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ZVEI bekräftigt Prognose von 5% Wachstum 2012 für die Elektroindustrie

ZVEI-Präsident Friedhelm Loh
ZVEI-Präsident Friedhelm Loh
  

(23.4.2012; Hannover-Messe) Die deutsche Elektroindustrie bekräftigt anlässlich der Hannover Messe ihren Optimismus für dieses Jahr. „Die aktuellen Daten zur Konjunktur, die Entwick­lung des Geschäftsklimas, die Lagebeurteilung sowie die Ex­port­erwartungen der Unternehmen stimmen uns sehr zuver­sichtlich“, sagte ZVEI-Präsident Friedhelm Loh. „Deshalb halten wir für 2012, bestärkt auch durch das Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsforscher, an unserem Ausblick von plus fünf Pro­zent preisbereinigtes Produktionswachstum fest.“ Der Bran­chenumsatz werde auf 185 Milliarden Euro wachsen und damit die beiden Spitzenjahre 2007 und 2008 - jeweils 182 Milliarden Euro - übertreffen. Unterlegt werde diese Prognose durch die Ergebnisse einer aktuellen ZVEI-Konjunkturumfrage. „Danach gehen 93 Prozent der Unternehmen von weiter steigenden Erlösen in 2012 aus“, sagte Loh. Nur sieben Prozent der Unter­nehmen erwarteten eine Stagnation oder einen Rückgang.

Dass die deutsche Elektroindustrie sehr gut dastehe, zeigten die wichtigsten Zahlen aus 2011:

  • Die um Preiseffekte bereinigte Produktion habe im vergangenen Jahr um 13 Prozent zugenommen. „Damit haben wir die alte Stärke wie vor der weltweiten Finanzkrise wieder erreichen können“, unterstrich Loh.
  • Der Umsatz sei um neun Prozent auf 178 Milliarden Euro gestiegen.
  • Das Exportgeschäft habe mit 155 Milliarden Euro, ein Plus von fünf Prozent, eine neue Rekordmarke erreicht.

Zum diesjährigen Partnerland der Hannover Messe, China, betonte Loh, dass von den 134 Milliarden Euro Einfuhren der deutschen Elektroindustrie 33 Milliarden Euro aus dem Reich der Mitte stammen. China sei heute mit einem Anteil von 25 Prozent der größte ausländische Lieferant für den deutschen Elektromarkt. Fast zwölf Milliarden Euro, knapp ein Viertel der Elektro-Exporte in die Schwellenländermärkte, gingen mittlerweile nach China. Vor gerade einmal zehn Jahren seien es nur drei Milliarden Euro gewesen. Der chinesische Markt sei für die deutsche Elektroindustrie heute mehr oder weniger gleichrangig mit den Exportmärkten USA und Frankreich, sagte Loh.

Er forderte die Bundesregierung auf, sich stärker für das Thema Energieeffizienz einzu­setzen. Sie sei zugleich Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung der Energiewende in Deutschland und wichtige Basis des wirtschaftlichen Erfolges der deutschen Wirt­schaft auf den Weltmärkten. „Dabei wird man nicht umhin kommen, über Jahre und Jahrzehnte lieb gewonnene Subventionen zu hinterfragen“, sagte Loh.

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