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KfW-Förderung und Check von Heizungspumpen

(1.8.2010) Die KfW-Sonderförderung 431 setzt erfolgreich Anreize für Hauseigentümer zum vorzeitigen Tausch der noch intakten Heizungspumpe gegen eine Hocheffizienzpumpe. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der vom Bundesumweltministerium geförderten Kampagne sparpumpe.de, die auf einer Online-Befragung von knapp 400 Online-Nutzern des Energiespar-Ratgebers PumpenCheck basiert. Der Pumpentausch ist mit Gesamtkosten von etwa 400 Euro im Einfamilienhaus eine der geringinvestiven Maßnahmen, mit der die Stromkosten um drei Viertel gesenkt werden können.


Auswertung des PumpenChecks

In Deutschland gibt es etwa 25 Mio. Heizungspumpen. Der im April 2009 eingeführte staatliche Zuschuss für den Pumpentausch wird von mehr als drei Viertel (81%) der Befragten genutzt. Zwei Dritteln (65%) zeigt erst der PumpenCheck, dass sich der Pumpentausch wirtschaftlich rechnet. "Gerade in Fällen, in denen der Beratungsaufwand für das Handwerk groß und die Gewinnmarge klein ist, lohnt sich der Einsatz von interaktiven und neutralen Online-Tools", erklärt Dr. Johannes D. Hengstenberg, Geschäftsführer der gemeinnützigen co2online GmbH, Projektträger der Kampagne.

Interaktiver PumpenCheck als Einstieg in weitere Maßnahmen

Nach der Beratung mit dem PumpenCheck hat fast jeder Zweite (44%) seine intakte Heizungspumpe vorzeitig ausgetauscht, weitere 37 Prozent planen dies für die Zukunft. 17 Prozent geben an, dass sie nicht nur die Pumpe, sondern auch den Heizkessel tauschen bzw. tauschen werden. "Es ist erfreulich, dass der Pumpentausch der Einstieg zu einer wesentlich umfangreicheren Modernisierungsmaßnahme ist", kommentiert Hengstenberg die Wirkung des PumpenChecks. Mit dem PumpenCheck können Hauseigentümer und Hausverwalter schnell und einfach ermitteln, wann sich der vorzeitige Austausch der Pumpe für sie wirtschaftlich und ökologisch lohnt."

Hydraulischer Abgleich unbekannt und ungenutzt

Der Hydraulische Abgleich, der für eine optimale Wärmeverteilung im gesamten Gebäude sorgt und Einsparungen von 10 Prozent und mehr beim Heizenergieverbrauch bewirkt, wird an den Heizanlagen der Befragten weitestgehend (76%) nicht durchgeführt. Der Grund dafür ist bei fast jedem Dritten (30%) die Unkenntnis des Begriffs bzw. der Maßnahme. Weitere 23 Prozent denken, dass der Hydraulische Abgleich "nicht nötig" sei. "Wir gehen davon aus, dass die Werte in der Gesamtbevölkerung noch extremer ausfallen. Die Potenziale dieser geringinvestiven und für den Klimaschutz bedeutsamen Maßnahme werden leider bei weitem nicht ausgeschöpft", so Hengstenberg.

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