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Wintergarten-Fachverband erwartet 2004 und 2005 reales Wachstum


Bild aus der Meldung "Wintergarten ganz aus Glas"
 

(25.11.2004) Im laufenden Jahr erwartet die Interconnection Consulting Group ein Plus von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr beim Absatz von Wintergärten, für 2005 dann ein weiteres Wachstum von 0,9 Prozent. Ganz besonders beliebt sind derzeit Wintergärten als Erweiterung des Wohnraums. Sie vereinigen auf sich einen Anteil von 85 Prozent. Der Anteil anderer Glasanbauten hingegen stagniert nahezu.

Diese Aussichten kann der Erste Vorstand des Wintergarten-Fachverbandes e.V. in Rosenheim, Dipl.-Ing. Franz Wurm grundsätzlich bestätigen, wobei zu den Zahlenangaben keine verbindlichen Aussagen gemacht werden können. Im Fachverband sind führende Hersteller von überwiegend Holz- und Holz-Alu-Wintergärten zusammengeschlossen. Wurm, Inhaber eines Ingenieurbüros sowie anerkannter Referent für das Bauen mit Glas und zugleich öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, beobachtet, dass immer mehr Kleinbetriebe sowie Montagetrupps aus den unterschiedlichsten Gewerken mangels Beschäftigung in ihrem traditionellen Geschäft sich im Wintergartenbau "versuchen". Er beurteilt diese Entwicklung skeptisch und rät dem Endverbraucher bzw. Bauherren, bewusst nach Qualitätskriterien auszuwählen und nicht vordergründig nach dem Preis. Nach seinen Worten nimmt der Fachverband, was Technik, Design und Qualität betrifft, im Wintergartenbau die führende Stellung ein. Er habe sie sich seit seiner Gründung vor fünfzehn Jahren durch Fachkompetenz in Theorie und Praxis erworben und baut sie durch stetige Weiterbildung, Forschung, Lehre und Entwicklung kontinuierlich aus. Etliche seiner Mitgliedsbetriebe haben in der letzten Zeit ihre Service- und Beratungsleistungen noch verstärkt. So zum Beispiel durch das Trend-Thema Feng Shui mit einem ausführlichen Beratungsangebot für die Gestaltung von Wintergärten, intensive Planung und Gestaltung der Bepflanzung sowie die jährliche Zustandsprüfung dieser Bauwerke mit Wartung und Pflege.

Nach dem Bau noch mancherlei Ergänzungsbedarf

Der Verbandsvorsitzende weist auch darauf hin, dass der Bau von Wintergärten oftmals in hervorragenden Maß zusätzliche Nachfrage von Ergänzungsprodukten für das Wohnen nach sich zieht. Das gelte besonders für hochwertiges Mobiliar, durchdachte Beleuchtung und dekoratives Interieur sowie Gartenmöbel für die angrenzende Terrasse. Diese zusätzlichen Einrichtungen könnten dann, am besten auf Grund der Beratung bei der Planung des Wintergartens, vom Anbieter oder örtlichen Betrieben bezogen werden.

58.600 Wintergärten in 2004

In den letzten drei Jahren dürfte der Gesamtverkauf von Wintergärten in Deutschland wertmäßig um 0,9 Prozent auf 1.150.211 Euro zugenommen haben. Es wäre wesentlich mehr geworden, hätte nicht das Jahr 2003 einen Einbruch von 1,7 Prozent gegenüber 2002 gebracht. Nach der verkauften Menge ergibt sich für 2004 voraussichtlich sogar eine Schrumpfung von knapp 0,4 Prozent gegenüber 2001, jedoch ein Zuwachs um 1,25 Prozent gegenüber 2003.

Laut Angaben des Fachverbandes wurden 58.830 Wintergärten im Jahr 2001 abgesetzt , mit 59.150 waren es 2002 zwar wesentlich mehr, aber 2003 kam die Branche nur auf 57.878, woraufhin für 2004 eine Steigerung auf 58.600 erwartet wird. Für 2005 rechnet der Verband mit einer weiteren Steigerung der Umsatzmenge um 0,8-1,0 Prozent, was aber nicht zwangsläufig auf eine Steigerung des Umsatzwerts um 1,1 Prozent hinauslaufen dürfte, da der "Billigpreis" auf Kosten der Qualität zur Zeit die Runde macht.

Bei den verwendeten Materialien schätzen die Kunden immer mehr eine Kombination von Holztragekonstruktionen und Aluminiumverkleidung. Die Vorteile liegen auf der Hand: Das witterungsbeständige Aluminium garantiert völlige Wartungsfreiheit, während naturnahe Materialien im Innenraum für Wärme, Behaglichkeit und Wohlgefühl sorgen.

Beschränkte Eigenheimzulage - Vorzieheffekt

Wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der letzten zwei Jahre hatte eine steuerrechtliche Änderung: Die Eigenheimzulage wurde mit Wirkung vom 1.1.2004 für Aus- und Erweiterungsbauten abgeschafft. Darauf hin schnellten die Baugenehmigungen für nachträgliche Einbauten im letzten Quartal des Jahres 2003 in die Höhe. Das führte zu einem Anstieg der Fertigstellungen in diesem Zeitraum sowie einem Plus im 1. Halbjahr des folgenden Jahres. Offensichtlich ist hier ein Vorzieh-Effekt zustande gekommen, auf Grund dessen im Jahr 2005 nur mehr ein moderates Wachstum bei nachträglichen Anbauten von max. 0,6 Prozent zu erwarten ist.

Neuerungen sollten die Nachfrage anregen

Der Neubau hingegen verliert immer mehr Kraft als Wachstumstreiber. Fachverbandsvorsitzender Wurm meint daher, die qualifizierten Wintergartenbauer sollten die Nachfrage in der Wohnraumerweiterung aktiv anregen. Sie sollten mit Ihren hochwertigen Produkten und fachkundiger Beratung neue Wege zum Kunden finden und mit Innovationen im Bereich von Serviceleistungen, Convenience und Design die Nachfrage stimulieren.

Übrigens: Der Wintergarten-Fachverband hat für Bauherren eine Ratgeber-Broschüre aufgelegt, die über Planung, Bau und Gestaltung informiert sowie traumhafte Eindrücke des Wohnens mit Glas in transparenten Räumen vermittelt.

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