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SaphirKeramik mit dem Potential, die Formensprache von Badkeramiken zu revolutionieren

(27.2.2013; BAU 2013-Bericht) „SaphirKeramik“ nennt der Schweizer Badspezialist Laufen eine Entwicklung, die in Prototypen erstmals vor zwei Jahren vorgestellt wur­de - siehe ISH-Bericht vom 13.4.2011. Auf der BAU hat der Hersteller die ersten Se­rienprodukte präsentiert - und auch Details zu dem bemerkenswerten Potential des neuen Werkstoffs veröffentlicht.


In der Namensgebung bezieht sich Laufen auf die Beimischung des Minerals Korund, dass als Bestandteil des Saphirs in der Natur in unterschiedlichen Modifikationen vor­kommt. Dieses wird im Übrigen auch in der Uhrenindustrie bei den Saphirgläsern einge­setzt und in seiner Härte nur vom Diamanten übertroffen. Die neue Keramik soll damit deutlich härter sein und eine größere Biegefestigkeit aufweisen als übliche Keramiken, was schließlich ganz neue Designs ermöglicht - mit ...

  • eng definierten Radien und Kanten und
  • dünnen Wandungen, die man so bislang allenfalls bei Sanitär-Objekten aus Stahl-Email oder Mineralwerkstoffen gesehen hat.

Wenn es bisher darum ging, einen Designbadentwurf in Keramik zu realisieren, hatten Hersteller mit Produktions-Expertise die Wahl zwischen ...

  • klassischer Keramik, so genanntem Vitreous China, und
  • Feinfeuerton.

Vitreous China überzeugt durch Dichtheit der Oberfläche (Wasseraufnahme gegen 0) und erfüllt damit höchste hygie­nische Ansprüche bei WCs und Urinalen. Weiche, runde und fließende Formen sind mit diesem Material und dem entspre­chenden Können des Herstellers sehr gut zu realisieren; der Herstellungsprozess allerdings bleibt angesichts eines willkür­lichen Schwindungsprozesses beim Trocknen und Brennen des Scherbens schwer beherrschbar. Grenzen tun sich für diesen Werkstoff bei größeren Keramikstücken auf. Hier kommt der Feinfeuerton zum Einsatz: Bei diesem wird die klassische ke­ramische Masse (Schlicker) durch Zusätze bereits gebrannten Tons (Schamotte) sta­bilisiert - und ermöglicht somit die Produktion von großen Keramikstücken wie Doppel­waschtischen oder bodenstehenden Waschtischsäulen. Die schwer zu handhabende Schwindung im Produktionsprozess wird durch die Schamotte besser beherrschbar.

Mit der SaphirKeramik von Laufen kommt eine weitere Vari­ante auf dem Markt. Die Härte des Materials erlaubt Formen, die bisher mit Keramik nicht möglich waren - allenfalls mit Stahl-Email oder Mineralwerkstoffen. SaphirKeramik lässt eine filigranere sowie in Form und Linie definiertere Formensprache erwarten - passend zu den Vorstellungen zeitgenössischen architektonischen Designs. Entwürfe, bei denen Keramik bisher durch den erforderlichen Materialauftrag ausschied, sollten sich nun realisieren lassen - in Kombination mit den Vorzügen, die Keramik im Bad bietet: neben den bemerkenswerten Hygie­neeigenschaften gehört dazu die Unempfindlichkeit des Mate­rials gegen scharfe Reiniger und mechanischen Abrieb. Außerdem ist Keramik auch ein umweltfreundliches und nachhaltiges Produkt: Es ...

  • besteht im Wesentlichen aus den natürlichen und weit verbreiteten Rohstoffen Kaolin, Ton, Feldspat und Quarzsand,
  • lässt sich in großen Stückzahlen - entsprechendes Know-how vorausgesetzt - wirtschaftlich produzieren und
  • kann am Ende eines langen Produktlebens vollständig recycelt werden.


Stereobild für Rot/Cyan-Brillen (Bild vergrößern)

Dr. Werner Fischer, Forschungsleiter bei Laufen, hat die SaphirKeramik zusammen mit seinem Team und verschiedenen universitären Forschungseinrichtungen entwickelt. Vordergründig sind es die mechanischen Eigenschaften des Materials, welche über­zeugen: Die Bundesanstalt für Materialforschung und Materialprüfung in Berlin (BAM) hat beispielsweise die Biegefestigkeit des Materials untersucht und einen Mittelwert von über 120 kp/mm² gemessen – was vergleichbar ist mit Stahl und doppelt so hoch liegt wie bei Vitreous China. Die höhere Härte ermöglicht dünneren Wandungen und einen vereinfachten Aufbau der Keramikstücke, was wiederum zu weniger Materialauf­wand, geringerem Gewicht und Vorteilen in Sachen Nachhaltigkeit führt: weniger Roh­stoffbedarf sowie weniger Energieverbrauch beim Brand, in der Produktion und beim Transport.

1 bis 2 mm-Radien anstatt 7 bis 8 mm

Die hohe Härte des Materials erschließt neue Möglichkeiten der Gestaltung – besonders was die Radien der Produkte angeht: 1 bis 2 mm-Radien bei Kanten und 2 mm-Radien bei Ecken sind mit der neuen SaphirKeramik technisch realisierbar. Bei den klassischen Keramiken sind Radien von 7 bis 8 mm State of the Art.

Ihre Härte bekommt die SaphirKeramik durch eine genau be­stimmte Beimengung des Minerals Korund, das in seiner Rein­form farblos ist. Durch eine Vermischung der Tonerde mit silikatkeramischem Rohstoff erhält dieses Material nebst seinem porzellanartigen Weiß auch jene Festigkeit, mit der die elegante und filigrane Formensprache erst möglich wird. Die genaue Rezeptur, so Dr. Werner Fischer, ist in einem halben Jahrzehnt Forschung und Entwicklung entstan­den - und das bestgehütete Geheimnis des Schweizer Herstellers.

Weitere Informationen zu Sanitärobjekten aus SaphirKeramik können per E-Mail an Laufen angefordert werden.

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