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Einfache Messlehren für ein zuverlässiges Rissmonitoring

(27.11.2011) Risse können äußere Anzeichen für eine gefährdete Stabilität und Sicherheit von Bauwerken sein. Die Rissüberwachung und Analyse der Rissbewegungen ist somit eine unumgängliche Vorbedingung für jede Entscheidung, die in Hinblick auf die notwendigen Instandsetzungsarbeiten und Sanierungen zu treffen ist.


Die G1-Riss-Messlehre empfiehlt sich für Risse mit parallelen Rändern. (Bild vergrößern)

Bei seinen Gutachten sah sich der Bausachverständige Jeanpierre Saugnac sehr schnell mit einer unzureichenden Zuverlässigkeit der Gipsprüfungen konfrontiert, die er als "falsche Zeugen“ bezeichnete: Sie lösen sich regelmäßig im Laufe der Beobachtung und erlauben somit kein präzises Rissmonitoring. Sie durch elektronische Messsysteme zu ersetzen, ist aufgrund von budgetären Beschränkungen häufig jedoch nicht möglich.


G5 misst den Verlauf einer Neigung oder einer Verfor­mung (Bild vergrößern)
  

Um die Nachteile dieser zwei Messgerätetypen zu beseitigen, entwarf Jeanpierre Saugnac 1974 die Riss-Messlehre G1 (Bild oben) und entwickelte anschließend eine umfangreiche Palette an Messlehren (mehr als 10 Lehren werden bis dato angeboten), die einfach anzubringen sind, keine elektrische Energieversorgung benötigen, auf 1/10 mm genau messen und dabei ausgesprochen preisgünstig sind.

Die Messgeräte basieren auf einem Nonius, der auch bei Messschiebern verwendet wird. Die feststehenden Teile der Lehre werden auf beiden Seiten des Risses durch doppelseitigen Selbstkleber oder durch Schrauben am Bauwerk fixiert. Der bewegliche Teil der Messlehre verschiebt sich automatisch mit jeder Veränderung des Risses.

Durch die Kombination mehrerer Messlehren können auch komplexe Verformungen analysiert werden. Zum Beispiel kann mit einer Lehre des Typs G1 die Breite eines Risses mit parallelen Kanten gemessen werden und so ein Bruch durch Zugkraft festgestellt werden.

Die Lehre G3 (Bild rechts) macht wiederum andere Verformungen sichtbar, wie vertikalen Versatz, horizontale Verschiebung, Neigung, Fugenbildung oder ganz allgemein Bewegungen, die entweder senkrecht oder parallel zu einer Bezugsebene erfolgen. Diese Messlehre ist ebenfalls geeignet für die Messung von Durchbiegungen.

Mit einer Lehre vom Typ G6 kann wiederum ein Riss mit unregelmäßigem Kantenabstand vermessen werden, der einen durch Zugkraft und Rotation verursachten Bruch sichtbar macht:

Mithilfe der Messgeräte kann ein Sachverständiger bewerten, ob der Riss stabil ist und repariert werden kann oder ob er sich weiter verändert. Durch die kontinuierliche Überwachung der Risse wird die Art der Bauwerksverformung ermittelt, die die Ursache der Störung darstellt. Handelt es sich um langsame Veränderungen, kann die Dauer der Beobachtung dementsprechend verlängert werden. Das Sortiment von Messlehren ermöglicht die Überwachung verschiedener Verformungsarten wie Verbreiterung der Risse, Versatz, Drehung und Neigung.

Weitere Informationen zum Messlehren-Sortiment können per E-Mail an Saugnac Messgeräte angefordert werden.

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