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BDH verstärkt Engagement im Bereich Flächenheizung/-kühlung ... gegen den BVF?


  

(16.4.2013; ISH 2013-Bericht) Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik e.V. (BDH) hat auf der ISH bekanntgegeben, seinen Fachbereich Flä­chenheizung/-kühlung neu ausrichten zu wollen. Es soll „die größte Interessensvertretung für dieses Produktsegment in Deutschland und Europa“ entstehen ... als ob es den 1971 gegründeten Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF) nicht gäbe. Als Hintergründe für die BDH-Initiative wur­den in Frankfurt genannt ...

  • das stetige Marktwachstum in diesem Bereich,
  • die Europäisierung von Normungsprozessen und die
  • kontinuierlich steigenden Anforderungen an das Zusammenspiel von Wärmeer­zeugung und Wärmeübergabe.

Nach aktuellen Zahlen des BDH ist der Absatz von hydraulischen Flächenheizungen und -kühlungen in Deutschland seit 2005 um über 70 Prozentpunkte gewachsen. Vor allem im Neubaubereich werden Flächenheizungen häufig eingesetzt, weil sie ideal mit modernen Niedertemperatur-Wärmeerzeugern wie beispielsweise Wärmepumpen zu­sammenarbeiten. „Aus wissenschaftlicher Sicht werden kombinierte Systeme für Hei­zung und Kühlung in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen. Der Vorteil einer solchen Anlage liegt darin, dass sie eine Doppelfunktion erfüllt. Das senkt die Investitionskos­ten gegenüber einem getrennten Heiz- und Kühlsystem und steigert den ganzjährigen Komfort“, argumentiert auch Prof. Dr.-Ing. Oschatz vom ITG Institut für Technische Gebäudeausrüstung Dresden.

Der BDH will diese Entwicklung auf nationaler und zunehmend auf internationaler Ebe­ne begleiten: „International ist ein Trend zur Flächenheizung erkennbar, wenn auch noch nicht im gleichen Umfang wie in Deutschland. Ein weiterer Grund für unsere in­ternationalen Aktivitäten: branchenrelevante Entscheidungen werden immer öfter auf europäischer Ebene initiiert. Hier arbeitet der BDH intensiv mit dem Verband European Heating Industry (EHI) zusammen, um die Interessen deutscher Hersteller z. B. in Nor­mungsausschüssen zu wahren“, erklärte Ralf Kiryk, Fachbereichsleiter beim BDH.

Der BDH will die Entwicklung der Flächenheizung und -kühlung auch auf der Technolo­gie- und Produktebene vorantreiben: „Moderne Heizungen stellen Gesamtsysteme dar, deren Teile aufeinander abgestimmt werden müssen. Die größten Fortschritte in der Energieeffizienz und dem Wohnkomfort werden durch das Zusammenspiel der Kompo­nenten einer Heizung ermöglicht. Als Verband für alle Heizungstechnologien fördert der BDH den direkten Kontakt der Hersteller bereits auf Fachbereichsebene. Ein Beispiel dafür sind gemeinsame Aktivitäten unserer Experten für Wärmepumpen mit Fachleuten für Flächenheizung und -kühlung“, argumentierte Kiryk.

Auf Kollisionskurs mit dem Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen?

Zur Erinnerung: Der Bundesverband Flächenheizungen und Flächenkühlungen e.V. (BVF) vertritt sowohl System- als auch Komponentenanbieter. Mit 46 Mitgliedern ver­steht sich der BVF als die größte deutsche Interessenvertretung dieses Segments in der Heizungsbranche. Seit seiner Gründung 1971 tritt der Bundesverband kontinuierlich dafür ein, den Einsatz der effizienten Wärmeverteilung bzw. der Kühlung zu fördern.

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