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Flüssiggasbetriebene Infrarothallenheizungen: Kein Öl, trotzdem netzunabhängig

(1.12.2010) Wer heute Hallen oder andere große Flächen optimal beheizen will, steht vor großen Herausforderungen: Die Vielzahl konkurrierender Systeme, technischer Möglichkeiten, Förderprogramme und gesetzlicher Bestimmungen sind für viele Hallenbesitzer schwer zu durchschauen. Und dann ist noch die Frage: Muss es immer Öl sein?


Unglücke wie im Golf von Mexico Mitte 2010 haben Öl eher negative Schlagzeilen gebracht. Und längst gibt es mit Gas dank moderner Energiespartechniken eine umwelt- und wartungsfreundliche sowie effiziente Alternative. Dies hat auch Manfred Rehwald, Inhaber und Geschäftsführer der Rehwald GmbH, entdeckt, als er anfing sich über Modernisierungsmöglichkeiten seiner in die Jahre gekommenen Warmluft-Heizung zu informieren. Seit 1986 war diese für die Beheizung der Fertigungshalle und des Büro-/Wohnhauses am Unternehmensstandort Höttingen im Einsatz. Der ca. 300 kW starke Kessel verbrannte jährlich ca. 30.000 l Heizöl - rund 19.500 Euro (Preisindex Heizöl 0,65 Euro/l). Dem Hersteller von Extruderschnecken und anderen Werkzeugen für die kunststoffverarbeitende Industrie war dies zu teuer geworden. Hinzu kamen die starken Preisschwankungen beim Heizöl. Ebenso war das Heizverhalten der Warmluft-Gebläse in der Produktionshalle sehr träge und nicht zufrieden stellend.

Infrarot statt Deckenstrahltechnik

Zunächst wurden verschiedene in Frage kommende Heiztechnologien geprüft und durchgerechnet - neben Infrarotheizungssystemen insbesondere die Deckenstrahltechnik. Im konkreten Fall fiel die Wahl auf Infrarottechnologie von Kübler. Bestätigt wurde dies bei einem Besuch in einer Referenzanlage gemeinsam mit dem Heizungsbauer, der Heinrich Gruber GmbH aus Treuchtlingen. Dem Vernehmen nach überzeugt haben ...

  • die gleichmäßige staub- und zugfreie Wärmeverteilung - unabhängig von den Außentemperaturen,
  • kurze Aufheizzeiten,
  • die Möglichkeit, einzelne Arbeitsbereiche bedarfsgerecht zu beheizen, und schließlich
  • die hohen Einsparungen im Energieverbrauch - je nach Anlagengröße bis zu 50 Prozent.

Restwärme für die kostengünstigere Bürobeheizung

Besonders reizvoll war für Manfred Rehwald wohl aber die jüngste Kübler-Entwicklung: Mit H.Y.B.R.I.D. ist seit 2009 ein System auf dem Markt, das die Infrarotheizungstechnologie mit der Restwärmenutzung O.P.U.S.X verknüpft. Bis zu 15% Extraenergie sollen so nahezu kostenlos für die Warmwasseraufbereitung und für hydraulische Heizsysteme genutzt werden können:


Grafik aus dem Beitrag "Hybride Hallenbeheizung verspricht hohe Wirtschaftlichkeit" vom 26.10.2009

Bei der Firma Rehwald konkret ist das ein Rückgewinnungsanteil von bis zu 28,5 kW p.a. Das 2009 vorgestellte Hybridsystem mit dem bezeichnenden Namen H.Y.B.R.I.D. sieht sich branchenführend in puncto Energieeffizienz und Wirtschaftlichkeit. Für die Beheizung des Büro- und Wohnhauses eine passende Lösung. Manfred Rehwald: "Wir mussten hier nicht einmal mehr die Technik ändern."

Flüssiggas statt Öl oder Erdgas

Eine Frage war für den Geschäftsführer der Rehwald GmbH offen geblieben: Lohnt sich der zusätzliche Aufwand für den Anschluss an die Erdgasleitung? Und spricht die Abhängigkeit von den Versorgungsnetzen des regionalen Energieversorgers nicht doch für eine andere Technologie, wie z. B. Warmwasser-Deckenplatten trotz ihres hohen Platzbedarfs?

Als Versorgungsalternative hat sich Flüssiggas im Gewerbebereich seit Jahrzehnten etabliert. Und auch in Höttingen wird nun die 1.350 m² große Fertigungshalle - aufgeteilt in zwei Heizzonen - im Hybridsystem über fünf flüssiggasbetriebene Infrarotstrahler des Typs Optima 38 erwärmt. Versorgt wird das Heizsystem dezentral über einen oberirdischen 2,9 t Flüssiggas-Tank. Der Tank ist mit einem Funkmodem ausgestattet, das den Füllstand regelmäßig an den Flüssiggasversorger Primagas überträgt. Sinkt der Tankinhalt unter ein festgelegtes Mindestmaß, kümmert sich der Energieversorger automatisch um Nachschub. Ein Service, der das TÜV-Zertifikat "Service tested" zum dritten Mal in Folge erhalten hat. Ein wichtiger Pluspunkt ist/war auch die Umweltverträglichkeit von Flüssiggas: Der Brennstoff verursacht gegenüber Öl beim Verbrennen keinen Ruß, keine Asche, so gut wie keinen Feinstaub und zudem 20 Prozent weniger CO₂.

Weitere Informationen zu flüssiggasbetriebenen Infrarotstrahlern und  H.Y.B.R.I.D. können per E-Mail an Kübler Hallenheizungen angefordert werden.

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