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Planungs-Info "Wäscheabwurf"

(2.11.2005) In Deutschland verunglücken jährlich ca. 3.000 Menschen während sie volle Wäschekörbe zum Waschraum tragen! Ein Spielzeugauto auf der Treppe, ein Taschentuch auf glattem Marmor oder ein Legostein können genügen ... und schon nimmt das Unglück seinen Lauf. Für Abhilfe kann ein simpler Wäscheabwurf sorgen.

Im einzelnen funktioniert ein Wäscheabwurf-Schacht, wie es in den Skizzen oben angedeutet ist - d.h.: es führt ein senkrechtes Rohr aus PVC oder Edelstahl mit einem Durchmesser zwischen 300 mm (typisch für ein Einfamilienhaus) und 450 mm (für gewerbliche Anwendungen wie Krankenhäuser, Hotels oder Pflegeheime) durch das Gebäude. In den jeweiligen Etagen werden Einwurf-Türchen vorgesehen, durch die die Schurrenanschluß, Türschurrenrohrs, SchurreWäsche in das Rohr hinein geworfen wird. Die Türchen können, je nach baulicher Gegebenheit, mittels eines sogenannten "Türschurrenrohrs" (Bild links in PVC-Ausführung) seitlich angebracht oder am oberen Endes des Rohres platziert werden (siehe Bilder unten). Den unteren Abschluß bildet beispielsweise ein Wäschesack.

"Voraussetzung für eine zufriedenstellende Funktion im Betrieb ist wie bei allen haustechnischen Anlagen neben der Qualität der gelieferten Einrichtung besonders eine sorgfältige Planung," betont Hannes A. Traupe, GVT-Geschäftsführer und Anbieter von Wäscheabwurf-Systemen, "denn auch wenn von einigen Marktteilnehmern der 'leichte nachträgliche Einbau' gerne versprochen wird, so sollte ein Wäscheabwurf-Schacht von Anfang an fest mit eingeplant werden: Ein späterer Einbau ist in den meisten Fällen nicht vertretbar!"

Es ist laut Traupe nicht gerade so, dass ein Haus um den Wäscheabwurf-Schacht "herumgebaut" werden müsse, aber es sollten schon diverse Überlegungen angestellt werden, damit beispielsweise das ungewöhnlich dicke Fallrohr nicht mit der anderen Haustechnik oder der Statik kollidiert. Und natürlich müssen die anzuschließenden Räume wie Badezimmer, Garderobe oder Küche sowie Waschraum passend untereinander angeordnet werden. Aus naheliegenden Gründen sei es praktisch nicht möglich, "Winkel" oder "Kurven" in das Schachtrohr einzubauen, da dies zwangsläufig - besonders bei leichteren Wäschestücken - zu "Hängern" im Schachtrohr führt; das betreffende Wäschestück würde also erst bei dem nächsten Abwurf eines größeren respektive schwereren Wäschestücks mitgenommen werden und im Waschraum ankommen.

Beispiel für ein Einwurf-Türchen (hier in Brandschutzausführung) sowie einen Schachtdeckel als möglichen oberen Abschluß des Wäscheabwurf-Schachtes.

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