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Stickoxide in unseren Städten! Was kann helfen? Photokatalytisch aktive Baustoffe!?

(23.11.2014) Ab 1. Januar 2015 gelten neue EU-Grenzwerte - u.a. für die Stickoxid-Belastung der Luft. Die aktuellen Messwerte zeigen: Es besteht Handlungsbedarf.


Bild: Kronos

Das Auftreten von Stickoxiden, aber auch z. B. von Feinstaub und Ozon, wird ständig von Messstationen des Umweltbundesamtes erfasst. Die Messwerte werden jährlich im Luftqualitätsreport veröffentlicht. Die Bewertung der Daten erfolgt meist abhängig vom Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG), welches den Schutz von Menschen, Tieren, Pflanzen, Böden, Wasser, Atmosphäre und Kulturgütern regelt. Bisher gelten für Stickstoffdioxid (NO₂) die bereits 1999 erarbeiteten Grenzwerte. Das BImSchG wurde 2010 aber von der Bundesregierung auf Forderung der Europäischen Kommis­sion mit der 39. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) angepasst.

Nach §3 der 39.BImSchV sind pro Kalenderjahr maximal 18 Überschreitungen des ge­mittelten Stundengrenzwerts von 200 μg/m³ NO₂ und ein gemittelter Jahresgrenzwert von 40 μg/m³ NO₂ erlaubt. Nach einer Übergangsphase von 5 Jahren, also ab dem 1.1.2015, sind diese Vorgaben bindend und werden im Fall von Nichteinhaltung mit Stra­fen durch die Europäische Kommission geahndet.

Was verbirgt sich genau hinter diesen Stickoxiden und wo kommen diese her?

Hauptverursacher für die Bildung und den Ausstoß von Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO₂), die als Stickoxide (NOₓ) zusammengefasst werden, sind der Straßenverkehr sowie Verbrennungsprozesse aus Haushalten, Industrie und Energie­wirtschaft. Rein chemisch betrachtet stehen diese beiden Luftschadstoffe in Gleich­gewichtsreaktionen mit dem vorhandenen Luftsauerstoff und bilden eine Ursache für Ozon und damit für den bekannten Sommersmog. Schaut man sich die gemessenen Werte des Umweltbundesamtes im Luftqualitätsreport 2012 an, so stellt man unwei­gerlich fest, dass in Einzelfällen bereits die Hintergrundbelastung in Teilgebieten deut­scher Städte bis zu 35 μg/m³ NO₂ als Jahresmittelwert betragen kann. Auch der (vor­läufige) Luftqualitätsreport 2013 hat keine besseren Nachrichten parat: Mindestens 56% der verkehrsnahen Messstationen, voraussichtlich sogar ca. 70% nach Abschluss der Auswertungen, überschreiten den Jahresmittelwert für NO₂. Damit wird klar, dass hier ein großer Handlungsbedarf besteht. In der Regel werden dazu in den Luftqualitätsplänen der Kommunen und Städte technische Maßnahmen vorgeschlagen.

Ein Plädoyer für photokatalytisch aktive Baustoffe

Eine dieser Maßnahmen kann die Anwendung von Photokatalyse, genauer gesagt von photokatalytisch aktiven Dachflächen, Fassadenbeschichtungen und/oder Pflas­tersteinen sein. Diese sind in der Lage, Stickoxide aus der Umgebungsluft abzubauen. Im direkten Vergleich zu anderen Maßnahmen, wie Geschwindigkeitsreduzierungen, Einfahrverboten o. ä. verspricht von Photokatalyse das gleiche Minderungspotential - ohne die starken wirtschaftlichen Einschränkungen. So lassen sich zum Beispiel pho­tokatalytische Farben auf Häuserfassaden und Lärmschutzwänden auftragen oder photokatalytische Pflastersteine auf Bürgersteigen und in Fußgängerzonen verlegen. Auch die direkte Anwendung auf Asphalt, und damit in unmittelbarer Nähe zum Haupt­emittenten Auto, wird momentan intensiv erforscht und bewertet. Insgesamt sollte sich mit einer flächendeckenden Ausrüstung der innerstädtischen Flächen ein maß­geblicher Beitrag zur Reinhaltung unserer Atemluft erzielen lassen - da ist man sich beim Fachverband angewandte Photokatalyse im Verband der Mineralfarbenindustrie e.V. sicher.

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