ausstellungszeitraum:

  • 21. Februar – 7. Juni 2026

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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