Baulinks -> Redaktion  || < älter 2008/0217 jünger > >>|  

Umweltaktives Pflaster durch Photokatalyse von Lithonplus

(6.2.2008) Unsere Mobilität fordert ihren Preis. Seit Jahren steigt die Belastung der Luft durch Stickoxide. In Ballungsgebieten, in denen der Straßenverkehr besonders hoch ist, entsteht ein Großteil der schädlichen Stoffe durch die Verbrennung fossiler Kraftstoffe in Fahrzeugmotoren. Um die Gesundheitsgefährdung verringern zu können, hat die EU ab 2010 neue, strengere Grenzwerte von 40 μg/ m³ für Stickoxide beschlossen, die von allen Mitgliedsstaaten einzuhalten sind. Einen Ansatz zur Verringerung der Schadstoffe im städtischen Umfeld schuf die Lithonplus Steinmanufaktur mit der Entwicklung eines Pflasters mit p.a.b.-Technologie (photocatalytic air balance-Technologie). Dabei handelt es sich um Pflastersteine mit photokatalytisch wirkender Oberfläche. Als Katalysator kommt das ungiftige Titandioxid (TiO2) zum Einsatz.


Die katalytische Wirkungsweise von Titandioxid entsteht unter dem Einfluss von UV-Strahlung, also Sonnenlicht. Bei diesem natürlichen Phänomen beschleunigt der als Katalysator wirkende Stoff die Geschwindigkeit einer chemischen Reaktion, in diesem Fall die Oxidation der giftigen Stickoxide. Als Reaktionsprodukt entsteht wasserlösliches Nitrat, das vom Regenwasser gelöst und abgeführt wird. Gelangt es in den Boden, steht das Nitrat den Pflanzen als Nährstoff zur Verfügung.

Der photokatalytische Effekt des Lithonplus-Pflasters mit p.a.b.-Technologie beruht auf dem Einsatz des speziellen Bindemittels TioCem, das in vierjähriger Forschungszeit von Spezialisten des HeidelbergCement Technology Centers entwickelt wurde. In Labormessungen konnte man nachweisen, dass der Stickstoffdioxid-Anteil in der Luft durch Bestrahlung des Pflasters mit UV-Licht bereits nach wenigen Minuten deutlich sinkt. Auch bei geringer Sonneneinstrahlung soll sich ein Schadstoffabbau von bis zu 70% erzielen lassen - gemessen im "Aufenthaltsbereich des Menschen" von 0 bis 2 Meter Höhe über dem Pflaster. Wichtig in jedem Fall, dass die belastete Luft mit dem Pflaster in Berührung kommt, damit der Katalysator wirken kann.

Wie alle Katalysatoren, verbraucht sich auch Titandioxid nicht. Seine Wirksamkeit bleibt damit während der gesamten Nutzungsdauer des Pflasters erhalten. Je nach Wunsch und Nutzungsanforderung sind sämtliche Pflastersysteme der Lithonplus Steinmanufaktur mit Stickstoff reduzierender Ausstattung erhältlich.

siehe auch für weitere Informationen:

vergleiche auch mit folgenden Beiträgen:

ausgewählte weitere Meldungen:

Baulinks folgen auf...

Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das Twitter-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das Facebook-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Datenschutz !!
Aus datenschutztechnischen Gründen haben wir das +1-Plugin deaktiviert.
Wollen Sie jedoch dieses Feature nutzen, so klicken Sie einmal auf das ausgegraute Bild.
Anmeldung zum kosten­losen Bauletter:
Der Baulinks-Newsletter kann jeder­zeit leicht auch wieder ab­bestellt werden!

Relevante BauDates

weitere Infos zu...
Impressum (c) 1997-2016 ARCHmatic - Alfons Oebbeke (Google+, XING, linkedin)