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Wohin tendieren die Baugeldzinsen in 2013? Und eine kleine Abrechnung mit 2012!

(6.1.2013) Auch für das neue Jahr bleiben die Rahmenbedingungen für Baufinanzie­rungskunden positiv. Die Zinsen für Baugeld bewegen sich zu Jahresbeginn nahe an den historischen Tiefständen und Interhyp beispielsweise erwartet für die erste Jah­reshälfte keine großen Veränderungen. Damit bleibt sowohl für Neufinanzierer als auch für Kunden, die Anschlussfinanzierungen für bestehende Darlehen abschließen wollen, die Chance auf extrem gute Konditionen erhalten.

Notenbanken sind Handlanger der Politik geworden

Der Grund für diese guten Rahmenbedingungen liegt in der inzwischen weltweit umge­setzten Strategie der "Finanziellen Repression", welche die Regierungschefs, Finanz­minister und Notenbank-Präsidenten in den großen Schuldnerländern als Antwort auf die Finanz- und Schuldenkrise für sich entdeckt haben und jetzt konsequent umset­zen. Die Kernpunkte dieser Strategie sind ...

  • extrem niedrige Leitzinsen, die von den Notenbanken festgelegt werden,
  • riesige Aufkäufe von Staatsanleihen durch die Notenbanken, um die Refinanzie­rung der Staatsschulden auch im langen Laufzeitbereich zu niedrigen Zinsen si­cherstellen zu können, und
  • großzügige finanzielle Unterstützung von Krisenherden, um keine Systembrüche zuzulassen, so wie wir das am Beispiel Griechenland im abgelaufenen Jahr gese­hen haben.

Da die Politiker in keinem der Schuldnerländer - und zu diesen gehört auch Deutsch­land - den Willen zu einer nachhaltigen Konsolidierung der Staatsschulden zeigen, haben sie durch ihr zögerndes Handeln den Druck auf die Notenbanken 2012 enorm erhöht und diese im Kern gezwungen als Systemretter aufzutreten. Da die Notenban­ken jederzeit Geld drucken können und damit für Entspannung im System sorgen kön­nen, ist ihnen diese Rolle auch auf den Leib geschnitten.

Es ist allerdings auch klar, dass historisch gesehen Notenbanken, die sich zu Erfül­lungsgehilfen von Regierungen und Regimen gemacht haben, mit ihrer Geldpolitik am Ende zu desaströsen Ergebnissen beigetragen haben und die Systembrüche zwar hi­nausgezögert haben, aber nicht verhindern konnten. Die eigentliche Rolle einer Noten­bank ist es in der alten Bundesbank-Tradition als Hüter über die Geldwertstabilität für planbare Rahmenbedingungen für die Wirtschaft zu sorgen und dabei als Kontrolleur der Politik aufzutreten und keinesfalls als deren Handlanger. Gerade diese Rolle spielen aber Herr Bernanke in den USA und Herr Draghi im Eurogebiet par excellence.

Altersvorsorgeprodukte werden zur Enttäuschung bei den Sparern

Die "Finanzielle Repression" bedeutet nichts anderes als eine konzertierte Aktion, um Geld von den Sparern zu den Schuldnern umzuverteilen. Da die Staaten die größten Schuldner sind, wird schnell klar, warum die Politiker dieses Modell so attraktiv finden. Ermöglicht es doch, unpopuläre Maßnahmen wie Steuererhöhungen und Ausgabenkür­zungen gering zu halten und durch die Hintertür - fast unsichtbar - noch viel größere Effekte zu erzielen. Den Preis zahlen aber auch in diesem Fall die Bürger:

  • Nullzinsen auf Sparguthaben,
  • Zinsen nahe Null auf Bundesanleihen und damit auch auf alle Anlageformen, die an die Bundesanleihen-Renditen gekoppelt sind,

... führen bei gleichzeitiger Inflation zu sicheren Verlusten der Sparer und wirken wie eine weitere Steuer.

Altersvorsorgeprodukte, die zu rund 90 Prozent von Zinserträgen abhängen, werden zu tiefer Enttäuschung bei den Sparern führen und der Druck in reale Anlageformen wie Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen (Aktien) zu investieren, wenn man überhaupt eine positive Performancechance haben will, wird weiter zunehmen..

Zinsentwicklung in der Baufinanzierung
Zinsentwicklung in der Baufinanzierung: Hoch: 6,72%; Tief: 1,75%; Durchschnitt: 4,39%

Immobilienkäufer profitieren von günstigen Zinsen

Damit bleibt auch der Ausblick für Wohnimmobilien in Deutschland sehr positiv. Nebenbei können Immobilienerwerber auch noch von den günstigen Zinsen profitieren, da sie sich als Schuldner ja auf die Seite des Staates stellen, der diesen Kreislauf ja bewusst in Gang gesetzt hat, um davon selbst zu profitieren. Diese Rahmenbedingun­gen werden 2013 weiter dominieren und es ist derzeit nicht erkennbar, dass es zu einem Umdenken der Politik kommen wird. Zu einfach läuft vorerst die strategische Allianz, die man mit den Notenbankern gefunden hat. Ob dieses große geldpolitische Experiment jedoch mittelfristig funktioniert oder aber zu drastischen Systembrüchen führt, werden wir wohl erst 2015 oder sogar noch später erkennen.

Derzeit gilt es, die historisch tiefen Zinsen zu nutzen und damit Wohnimmobi­lien in guter Lage und guter Qualität zu kaufen. Auch Kapitalanlageimmobilien in Städten mit guter Mietnachfrage und Mietrenditen von vier Prozent oder höher sind kombiniert mit der günstigen Finanzierung attraktiv.

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