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Raffstore-Märkte erwarten schnellen Rebound 2023

(2.7.2020) Der starke Aufwärtstrend der letzten Jahre beim Marktvolumen für Raffstores in den europäischen Top-7-Märkten (Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, Spanien, Polen) wird aufgrund COVID-19 unter­bro­chen. Erwartet wird, dass diese Unterbrechung kurzfristig ist. Für 2020 erwarten die Marktforscher von Interconnection Consulting eine Delle von 3,7% - gefolgt von einem einem schnellen Rebound, so dass bereits 2023 das Marktvolumen in den sieben untersuchten Teilmärkten insgesamt wieder höher sein wird als vor der Krise.

Insbesondere im DACH-Raum sind Raffstores  äußerst beliebt: Deutschland ist mit einem Anteil von 49,6% mit Abstand der größte Markt, gefolgt von der Schweiz mit 16,8% und Österreich. Deutschland wird nach den Rückschlag jedoch mindestens bis 2023 brauchen, um das Volumen von vor der Krise zu erreichen.

Etwas schneller wird es in den noch nicht so reifen Märkten gehen, wo der Rebound mit höherer Dynamik stattfinden wird. Vor der Krise waren vor allem Spanien und Frankreich die großen Wachstumsmärkte für Raffstores. So erzielte Spanien 2019 ein Wachstum von 5,3%. Jedoch sind gerade diese beiden Länder gemeinsam mit Italien auch wirtschaftlich am stärksten von der COVID-Krise betroffen. Die Raffstores haben in Ländern wie Italien sehr oft noch mit traditionellen Holzfensterläden, aber in den letzten Jahren auch mit ZIP-Screens zu kämpfen. Daher macht der italienische Markt für Raffstores nicht einmal ein Zehntel des deutschen Marktes aus.

Gesunkene Preise als Hoffnungsschimmer

Einen positiven Nebeneffekt für die Branche könnten die gesunkenen Preise an den Rohstoffmärkten haben. Die gesunkenen Preise für Aluminium, das mit Abstand wichtigste Material mit einem Anteil von 89%, könnte die Preise zumindest stabilisieren, die vor der Krise noch stark gestiegen waren. Dies könnte die Situation der Produzenten ein wenig erleichtern.

Genauso dominant wie Aluminium als Material sind die motorisierten Systeme gegenüber den manuellen Raffstores, die kaum mehr eine Rolle spielen. So beträgt der Motorisierungsgrad in Frankreich 93%, in Polen ist er mit knapp 64% am geringsten.

Marktkonzentration rückläufig

Die Marktkonzentration ging in den letzten zwei Jahren zurück, da mehr Anbieter für Raffstores in den Markt strömten. Trotzdem beherrschen die Top-Ten-Marktführer mit Stand 2019 noch immer 59,8% des Gesamtmarktes. Unter den Top-Fünf-Anbietern verlor einer der großen Schweizer Produzenten, Griesser ein paar Marktanteile, hauptsächlich aufgrund des reifen Schweizer Marktes, der nicht mehr die großen Wachstumsraten zulässt. Roma und Hunter Douglas respektive Flexalum auf der anderen Seite konnten laut Interconnection Consulting Marktanteile hinzugewinnen.

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