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Fischer Installationssysteme sichern die TGA des Extremely Large Telescope in Chile

(16.2.2026) Mit einem Hauptspiegeldurchmesser von 39 m entsteht in Chile das weltweit größte optische und nahinfrarote Teleskop – das Extremely Large Telescope (ELT) – welches nie dagewesene Blicke in das Universum ermöglichen soll. Befestigungs- und Systemlösungen mit begleitenden Engineering- und BIM-Leistungen des Unternehmens Fischer garantieren die sichere Installation der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) des Großprojekts der Europäischen Südsternwarte (ESO).

Auf dem 3.060 m hohen Berg Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste entsteht das Extremely Large Telescope (ELT). Der gezeigte Entwurf ist vorläufig. (Darstellung: ESO) 

Das ELT wird auf dem Cerro Armazones in 3.060 m Höhe über dem Meeresspiegel errichtet und liegt rund 20 km vom Very Large Telescope (VLT) der ESO entfernt. Die Gelände- und Vorarbeiten begannen 2014; der wissenschaftliche Betrieb ist nach 2030 geplant.

Planung, Bau und Ausführung

Das Stahlbauunternehmen Cimolai S.p.A. (Pordenone in Friaul-Julisch Venetien) erarbeitet als Konsortialführer Planung, Bau und Installation der Kuppel sowie der Hauptkonstruktion. Im Rahmen des Auftrags kommen Befestigungs- und Systemlösungen sowie begleitende Engineering- und BIM-Leistungen von Fischer zum Einsatz.

Das ELT wird ein optisches und infrarotes Teleskop mit einer Öffnung von 39 m sein und auf dem Cerro Armazones in der chilenischen Atacama-Wüste stehen. Es wird Bilder liefern, die 15-mal schärfer sind als die des Hubble-Weltraumteleskops. (Darstellung: ESO/L. Calçada) 

Konstruktion und Sicherheit

Der 39 m Durchmesser große Hauptspiegel des Projektes besteht aus 798 hexagonalen Segmenten, die mittels Sensorik und Antrieben präzise ausgerichtet werden können. Das ELT verfügt über eine rotierende Kuppel mit Schlitzöffnung für Beobachtungen. Diese hat einen Durchmesser von etwa 93 m und eine Höhe von circa 80 m. Die Anlage ist in der Gesamtheit erdbebensicher konstruiert: Der Kuppelpfeiler sowie das Nebengebäude ruhen auf Seismikisolatoren.

Eine Drohnenaufnahme aus dem Januar 2025 zeigt einen Blick direkt in die Kuppel des Extremely Large Telescope (ELT) der ESO. Diese ist auf dem Bild noch nicht vollständig überdacht (Bild: ESO/G. Vecchia) 

Fortschritt der astronomischen Forschung

Als 39-Meter-Teleskop wird das ELT etwa 15-mal mehr Licht sammeln als die größten derzeit betriebenen optischen Teleskope; die resultierenden Bilder sollen etwa 15-mal schärfer sein als die des Hubble-Weltraumteleskops. Ziel des Projekts ist die vertiefte Beobachtung und Erforschung von Exoplaneten, frühen Galaxien und kosmischer dunkler Materie.

Die Milchstraße über dem ELT. (Bild: C. Letelier/ESO) 

Das Teleskop setzt neue Maßstäbe in der Astronomie: Adaptive Optik korrigiert atmosphärische Verzerrungen in Echtzeit, sechs Laserleitsterne dienen als künstliche Referenzpunkte für hochpräzise Bildjustierung, und spezialisierte Instrumente sind für die Beobachtung sehr schwacher, weit entfernter Himmelskörper ausgelegt.

Der Startschuss für den Bau fiel 2006. Das Bild zeigt den Zwischenstand des Baus im Januar 2025. (Bild: ESO/G. Vecchia) 

Befestigungs- und Systemtechnik für die TGA

Fischer-Installationssysteme sichern die Leitungen und Rohre der TGA — darunter Heizungs-, Kälte-, Sanitär-, Lüftungs- und Sprinklersysteme sowie die Versorgung mit Druckluft, Gas und Spezialmedien. Zum Einsatz kommen Installationssysteme und geeignete Befestigungsmittel wie Betonschrauben, Bolzenanker sowie das Fischer Injektionssystem FIS EM Plus mit Ankerstangen.

Fischer liefert Installationssysteme und passende Befestigungsmittel zur Montage der Leitungen und Rohre der TGA-Anwendungen (Technische Gebäudeausrüstung) des ELT. (Bild: Fischer) 

Für das ELT wurde darüber hinaus ein spezielles Gleit- und Festpunktsystem entwickelt, welches thermisch und mechanisch bedingte Bewegungen der Rohrsysteme problemlos zulässt. Begleitende Engineering- und BIM-Leistungen unterstützen die Bemessung und Auslegung der eingesetzten Produkte und Systeme.

Weitere Informationen können per E-Mail an Fischer angefordert werden.

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