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Holz im Hallenbad? Lignotrend-Akustikpaneele verbessern Raumakustik im „De IJsselslag“

(13.7.2017) Aufgrund schlechter Akustik ist der Lärmpegel in Schwimmhallen oft so hoch, dass Erholung und Freude am Sport deutlich darunter leiden - oder sogar Stress ausgelöst wird. Raumakustische Ertüchtigungen lassen sich nachträglich oft nur schwerlich realisieren - insbesondere in Räumen mit vielen harten Oberflächen sowie feuchter und aggressiver Raumluft. Darum haben wohl die Architekten von Slangen + Koenis beim neuen Hallenbad „De Ijsselslag“ im niederländischen Zutphen (siehe Google-Maps) von vornherein umfängliche raumakustische Maßnahmen eingeplant - und ließen sich dabei von dem Material Holz nicht abschrecken.


alle Fotos © Lignotrend, Weilheim-Bannholz; Fotograf: Marcel van der Burg

Im „De Ijsselslag“ kamen als Wand- und Deckenverkleidung Akustikplatten vom Typ LIGNO Akustik light zum Einsatz. Mit den integrierten Holzfaserabsorbern werden gegenüber herkömmlich gebauten Hallenbädern Nachhall und Geräuschpegel deutlich vermindert. Die hellen astfreien Holzoberflächen aus Weißtanne strahlen zudem wohnliche Behaglichkeit aus, passen mit ihrem Design doch perfekt zur modernen Architektursprache des Bauwerks.

3.600 m² bewegte Badelandschaft

Die einzelnen Schwimmbereiche – Mehrzweck- und Kleinkindbecken, Lehrschwimmbecken sowie das 25 Meter lange Wettkampfbecken - sind klar voneinander getrennt, wobei sich das Wettkampfbecken der Geländetopologie folgend aus der rechteckig angelegten Grundrissorganisation herausdreht. Informationsschalter und Café sind dem Eingangsbereich und der davorliegenden Terrasse zugeordnet. Gegen Norden sind die Umkleiden, Sanitär- und Nebenräume in einer innenliegenden Spange vis-à-vis der Becken wie ein stützendes Rückgrat angelegt.


Die raumhohe Glasfassade wird als durchgehende Hülle ganz um das Gebäude herumgeführt, bildet zwischen sich und den „Einbauten“ einen umlaufenden Gang und schafft lange Sichtlinien bis hinaus in den umgebenden Park.

Im Zentrum des Gebäudes befindet sich ein dreieckiger Innenhof, der Tageslicht in die Hallenmitte bringt. Hier wurde ein beruhigender Wassergarten angelegt, der einerseits die Orientierung innerhalb der großen Bäderlandschaft erleichtert und gleichzeitig Sammelstelle für die Regenwasseraufbereitung ist. Auch hier geben Glaswände den Durchblick über die gesamte 3.600 m² große Fläche hinweg frei.

Die Dachkonstruktion inklusive Auskragung über dem Eingang besteht aus einer Stahlträgerkonstruktion mit Warmdach. (Zur Erinnerung: Bei dieser Bauweise des Daches wird die Dachhaut direkt auf die Dämmschicht aufgebracht. Dabei wird die Wärmedämmung nach innen durch eine Dampfsperre vor der Raumfeuchtigkeit geschützt.) Die in der Schwimmhalle entstehende hohe Luftfeuchtigkeit wird über eine Belüftungsanlage abgeführt, die sich im OG oberhalb des Umkleidetraktes befindet.

Raumakustik: Schallharte Materialien fordern Ausgleich

In Schwimmhallen herrscht immer ein Grundgeräuschpegel - von den Wassergeräuschen selbst und den Besuchern. Schallharte Materialien, wie Glas, Beton und keramische Beläge, wie sie auch in Zutphen verwendet wurden, reflektieren den Schall vielfach, erhöhen die Nachhallzeit im Raum und erschweren die Sprach-Verständlichkeit.


Während in der Außenansicht der hohe Dachrand die zum Sammelbecken geneigten Dachflächen verbirgt, bleiben im Gebäudeinnern die geneigten Dachflächen ablesbar und können für eine Verbesserung der Raumakustik genutzt werden. Zusammen mit den Wandflächen ergeben sich ausreichend große Flächen zur raumakustischen Ertüchtigung.

Holz im Hallenbad?

Wand- und Deckenflächen wurden durchgehend mit Echtholz-Akustikplatten LIGNO Akustik light ausgestattet und egalisieren die akustisch ungünstige Wirkung der schallharten Oberflächen. Mit ihren fein profilierten Echtholzoberflächen aus hellem, astfrei verarbeitetem Weißtannenholz sind sie nicht nur schallabsorbierende Elemente, sondern unterstützen auch die architektonische Gesamtwirkung des Bauwerks.


Übrigens: In Hallenbädern können Holzelemente ohne Bedenken eingesetzt werden, denn durch Lüftungsanlagen mit Feuchtesteuerung ergibt sich ein konstantes Raumklima. Bei einer angenommenen Temperatur von 30°C und einer relativen Luftfeuchte von 55% bis maximal 75% würde sich dann z.B. eine natürliche Holzfeuchte von etwa 14% einstellen. Solche Werte sind auf jeden Fall zu trocken für schädliche Organismen wie den Schimmelpilz. Lediglich im Spritzwasserbereich ist Holz selbstverständlich zu vermeiden.

Die raumakustische Wirkung der Elemente wird hauptsächlich durch Holzfaser-Absorber erzielt, die hinter den Fugen der Decklage in die Elemente integriert sind. Dabei werden Absorptionswerte αW bis 0,90 erreicht, mit denen unterschiedliche raumakustische Zielvorgaben umgesetzt werden können, wie sie in den einschlägigen Richtlinien, in Deutschland etwa in der DIN 18041, gefordert sind. Für höchste baubiologische Qualität sind die Paneele nach dem besonders strengen Zertifizierungssystem „natureplus“ geprüft.


„Economy“-Klasse

Mit der sogenannten „Economy“-Oberfläche in astreiner Weißtanne bietet Lignotrend eine preisgünstige Alternative zu den bekannten Standard-Sortierungen an. Weißtanne economy lässt zwar mehr Unregelmäßigkeiten zu - im Gesamtbild einer fertigen Deckenuntersicht werden diese vom Betrachter aber nicht als störend empfunden. Darum bietet die neue Oberfläche eine interessante Option, mit der Architekten und Planer ihren Kunden eine günstige, astreine Alternative für herkömmliche Holzdecken anbieten können. Auch in Zutphen entschieden sich die Planer für diese Möglichkeit. Weißtanne economy ist an allen tragenden Lignotrend Elementen und an Lignotrend Akustikpaneelen verfügbar - mit feinem Akustik-Leistenprofil oder als flächige Variante ohne Absorber.

Weitere Informationen zu Lignotrend Akustikpaneelen können per E-Mail an Lignotrend angefordert werden.

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