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Studie: „Bundesbürger finanzieren Wohneigentum sehr solide“

(26.5.2013) Bauherren und Immobilienkäufer in Deutschland bringen hohe Eigenkapital­anteile in ihre Finanzierung ein - im Schnitt 43 Prozent der Objektkosten. Das zeigt ei­ne Untersuchung von TNS Infratest. Die beliebtesten Sparformen zum Einstieg in den Eigentumserwerb sind Bausparverträge, gefolgt von Sparguthaben sowie Tages- und Festgeld.

Rund zwei Drittel aller Wohneigentümer sparen gezielt für die Anschaffung der eige­nen vier Wände. Im Mittel bringen die Erwerber rund 88.000 Euro Eigenkapital in die Finanzierung ein - das entspricht 42,9 Prozent der Kaufsumme von durchschnittlich 205.000 Euro. Die wichtigste Eigenkapitalkomponente stellen Ersparnisse, etwa auf Sparkon­ten, dar. Auf sie greifen 84 Prozent der Käufer zurück. Bausparguthaben bil­den mit circa 40 Prozent den zweitwichtigsten Baustein, vor geschenktem oder ge­erbtem Vermögen mit 22 Prozent.

Für die Untersuchung hat TNS Infratest im Auftrag verschiedener Finanzierungsinsti­tute, unter anderem der Landesbausparkassen, und des Bundesministeriums für Ver­kehr, Bau und Stadtentwicklung Erwerbsfälle der Jahre 2008 bis 2011 ausgewertet. Daraus geht hervor, dass Ersterwerber 38 Prozent der Kaufsumme aus eigenen Mitteln bestreiten. Wer bereits eine Immobilie besitzt und eine neue erwirbt, bringt sogar 59 Prozent selbst auf: Hier fließt in der Regel der Verkaufserlös des bisherigen Domizils in die Finanzierung ein.

Bei Neubauten und Gebrauchtimmobilien ist der Eigenkapitalanteil mit 41 bzw. 45 Pro­zent dagegen fast gleich hoch - und das, obwohl Bestandsimmobilien im Schnitt deut­lich günstiger sind. "Den Menschen ist eine solide Finanzierung mit ausreichend Eigen­kapital wichtig. Sie muss langfristig tragbar sein", sagt Gregor Schneider von der LBS. Das gilt auch in der aktuellen Niedrigzinsphase. "Das günstige Zinsniveau sollten Bau­herren und Käufer für eine höhere Tilgungsrate nutzen, damit die Restschuld am Ende der Zinsbindungsfrist möglichst gering ist", rät Schneider.

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