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Der Ursprung der RAL-Farben

RAL, RAL-Farbe, RAL-Farben, Farben, Lacke, Farbe, Lack, Reichs-Ausschuß für Lieferbedingungen, RAL, Lackindustrie, Pigmentindustrie, Farbindustrie, Farbkarten, Farbmuster(10.9.2004) Um die wirtschaftlichen Schwierigkeiten als Folge des Ersten Weltkrieges besser zu überwinden, entstanden in allen Industrieländern in den 20er Jahren aktive Bestrebungen, Rationalisierungsmaßnahmen verstärkt in den Dienst der Wirtschaft zu stellen. So auch in Deutschland. Das Normungs- wie auch das Rationalisierungswesen erfuhr einen deutlichen Aufschwung und zahlreiche auf diesen Zweck ausgerichtete Institutionen wurden gegründet, darunter auch 1925 der "Reichs-Ausschuß für Lieferbedingungen (RAL)", der als gemeinsame Initiative der deutschen Privatwirtschaft und der damaligen deutschen Regierung entstand. Hauptaufgabe von RAL war damals, im Sinne der Rationalisierung die Vereinfachung und Vereinheitlichung von technischen Lieferbedingungen zu betreiben.

Rationalisierung war für die damalige Lack- und Pigmentindustrie ein besonders wichtiges Anliegen, denn wertvolle Pigmente und natürliche Bindemittel standen nur in sehr beschränktem Umfang zur Verfügung, andererseits bestand ein großer Bedarf an Anstrichmitteln. Somit gab es nur die Möglichkeit, der mengenmäßigen Produktion den Vorzug zu geben, auf Kosten einer breiten Auswahl. Deshalb einigten sich Farbindustrie, Verbraucher und öffentliche Institutionen auf den Einsatz weniger Grundfarbtöne und daraus abgeleiteter Mischtöne, die mit den verfügbaren Pigmenten in guter Qualität hergestellt werden konnten. Diese insgesamt 40 Farbtöne umfassende Farbskala vertraute man 1927 der neu gegründeten Institution RAL an, die hinsichtlich der Farbskala folgende Verpflichtungen übernahm:

  • Herstellung der Farbkarten
  • Verteilerfunktion an die Wirtschaft
  • Überwachung der exakten Farbnachstellung bei Neuauflagen
  • Beobachtung von Farb- und Anwendungsentwicklungen unter Sicherstellung der stetigen Anwendbarkeit der Farbmuster

Aus diesen Anfängen entstanden die heute national, wie auch international anerkannten Farbmusterstandards RAL CLASSIC und RAL DESIGN, die insgesamt fast 2.000 Farbtöne umfassen und in unterschiedlichen Darstellungsmustern verfügbar sind:

Die Farbsammlung RAL CLASSIC umfasst über 200 Farben mit vierstelliger Nummerierung und ist seit über 75 Jahren ein Maßstab für industrielle Farbgebung. Die Register beinhalten zudem Sicherheits- und Signalfarben und erfüllen auch die Farbvorgaben von DIN-Normen. Als Basissammlung für matte Farbtöne gilt das Register RAL 840-HR, für glänzende Farbgebungen das Register RAL 841-GL. RAL 840-HR ist die in Europa wirtschaftlich bedeutendste Sammlung "registrierter" Standardfarben für den Lacksektor.

Seit 1993 gibt es das RAL DESIGN System, ein insbesondere für die professionelle Farbgestaltung geeignetes Farbsystem mit 1.688 systematisch geordneten Farben. Jede dieser Farben ist mit einer siebenstelligen Farbnummer gekennzeichnet und eine eigenständige RAL-Farbe. Die Farbnummer ist hier nicht willkürlich zugeordnet, sondern beruht auf Messwerten für Buntton, Helligkeit und Buntheit.

Speziell für den zumeist mit Grafik- und CAD-Programmen arbeitenden Architektur- und Designbereich wurde das Softwareprogramm RAL DIGITAL entwickelt. Alle RAL-Farben aus RAL CLASSIC und RAL DESIGN sind integrierbar in alle gängigen Grafikprogramme. Anhand der installierten RAL-Farbpalette wird dem Anwender die problemlose Präsentation von Objekten oder Entwürfen auf dem PC ermöglicht.

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