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Struktur und Konjunktur der deutschen Sanitärwirtschaft

(19.11.2012, Welttoilettentag) Die deutsche Sanitärwirtschaft setzt sich aus Unternehmen verschiedener Sparten der Indus­trie, des Produktionsverbindungshandels und des Handwerks bzw. Ausbaugewerbes zusammen.

Zu der Sanitärindustrie gehören die Hersteller von Sanitär­keramik, von Acryl- und Stahlwannen, von Duschabtren­nun­gen, Armaturen und Brausen, sowie von Badmöbeln und Bad­accessoires. Ebenfalls dazu zählen die technischen Gebäude­armaturen und die Hersteller von Installationssystemen hinter der Wand. Zusammen genommen sind dies in 2012 etwa 276 Unternehmen mit rund 97.000 Beschäftigten.

Der Bereich des Handels umfasst vor allem den Fachgroßhandel mit Sanitärprodukten und dem gesamten weiteren Angebot an haustechnischen Erzeugnissen. Derzeit sind dies rund 270 Unternehmen mit rund 43.000 Beschäftigten.

Die letzte Stufe im dreistufigen Vertriebsweg bilden die installierenden Unterneh­men. Dazu gehören sowohl die kleinen SHK-Handwerksbetriebe, d.h. die Installateure und Heizungsbauer, die Klempner sowie die Ofen- und Luftheizungsbauer als auch die industriellen installierenden Firmen der technischen Gebäudeausrüstung. Diese zusam­mengefassten ca. 52.960 Unternehmen machen mit geschätzten 340.000 Beschäftig­ten unverändert die größte Gruppe der Sanitärwirtschaft aus.

Anhaltend gute Entwicklung auch in 2012

Auf Basis aktueller ifo-Schätzungen steigt der Umsatz der Sanitärwirtschaft 2012 um nominal über 2,4% auf 21,3 Mrd. Euro (2011: 20,8 Mrd. Euro):

Während das Inlandsgeschäft um gut 1,7% auf 17,8 Mrd. Euro (nach 17,5 Mrd. Euro) wuchs, klettern die Verkaufserlöse im Ausland um etwa 5,9% auf 3,5 Mrd. Euro (nach 3,3 Mrd. Euro). Der hohe prozentuale Anstieg im Auslandsgeschäft ist allerdings vor­rangig auf die langsame Erholung der Auslandsmärkte zurückzuführen, wo es 2009 zu einem erheblichen Rückgang kam. Das Inlandsgeschäft hat die Krise weitgehend unbe­schadet überstanden, seit Jahren wurden stetig Umsatzzuwächse erreicht, 2011 be­trug der Zuwachs sogar 5,3%. Dementsprechend beurteilen die Firmen auch die ge­genwärtige Konjunkturlage laut SHK-Konjunkturbarometer seit Monaten sehr positiv.

Ausblick 2013 gedämpft positiv

Der Ausblick auf 2013 ist für die Branche gedämpft positiv. Insgesamt erwartet man zumindest ein leicht einstelliges Wachstum.

Haustechnik, Beschäftigte und Nachwuchssorgen

In der kompletten deutschen haus- und gebäudetechnischen Branche, die neben dem Sanitärsektor die Wirtschaftszweige Heizung, Klima und Lüftung umfasst, steigert sich der konsolidierte Gesamtumsatz 2012 laut ifo um 2,7% auf 51,2 Mrd. Euro (nach 49,8 Mrd. Euro) und hat damit erstmals die 50 Milliarden-Grenze überschritten! Im Inland steigt der Umsatz von 41,2 Mrd. Euro in 2011 um 1,5% auf 41,8 Mrd. Euro in 2012 und das Auslandsgeschäft von 8,6 Mrd. Euro in 2011 sogar um 8,1% auf 9,4 Mrd. Euro in 2012.

Bei den Mitarbeiterzahlen stieg die Zahl der Gesamtbeschäftigten in 2012 auf 480.000. Seit 2009 hat die Haustechnikbranche damit gut 20.000 neue Arbeitsplätze geschaf­fen. Die SHK-Branche befürchtet allerdings einen verschärften Nachwuchs- und Fach­kräftemangel in den nächsten Jahren, insbesondere beim Handwerk. Die Branche muss alles dafür tun, die Attraktivität ihrer vielfältigen Zukunftsberufe adäquat zu vermit­teln. Es gilt, primär durch eigene Anstrengungen engagierte Mitarbeiter zu finden und konsequent zu qualifizieren - wie zum Beispiel mit der VDS Bad-Akademie.

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