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Freilichtbühne am Killesberg hat neue Sitzplätze aus technisch modifizierten Holz

(7.6.2018) „Wir schließen die SpardaWelt Freilichtbühne am Killesberg!“ Mit dieser Androhung schockte das Stuttgarter Garten-, Friedhofs- und Forstamt 2017 die zahlreichen Fans der idyllischen Anlage. Das Amphitheater (siehe Google-Maps) sei aus diversen Gründen nicht bespielbar - hieß es: u.a. seien die Bänke aus Douglasie nicht mehr als Sitzplatz zumutbar.

Nach Begutachtung und im Zuge der Zusammenarbeit mit der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart fiel dann die Entscheidung: „Wir sanieren!“ In einem ersten Schritt wurde inzwischen das Holz der Sitzbänke inkl. Lehnen erneuert.

Die Besucher sitzen ab sofort auf Kebony - einem besonders haltbaren Holz, dass mit Bio-Alkohol imprägniert wird. „Für uns war vor allem Optik und Haltbarkeit das ausschlaggebende Argument“, erläutert Eberhard Becker, Architekt und Geschäftsführer von asp Architekten. „Dass Kebony besonders splitterarm ist, wird die Besucher der nun startenden Konzertsaison zusätzlich freuen.“

alle Fotos © Kebony / Thomas Kraut 

Die komplette Übernahme der SpardaWelt Freilichtbühne durch die in.Stuttgart Veranstaltungsgesellschaft erfolgte zum Jahresende 2017. Damit fiel auch kurzfristig die Entscheidung, die Sitzbänke und Lehnen vollständig auszutauschen. „Vor dem Hintergrund des Denkmalschutzes sind Umbauten an der Freilichtbühne etwas ganz Besonderes. Der Austausch der Sitzbänke ist ein großer Schritt für die nachhaltige Weiterentwicklung der Spielstätte“, erklärte Rolf Schneider, Abteilungsleiter der Open-Air Veranstaltungen der in.Stuttgart. „Gleichzeitig soll das Holz weniger Wasser aufnehmen und schneller trocknen als die bisher verwendeten Holzbänke aus Douglasie“, so Schneider weiter, „somit sind die Bänke auch nach einem Regenguss schnell wieder nutzbar.“

Zur Erinnerung: Mitten im Höhenpark Killesberg gelegen, im ältesten Park der Stadt Stuttgart mit einer Fläche von ca. 50 Hektar, wurde die Freilichtbühne zusammen mit dem Park 1939 zur damaligen Reichsgartenschau fertiggestellt. Die gesamte Anlage gilt noch heute als großes und einziges gut erhaltenes Beispiel für die Gartenbaukunst der 1930er Jahre (siehe Google-Maps).

technisch modifiziertes Holz

Kebony veredelt für den Außeneinsatz eigentlich zu weiche Hölzer und schafft damit ein nachhaltiges und haltbares Holzprodukt. Der eingesetzte Bioalkohol durchtränkt die Zellwände und vernetzt sich mit den Fasern – so erreicht das Holz eine bemerkenswert hohe Dauerhaftigkeit (Klasse 1). Diese Haltbarkeit wird ohne chemische Zusätze erreicht, was durch das Öko-Gütesiegel „Schwan“ (dem Skandinavischen Pendant zur „Blume“ in der EU) dokumentiert wird. Kebony ist zudem FSC-zertifiziert und entspricht damit den Beschaffungsrichtlinien aller Kommunen. Das Produktprogramm bietet neben Bankbelägen auch Terrassendielen, Fassadenelemente und Fensterkanteln.

Immer mehr Kommunen setzen auf nachhaltiges Holz: So hat beispielsweise das Naturerlebnisbad MuRheNa einen Bodenbelag aus Kebony bekommen. Das Holz wurde vor allem aufgrund der Lebensdauer und des geringen Pflegeaufwands ausgewählt. Für drei Kaiserbäder auf der Insel Usedom wurden entlang der Strandpromenade insgesamt fünf Strandabgänge erneuert. Die überzeugende Rutschklassen R12/B spielten für die intensiv genutzten Wege ebenfalls eine Rolle. Ebenfalls auf Usedom bekam ein Kindergarten eine Spielfläche aus Kebony. Ungiftig, im Sommer nicht zu heiß und 30 Jahre Garantie – dieses waren die wesentlichen Kriterien bei der Auswahl.

Weitere Informationen zu modifiziertem Holz im Außenraum können per E-Mail an Kebony angefordert werden.

siehe auch für zusätzliche Informationen:

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