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VDI-Umfrage: Viele deutsche Kommunen für die Digitalisierung ihrer Welt nicht bereit

(26.2.2017) 42% der deutschen Kommunen sind nur teilweise auf die mit der Digitalisierung einhergehenden Veränderungen vorbereitet. Ein Fünftel fühlt sich sogar schlecht aufgestellt - dies geht aus einer Kommunalbefragung sämtlicher 11.084 Gemeinden in Deutschland hervor, die der VDI zusammen mit der Universität Hohenheim durchgeführt hat. Über 10 Prozent der (Ober-)Bürgermeister haben sich daran beteiligt, die alle Gemeindegrößen repräsentieren. Der VDI hat die Ergebnisse der Befragung im Rahmen der Messe BAU 2017 in München vorgestellt.

Die Vorbereitung der Kommunen auf die Digitalisierung


Quelle: Seite 10 der Broschüre zur Kommunalbefragung der VDI-Initiative Stadt:Denken

Digitalisierung ist ein Querschnittsthema und kann sowohl in der Privatwirtschaft (Breitbandausbau), als auch in Verwaltungsabläufen und der Stadtinfrastruktur (z. B. Mobilität) zu weitreichenden Verbesserungen führen. „Vom papierlosen Büro über die digitale Verwaltung bis hin zur Smart-City – die Potenziale der Digitalisierung gewinnbringend zu nutzen, sind in den Kommunen noch lange nicht ausgeschöpft“, sagt Dipl.-Ing. Christof Kerkhoff, Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik. Ein einfaches Beispiel: Für ein Viertel der Kommunen konnte im Vorfeld der Online-Befragung noch nicht einmal eine allgemeine E-Mail-Adresse ermittelt werden.

Fehlender Breitbandanschluss eine große Hürde

Doch was hindert die Kommunen an der Digitalisierung? Hier geben die Befragten vor allem finanzielle (53%) und technische (46%) Hürden an. Technisch wird fast ausschließlich der fehlende Breitbandanschluss genannt. Dies liegt zum einen an der ländlichen Struktur und flächenhaften Zersplitterung der Gemeinden, aber auch an fehlender Beratung. Zudem gäbe es kaum Normierungen von Software-Angeboten.

Während Klimaschutz-, Verkehrs- und Stadtentwicklungskonzepte weit verbreitet sind, liegen Breitbandausbaukonzepte nur in wenigen der befragten Kommunen vor. Ein Grund: Die Kommunen sehen das Thema Digitalisierung als eine freiwillige Aufgabe. Einige von ihnen fordern daher Bund und Länder auf, ihrer Pflicht zum Aufbau einer übergeordneten Digitalinfrastruktur nachzukommen. Viele Kommunen sind angesichts der finanziellen Beteiligung am Ausbau überfordert und klagen über mangelhafte Förderung bzw. über sehr komplizierte Förderrichtlinien. Auch die mangelnde Anzahl an geschultem Personal spielt eine große Rolle (43%). In den Verwaltungen der Kommunen sei eine Umstellung kaum durchsetzbar, weil aufgrund der Altersstruktur viele Mitarbeiter über geringe Computeraffinität und geringes technisches Know-how verfügten. Hinzu kommen laut Umfrageergebnissen ein Mangel an Fachkräften und das Fehlen eines Organisationskonzepts zum Umstieg.

Smart-City-Planer gewünscht

Bei der Frage nach wünschenswerter Unterstützung wird neben dem finanziellen Aspekt auch immer wieder das Personal genannt. Besser geschultes und mehr Personal oder auch überregionale Kompetenzstellen und externe Berater können den Kommunen auf ihrem Weg zur digitalen Zukunft helfen. Kerkhoff meint: „Ein unabhängiger und für die Kommunen kostenloser Smart-City-Planer könnte fair beraten, ein umfassendes Konzept erstellen und die effizientesten Lösungen finden und so die Kommune sukzessive in ihre Smart-City-Zukunft führen.“

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