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„Industrie 4.0“, „Integrated Industry“, „Smart Factory“ und „Digital Factory“: Wo stehen wir damit?

(18.4.2013; Hannover Messe-Bericht) Erneut war die Digital Factory in Halle 7 das ITK-Zentrum innerhalb der Hannover Messe. Wie wichtig die Informationstechnologie (IT) als Innovationstreiber für die Industrie ist, wurde an den Messeständen der Aus­steller deutlich: PLM, ERP, MES oder CAx - die zentralen Themen der Digital Factory waren ebenso Gegenstand der Fachgespräche wie die richtungweisenden Diskussionen rund um Industrie 4.0. Eigens dafür gründeten die Branchenverbände VDMA, ZVEI und Bitkom eine eigene Geschäftsstelle und gaben den Startschuss dazu auf der Messe. Entlang des Leitthemas „Integrated Industry“ bildeten die Unternehmen anschaulich die Vernetzung der realen und digitalen Unternehmenswelt ab und diskutierten die be­sonderen Herausforderungen bei der Durchgängigkeit der Daten von der Produktent­wicklung über Produktionsplanung und Produktion bis hin zum Service. Ein besonderes Highlight der Digital Factory war das erste CAE-Forum mit dem Fokus auf den Bereich der numerischen Simulation. Vertreter aus Industrie und Hochschule griffen in Fach­vorträgen Themenbereiche wie IT-Services und Qualitätssicherung in der virtuellen Produktentwicklung auf.

„Industrie 4.0“

...  ist ein Zukunftsprojekt in der Hightech-Strategie der Bundesregierung,, mit dem die Informatisierung der klassischen Industrien, wie z.B. der Produktionstechnik, vo­rangetrieben werden soll. Das Ziel ist die intelligente Fabrik (Smart Factory), die sich durch Wandlungsfähigkeit, Ressourceneffizienz und Ergonomie sowie die Integration von Kunden und Geschäftspartnern in Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse aus­zeichnet. Technologische Grundlage sind Cyber-physische Systeme und das Internet der Dinge.

Die Bezeichnung „Industrie 4.0“, die erstmals 2011 zur Hannovermesse die Runde machte, soll die vierte industrielle Revolution zum Ausdruck bringen - nach ...

  • der ersten industriellen Revolution, die uns die Mechanisierung mit Wasser- und Dampfkraft brachte,
  • der zweiten industrielle Revolution, die für Massenfertigung mit Hilfe von elektri­scher Energie steht, sowie nach
  • der Digitalen Revolution, durch die der Einsatz von Elektronik und IT zur weite­ren Automatisierung der Produktion üblich wurde.

VDE-Studie: „Industrie 4.0“ lässt jedoch auf sich warten

„Industrie 4.0“ wird kommen - allerdings nicht vor 2025. Acht von zehn Unternehmen und Hochschulen sehen dies so, nur eine Minderheit (zwei von zehn) glaubt an eine frühere Realisierung. Die größten Bremsklötze sind IT-Sicherheitsprobleme, fehlende Normen und Standards sowie der hohe Qualifizierungsbedarf. 47 Prozent der Befragten meinen, die Hochschulen sind auf „Industrie 4.0“ nicht gut vorbereitet. Nachholbedarf bei der Qualifizierung mahnen vor allem die Hochschullehrer an - dies sind Ergebnisse eines aktuellen VDE-Trendreports, einer Umfrage unter den 1.300 VDE-Mitgliedsunter­nehmen und Hochschulen. Vier von zehn Befragten glauben, dass Industrie 4.0 einen wichtigen Pfad zur Re-Industrialisierung Europas eröffnet. In der Frage, ob die Revo­lutionierung der Produktionsprozesse mehr Arbeitsplätze schafft, ist die Hälfte unent­schieden.

73 Prozent der befragten Unternehmen und Hochschulen sind allerdings der Meinung, dass „Industrie 4.0“ den Wirtschaftsstandort Deutschland stärken wird. Fünf von zehn sprechen Deutschland eine führende Stellung bei der intelligen­ten Produktionstechnologie zu. Profitieren werden insbesondere die Branchen ...

  • Automobilbau (65 Prozent),
  • Maschinenbau (55 Prozent) sowie
  • die Elektrotechnik (48 Prozent) und
  • die IKT-Branche (31 Prozent).

Von den Smart Factories versprechen sich 75 Prozent eine größere Flexibilität. 60 Pro­zent erhoffen sich mehr Effizienz im Verbrauch von Ressourcen, speziell von Energie (42 Prozent). Kostenvorteile erwarten 45 Prozent der Befragten, Einflüsse auf die Qualität der Produkte oder die Störanfälligkeit der Prozesse dagegen nur eine Minder­heit.

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