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Sanierungswelle nach der Flut und ein Leitfaden von Sakret

(27.8.2013) Hochwasser trifft regelmäßig Tausende Menschen. Vollgelaufene Keller, überflutete Zimmer sowie massive Schä­den in Wohnungen und Gebäuden sind die Folge. Erst nach­dem die Wassermassen wieder verschwunden sind, realisieren viele Haus- und Wohnungsbesitzer das Ausmaß der Schäden. In den Folgemonaten kommt auf sie eine gewaltige Wiederauf­bauleis­tung zu. Ein Leitfaden von Sakret gibt Handwerkern Hilfestellung bei der Analyse und der Umsetzung von passen­den Sanie­rungslösungen.

Feuchteschäden haben einen massiven Einfluss auf den Zu­stand von Gebäuden. Dringt Wasser in die Bauteile ein, wer­den lösliche Substanzen wie schädliche Salze an die Oberflä­che geschwemmt. Die Folgen sind sichtbare Flecken, Schim­melpilze und im Extremfall die Zerstörung der Wandstruktur. Ist das Hochwasser ab­geflossen, ist deshalb zügiges Handeln gefragt. Nicht immer ist das Mauerwerk so schwer mitgenommen, dass es ausgetauscht werden muss. Oftmals reichen eine ak­tive Trocknung und die Erneuerung der Außenschichten mit speziell auf Sanierungsfäl­le ausgerichteten Materialien. Bevor es an die Renovierung geht, müssen jedoch die durchfeuchteten Tapeten, Belege und Verkleidungen restlos entfernt werden. Heiz- und Entfeuchtungsgeräte helfen, den hohen Feuchtigkeitsgrad zu reduzieren.

Sanierung im Innenbereich

Wie der Fachhandwerker bei der Sanierung der Innenwände vorgehen muss, hängt ganz vom Zustand des Mauerwerks ab:

  • Sind die Untergründe noch intakt, kann man stark saugfähige Flächen z.B. mit Sakret Tiefengrund TGW egalisieren. Sind Wasserflecken sichtbar, macht an­schließend eine offenporige Isolierbeschichtung Sinn. Zum Schluss erfolgt eine hochdiffusionsoffene Deckbeschichtung mit individuellem Farbwunsch.
  • Hat die Flut die Untergründe dagegen stark beschädigt, werden diverse Vorar­beiten nötig: Der durchfeuchtete und verunreinigte Innenputz muss komplett entfernt werden, bis die Wand freigelegt ist. Mauerwerke mit geringer Feuchte und niedriger Salzbelastung verputzt der Fachmann dann am besten mit einem Kalkputz. Er ist sehr diffussionsoffen, wodurch der Untergrund weiter trockenen kann.


Sanierung im Aussenbereich

Auch bei der Sanierung der Fassade steht dem Fachmann eine Reihe unterschiedlicher Optionen offen – abhängig davon, wie stark der Außenbereich durch das Hochwasser beschädigt wurde. Ist der Putz noch ausreichend fest und sind keine Hohlstellen vor­handen, genügt ein neuer Anstrich. Bröckelt der Putz ab, ist porös oder stark verun­reinigt, führt kein Weg an einem Neuverputz vorbei. Eine besonders sich anbietende Lösung ist das Sanierputzsystem von Sakret. Der Fachmann beginnt hier zunächst mit dem Entfernen des alten Putzes mindestens 80 Zentimeter über der sichtbaren Durch­feuchtung und Salzbelastung. Danach wird das Mauerwerk trocken gereinigt und die Fugen werden ausgekratzt. Danach trägt der Verarbeiter einen netzartigen Spritzbe­wurf auf. Er hat eine griffige Oberfläche und verbessert die Untergrundhaftung für nachfolgende Schichten. Bei größeren Unebenheiten empfiehlt es sich, anschließend ein Porengrundputz zur Egalisation aufzutragen. Danach kommt die eigentliche Sanier­putzschicht. Sie ist so beschaffen, dass Feuchtigkeit auf kapillarem Weg in den Putz einwandern kann und die gelösten Salze im Sanierputz auskristallisieren. Damit wird die Versalzung von der Oberfläche in die Putzschicht verlagert. Die Schlussbeschichtung erfolgt mit wasserdampfdiffusionsoffenen Beschichtungen wie Silikat- oder Siliconharz­farben oder mineralischen Edelputzen.

Etwas kniffliger ist die Ausgangslage, wenn die Fassade mit einem Wärmedämmver­bundsystem ausgestattet war. Mineralwollsysteme sind bei Überflutung meist irrepa­rabel beschädigt. WDVS aus Styropor trocknen zwar wieder aus, bremsen allerdings auch die Trocknungszeit des Mauerwerks. Deshalb empfiehlt sich auch hier ein Aus­tausch.

Weitere Infos und den erwähnten Leitfaden (direkter PDF-Download) gibt es im Internet unter sakret.de/hochwasser.

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